Monte CarloMonaco ist das zweitkleinste Land der Welt und liegt an der Französischen Riviera. Man sagt, dass das Land die größte Dichte an Millionären hat und wenn man sich umschaut, sieht man tatsächlich nichts als teure Autos, Designer-Uhren und schmuckbehängte Gattinnen.

In Monaco drängen sich keine Souvenir-Shops aneinander, sondern Designer-Boutiquen und Nobelhotels. Da dürfte es doch kein Problem sein, einfach mal 50.000 € auszugeben, oder?

Tag eins – Sich in Monaco zurechtfinden

Wer soviel Geld ausgeben möchte, reist natürlich nur First Class mit dem Flugzeug an. Für 213 € werden Sie dann auch gleich mit dem Helikopter von Nizza nach Monaco gebracht. Eine Limousine bringt Sie für 1.864 € bis zu Ihrem Hotel, dem berühmten Hôtel de Paris. Eine dreitägige Buchung des Wagens kostet rund 5.592 €. Nun bekommt der Fahrer noch ein Trinkgeld und schon sind 6.000 € dahin.

Das Hôtel de Paris wird regelmäßig von Stars und Sternchen besucht, selbst Adelige steigen hier ab. Sie werden jedenfalls viel Gold und Glitzer zu sehen bekommen. Für 599 € bekommen Sie eine Karte, die Ihnen Zugang zum Casino und vielen anderen Attraktionen in Monaco verschafft.

Der Aufenthalt im Hotel kostet für drei Tage insgesamt 1.371 €. Dafür genießen Sie aber auch einen atemberaubenden Blick auf das Mittelmeer und alle anderen Annehmlichkeiten, die solch ein Luxushotel zu bieten hat.

Den ersten Tag ihres Aufenthalts sollten Sie mit einer kleinen Erkundungstour beginnen. Ein Besuch des Schlosses von Monaco lohnt sich zum Beispiel immer.

Danach lockt der Boulevard du Jardin-Exotique für einen kleinen Spaziergang. Im Ozeanographischen Museum können Sie sich für 14 € weiterbilden und anschließend im Il Terrazino einen kleinen Imbiss zu sich nehmen. Dieser wird mit circa 47 € zu Buche schlagen.

Das Abendessen nehmen Sie im Le Louis XV ein, dem Restaurant des Hôtel de Paris. Das Lokal hat drei Michelin-Sterne und wartet mit allerlei Köstlichkeiten auf. Wie wäre es zum Beispiel mit Meeresfrüchten oder Gemüse der Provence? Das Essen kostet etwa 200 €, für weitere 13.204 € gibt es einen exklusiven Weißwein dazu.

Nach dem Essen geht’s weiter ins Casino. Im Place du Casino werden Sie allerhand schöne und reiche Menschen beim Poker, Roulette und Black Jack spielen antreffen. Manche mit mehr, andere mit weniger Erfolg. 2.500 € müssen Sie auf jeden Fall auf den Tischen lassen, alles andere wäre fast ein wenig knauserig.

Tag 2: Shopping-Tour

Heute sollten Sie schnell aus den Federn kommen, es lockt Monacos liebstes Hobby: Einkaufen! Der Boulevard des Moulins und die Allée Serge Diaghilev sind ganz wichtige Anlaufpunkte für Ihren Shopping-Marathon. Hier gibt es mehr Designerklamotten als auf jeder Modenschau, Sie werden gar nicht wissen, wo Sie Ihr Geld zuerst ausgeben sollen.

Auf der Rue Grimaldi wird sogar Prinzessin Caroline von Monaco ab und an beim Shopping gesehen. Falls Sie es schaffen sollten, mehr als 4.000 € auszugeben: prima! So viel gibt die königliche Dame etwa an einem Vormittag aus, Sie haben also etwas gemeinsam.

Soviel Prasserei macht natürlich auf die Dauer hungrig, also weisen Sie Ihren Fahrer an, Sie zur Le Sea Lounge zu fahren. Hierbei handelt es sich um einen der heißesten Hot-Spots Monacos. Als tragen Sie schleunigst Selbstbräuner auf und drapieren Sie gut sichtbar Ihre neue Pradatasche und holen Sie die Straußenlederschuhe heraus. Sie möchten ja schließlich gesehen werden. Mit Sushi und Sashimi werden Sie vielleicht nicht satt, aber das macht nichts. Die 250 € Rechnung ohne mit der Wimper zu zucken zu bezahlen ist schließlich schick und das ist alles, was in Monaco zählt.

Den Nachmittag verbringen Sie am Larvotto Beach. Der Sand dort wird regelmäßig ausgetauscht, Sie werden also kaum auf einem Zigarettenstummel oder einer leeren Coladose Platz nehmen müssen. Allerdings können Sie die zahlreichen wohlhabenden Bikinischönheiten bewundern, die sich hier auch ganz gerne oben-ohne räkeln. Schließlich könnte ja ein Paparazzo vorbeikommen, sicher ist sicher.

Trendy geht es weiter und zwar im Zebra Square Restaurant. Hier lassen Sie noch einmal 150 €, können sich Ihrer Coolness aber 100-przentig sicher sein.

Im McCarthy’s können Sie dann feiern bis zum Morgengrauen. Vergessen Sie Ihre Designerklamotten nicht, dann wird man Sie herzlich wie einen alten Freund begrüßen.

Vor allem solche, die gerne noch Millionäre werden möchten, werden Ihnen sehr freundlich gesinnt sein. Laden Sie Ihre neuen Freunde doch auf Ihre extra für den Aufenthalt gemietete Yacht ein. Kostet schließlich nur 19.404 pro Tag. Hier können Sie wenigstens ungestört die ganze Nacht feiern.

Tag 3: der Grand Prix

Heute ist er gekommen, der große Tag des Grand Prix. Ganz Monaco sitzt schon mit seinen Stylisten und Make-Up-Artists im Salon, um die Liftingnarben gekonnt wegmogeln zu lassen. Heute Abend werden garantiert alle wie rosige Pfirsiche aussehen, außer Ihnen natürlich. Schließlich liegen Sie noch mit einem Brummschädel auf Ihrer Yacht und sehen alles andere als frisch aus. Vielleicht hilft ein Besuch im Thermes Marins de Monte-Carlo Spa. Hier können Sie zwischen verschiedenen professionellen Behandlungen wählen, die den Kater schnell in die Flucht schlagen.

Für 153 € bekommen Sie eine 60-minütige Massage, es folgt eine Kaviar-Behandlung für 220 € sowie ein Solarium-Besuch für schlappe 67 €. Für 53 € werden Sie sogar rasiert, wie Sie es besser vor dem Badezimmerspiegel nicht hinbekommen hätten. Und das ganz ohne Toilettenpapier für die Wunden.

Im Restaurant des Spas können Sie im Anschluss Ihren nervösen Magen beruhigen. Ein fettiges Katerfrühstück werden Sie allerdings vergeblich suchen, für 73 € bekommen Sie ein kalorienreduziertes Gesundheitsmenü.

Mit Ihrem 990 € teuren Ticket verschaffen Sie sich nach dem Mittagessen Zutritt zum Grand-Prix, wo sich Benzingeruch und heißer Gummi mit Designerparfums und ausgefallenen Hüten vermischen. Sie werden ein Erlebnis genießen, dem kein lebendiger Mann widerstehen kann.

Nach dem Rennen folgt ein wenig Kultur in der Oper. Schließlich kostet die private Loge nur 200 €.

Das Abendessen nehmen Sie im berühmten La Maison du Caviar ein. Natürlich bekommen Sie hier, wie der Name schon sagt, ausgezeichneten Kaviar für 239 € pro 50 Gramm. Wer danach immer noch nicht satt ist, kann sich noch ein Steak bestellen. Mit circa 350 € weniger in der Tasche verlassen Sie das Restaurants und rechnen ab.

Ingesamt hat der dreitägige Aufenthalt 49.983 € gekostet. Bleiben also sogar noch ein paar Euro für eine Kugel Eis vom Michelin-Koch übrig.

Auch Paris ist was für reiche und schöne Tage…

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