Die Vasektomie, ein medizinischer Eingriff, welcher ausschließlich bei Männern auf Grund der männlichen Anatomie und Physiologie der Fortpflanzungsorgane vorgenommen wird. Sie wird in der medizinischen Fachsprache außerdem als Vasoresektion bezeichnet.
Die Vasektomie ist die in einem operativen Eingriff ausgeführte Durchtrennung des Samenleiters, was zur Unfruchtbarkeit des Mannes führt. Umgangssprachlich kann die Vasektomie auch als Sterilisation des Mannes bezeichnet werden. Die Vasektomie soll jedoch nicht mit einer Kastration verwechselt werden.
Ursprünglich kennzeichnet die Vasektomie eine Resektion von Blutgefäßen und Gefäßabschnitten in unterschiedlichen Organen. Die Vasoresektion ist eine übliche Operation, welche den Bereich des Ductus defens beinhaltet, wenn eine Sterilisation vorgenommen werden soll.
Umfang einer Vasektomie
Eine Vasektomie beinhaltet das gezielte Entfernen verschiedener Blutgefäße und Teile von Gefäßen aus einem Organ. Wenn die Vasektomie für die Sterilisierung des Mannes indiziert ist, dann erfolgt die operative Auftrennung der Samenleiter, welche sich im Hodensack befinden.
Unterschiede zur Kastration
Im Resultat dieses operativen Verfahrens ist es so, dass die Produktion der Hormone in den Hoden nicht unterbunden wird. Dies ist jedoch im Gegensatz dazu bei der Kastration der Fall. Außerdem ist es für den Mann weiterhin möglich, geschlechtlich zu verkehren, es erfolgt jedoch keine Fortpflanzung mehr. Durch die Vasektomie besteht keine Gefahr, dass eine Erektion des Penis verloren geht. Außerdem werden weiterhin Samenzellen hergestellt, welche jedoch innerhalb des Organismus abgebaut werden, da sie nicht mehr abgegeben werden können. Wenn das Ejakulat untersucht wird, so sind nach einer Vasektomie keine Spermien zu finden. Vom äußeren Aussehen lässt sich kein Unterschied zu normalem vollwertigem Ejakulat erkennen.
Die Farbbeschaffenheit, der Geruch, die Konsistenz und das Aussehen sind unverändert.
Ausführung der Vasektomie
Nach ausführlichen Vorgesprächen, welche den Verlauf des chirurgischen Eingriffs, die Risiken und die Nachwirkungen betreffen, erfolgt die Operation vorwiegend in einer ambulanten Umsetzung. In Vorbereitung des Eingriffs erfolgt eine lokale Anästhesie, um eine zuverlässige und vollkommene Schmerzfreiheit während des Verfahrens zu gewährleisten. Zwei minimale Schnitte werden am Hodensack angesetzt, um den Samenleiter zu erreichen. Dieser wird für etwa ein bis drei cm sichtbar gemacht. Danach wird dieser Abschnitt heraus geschnitten und in einem speziellen Verfahren einer sogenannten Verödung, einem zunächst endgültigen Verschluss unterzogen.
Nachsorge
Neben einer ärztlichen Kontrolle, welche auch als postoperative Nachsorge bezeichnet wird, folgen mehrere Samenproben. Das bedeutet, dass Ejakulat auf das Vorhandensein von Spermien labortechnisch untersucht wird. Wenn keine Samen mehr vorhanden sind, dann hat die Operation einen gewünschten, jedoch immer reversiblen Effekt.
Es besteht bei einer Vasektomie die Möglichkeit der sogenannten Refertilisierung. Das bedeutet, dass durch einen chirurgischen die Samenleiter untereinander wieder verbunden werden können. Die Fortpflanzungsrate ist in diesem Zusammenhang wieder bei etwa 80 Prozent aller einer Vasektomie und Refertilisierung unterzogenen Männer gegeben.
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