Angststörungen bei Erwachsenen sind keine Seltenheit. Die Situationen, die Angst einflößend sind, können dabei unterschiedlicher Natur sein. Der eine hat Angst davor, ein Flugzeug zu besteigen und der andere gerät beim Anblick einer Spinne in Panik. Manche Menschen können geschlossene Räume oder Menschenansammlungen nicht ertragen und reagieren mit Herzrasen und Panikattacken.

Ursachen

Angst kann aus unterschiedlichen Gründen entstehen. Bei den meisten besteht die Angst nicht von Geburt an. Sie entstehen durch eigene schlechte Erfahrungen, die in einer bestimmten Situation einmal gemacht wurden. Kommt auf die Betroffenen eine ähnliche Situation zu, reagieren sie mit Angst und Panik und versuchen künftig, diese Situationen zu meiden.

Wer zum Beispiel mit dem Auto einen Unfall hatte und sich nicht kurze Zeit später wieder hinter das Steuer setzt, wird sein Leben lang eine solche Angst vor dem Autofahren entwickeln, dass dies nicht mehr möglich ist. Eine andere Form der erlernten Angst ist das Vorleben der Angst durch eine andere Person, die meistens eine enge Bezugsperson ist. Das gilt zum Beispiel bei der Angst vor dem Zahnarzt. Eltern, die selbst nicht gern zum Zahnarzt gehen, übertragen diese Angst unbewusst auf ihre Kinder.

Psychologische und physiologische Gründe

Eine andere Erklärung für Angst ist ein zu empfindliches Nervensystem, das bei manchen Betroffenen zu finden ist. Ob dieses autonome Nervensystem, welches direkten Einfluss auf Herzfrequenz und Atemrhythmus hat, genetischen Faktoren unterliegt, also vererbbar ist, wurde bisher nicht ganz geklärt. Tatsache ist jedoch, dass ein autonomes Nervensystem auf bestimmte Situationen viel früher mit Angstmerkmalen reagiert.

Aus psychologischer Sicht kann eine Angststörung auch dadurch entstehen, dass jemand bestimmte Dinge nicht tut, obwohl er diese gern tun würde. Was ihn davon abhält, ist eine gefürchtete Negativbeurteilung durch die Umgebung oder aber mangelndes Zutrauen des Umfelds, dass diese Aufgabe tatsächlich zu bewältigen ist. Wer als Kind immer zu hören bekommt „Das kannst du (noch) nicht.“, wird sich auch im späteren Leben nichts zutrauen. Gewisse Situationen sind dann immer mit der Angst behaftet.

Umgang mit Angststörungen

Das Leben mit einer solchen Angst gestaltet sich sehr schwierig, weil ein normaler Alltag gar nicht mehr gegeben ist. Das Schlimmste ist die Angst vor der Angst, die viele Betroffene zunehmend entwickeln. Allein aus diesem Desaster zu finden, ist schier unmöglich, es muss schon professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden.

Tipps:

Der Buch-Tipp: Ängste verstehen und überwinden

Foto: © M.E. – www.pixelio.de

Kommentar schreiben:


© 2013 Media Innovation GmbH