Die Bezeichnung Androgen-Mangel wird auch verwendet für Androgen-Insuffizienz, einen zu geringes Angebot an Geschlechts- und Sexualhormonen, welches ausschließlich männliche Patienten betrifft.

Die Ursache für einen Androgen-Mangel liegt in einer verminderten natürlichen Bereitstellung von männlichen Hormonen durch den Körper selbst, welche für die Sexualität und die Geschlechtlichkeit des Mannes verantwortlich sind. Das bekannteste und bedeutendste Hormon ist in diesem Bezug das Testosteron.

Auswirkungen des Androgen-Mangels

Die Männer, welche unter einem Androgen-Mangel leiden, welcher gehäuft ab dem 60. Lebensjahr auftritt, klagen vorrangig über unspezifische Symptome wie Müdigkeit, allgemeine Abgeschlagenheit, der Ausfall der Haare, eine Zunahme des Fettgewebsanteils, eine Veränderung des Körperbaus auch in Hinsicht auf die Knochen und ein Rückgang von muskulösem Gewebe. Eher typischere Anzeichen für einen Androgen-Mangel sind Störungen der sexuellen Erlebnisfähigkeit, der Lust und das Unvermögen, sexuell aktiv zu sein.

Sicherlich hängt auch die eintretende Fortpflanzungsunfähigkeit mit einer unzureichenden Testosteron-Ausschüttung zusammen. Im Rahmen der seelischen Beeinträchtigungen werden vorrangig Ängste und depressive Verstimmungen genannt.

Diagnostik des Androgen-Mangels

Ein Androgen-Mangel ist keine lebensbedrohliche Erkrankung, sie kann jedoch zu einer drastischen Verschlechterung der Lebensqualität führen. Ein Facharzt für Endokrinologie, Urologie oder ein sogenannter Androloge sind in der Lage mit entsprechenden medizinischen und technischen Hilfsmitteln und einer ausführlichen Patientenbefragung einen Androgen-Mangel festzustellen.

Mittels labortechnischer Testung des Hormonstatus im Blut lassen sich Rückschlüsse auf die Testosteron-Ausschüttung ziehen. Diese schwankt physiologisch innerhalb von 24 Stunden, was der Grund dafür ist, dass nur zu unterschiedlichen und zeitlichen Festlegungen die Entnahme von Blut realistische Resultate liefert.

Behandlung von Androgen-Mangel

Die Therapie, welche einen Mangel an männlichen Hormonen ausgleicht, ersetzt, wird auch als Substitutionsverfahren bezeichnet. Innerhalb dieser Zufuhr des Testosterons von außen stehen mehrere Varianten zur Verfügung.
Besonders effizient und wirksam ist die Applikation des Testosterons durch eine Injektion. Verabreicht werden Medikamente, welche als Testosteron-Ester bezeichnet werden in regelmäßigen Abständen von etwa zehn Tagen bis vier Wochen.

Testoteron-Ersatzmittel

Für Patienten, welche eine Injektion scheuen, stehen Testosteron Ersatzmittel bereit, welche auf einer oralen Aufnahme basieren. Sie werden von der pharmazeutischen Industrie in Form von Kapseln oder Sprays angeboten.

Für die Aufnahme des Hormons kann außerdem Testosteron als Cremes oder Lotionen aufgetragen werden. Diese Verabreichungsform wird auch als perkutan bezeichnet. Dieselbe Möglichkeit bietet auch Testosteron, welches auf Pflastern aufgetragen wird. Das Pflaster wird gezielt auf die enthaarte Haut des Hodensacks aufgeklebt.

Androgen-Mangel mit natürlichen Mitteln bekämpfen

Zunächst ist es wichtig, dass eine sogenannte Selbstmedikation nicht angeraten werden kann. Neben synthetisch hergestellten Medikamenten können jedoch natürliche Wirkstoffe ebenfalls hilfreich sein. Sie eignen sich jedoch nur zur Unterstützung der Schulmedizin.

Günstig ist in diesem Bezug die Verwendung von Gewürzpflanzen wie Kardamon, Koriander, Rosmarin und de aus der traditionellen chinesischen Heilkunde bekannten Ylang-Ylang Öle.

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1 Kommentar

  1. gentleys » Blog Archive » Alles was Sie über Vasectomy wissen müssen kommentierte,

    [...] Androgenmangel erkennen und behandeln [...]

    Geschrieben am 14. Juni 2010 at 14:38

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