Vor 90 Jahren wurde in den Vereinigen Staaten die Prohibition von Alkohol erlassen. Welch ein Glück, dass diese Zeiten in 1933 wieder vorbei waren und das für Genießer bekannte Getränk Whisky heute ohne Verbot getrunken werden darf.

Was macht Whisky besonders?

Bereits im 5. Jahrhundert wurde von christlichen Mönchen das „aqua vitae“ in Schottland und Irland destilliert. Hier findet der Whisky auch seinen Ursprung.- Whisky wurde das erste Mal im 1736 erwähnt. Das „Wasser des Lebens“ beinhaltete nicht nur Whisky, sonder auch andere Destillate.

Der „ursprüngliche“ Whisky besteht aus nur drei Zutaten: Gerste, Hefe und Wasser. Ein gutes Wasser ist dabei besonders wichtig. Die schottischen Gebirgsbäche sind dafür scheinbar besonders geeignet. Die Herstellung eines Single Malt beträgt mit dem Pott Still Verfahren nicht mehr als zwei Wochen.

Auch die Siedler Amerikas versuchten Whisky zu brennen. Da die Gerste auf amerikanischen Boden nicht so gut wuchs, stellte man Whisky aus Weizen und Roggen her. Auch das nötige Torf für das Feuer war nicht zu finden, was den gewonnen Whisky weniger geschmackvoll machte. Dafür versuchte man durch das auskohlen der Fässer diesen Geschmack zu erlangen. Die ältesten Brennereien in USA findet man in Maryland, Virginia und Pennsylvania.

Die verschiedenen Bezeichnungen des Whiskys beziehen sich auf Getreideart und dem Herstellungsverfahren.

Getreidearten

  • Malt: Whisky besteht aus Malz (gemälzter Gerste)
  • Grain: Whisky, der aus Mais, Weizen, ungemälzter Gerste oder Roggen besteht.
  • Rye: Whisky, der zu mind. 51% aus Roggen besteht.
  • Bourbon: Whisky, der zu 51 aus Mais besteht und mit max. 80 Volumenprozent Alkohol gebrannt ist und mit max. 63 % im Fass abgefüllt wird.

Herstellungsprozess

  • Single & Streight: Whiskys aus einer Brennerei entstammen
  • Blend: Verschnitt aus mehreren Whiskysorten unterschiedlicher Brennereien.
  • Pure Pot Still: Whisky, der aus klassischen Brennblasen hergestellt wird.

Weitere Bezeichnungen

  • Cask strength: Fassstärke und kein Zusatz von weiteren Wasser nach der Lagerung.
  • Vintage: Jahrgang
  • Single cask/Single barrel: Whisky stammt aus einem einzelnen Fass
  • Malt Whisky: wird zu 100% aus gemälzter Gerste hergestellt, aber aus Fässern unterschiedlicher Destillerien.
  • Single Malt: Whisky aus 100% Gerste aus von nur einer Destillerie.
  • Blended Whisky: Verschnit aus Grain und Malt Whisky
  • Finish: Information über die Herkunft der Fässer
  • Scotch, Irish und American: Herstellungsland des Whiskys

Wie trinkt man Whisky richtig?

5 Tipps von Ethan Kelly, Whisky Sommelier (youtube)

1. Älter bedeutet nicht unbedingt besser.
Viele Whiskys erreichen ihren Höhepunkt zwischen 15 und 21 Jahren

2. Die teuersten Whiskys sind nicht die Besten.
Es gibt sehr gute Whiskys, die 20 – 30 Euro kosten

3. Man darf Whisky mit Wasser mischen.
Wasser (kein kalte Wasser!) öffnet den Whisky und setzt die Aromen frei.

4. Kein Crushed Ice zum Whisky, 2 -3 Würfel ist o.k.
Den ein oder anderen Whisky kann man auch mit Eis trinken. (Bourbon,
Canadian oder Blended Whiskies)

5. Experimentiere und probier verschiedene Whisky Sorten.
Nur so entwickelt man sich auch weiter

Das Whisky-Glas

  • Tumbler

Typischerweise trinkt man Whisyk im Tumbler (engl. Becher). Es hat eine klassische Zylinderform mit geraden eventuell nach oben verjüngenden Seitenwänden. Der dicke Boden und relativ dicke Seitenwände sind typisch für den Tumbler. Das Eis im Glas schmilzt nicht so schnell und der Whisky verwässert nicht.

  • Nosing Glas

Durch seine Tulpenform erinnert es eher an ein Sherry-Glas. Es kommt mit oder ohne Stil und wird meist bei Verkostungen angeboten, damit der Whisky „erschnüffelt“ (nosing) wird. Die verjüngten Seiten ermöglichen, dass der Duft nach oben stark konzentriert wird. Der Grund warum das Glas am Rand wieder nach außen geht, liegt darin, dass der Whisky breiter auf die Zunge fließt und so mehr Geschmack wahrgenommen werden kann. Dieses Glas eignet sich für Single Malts.

Wir wünschen Ihnen ein paar geruhsame Stunden mit einem schönen Glas Whisky und guten Gesprächen.

Anke Quittschau & Christina Tabernig

Artikelfoto © Ariy – Fotolia.com

1 Kommentar

  1. gentleys » Blog Archive » Schöne dunkle Jahreszeit kommentierte,

    [...] Spaß mit Freunden und Verwandten und den gemütlichen Austausch bei einem guten Glas Rotwein oder Whisky. Oftmals wird das Brettspiel zur reinen Nebensache, wenn man sich über alte Zeiten unterhält und [...]

    Geschrieben am 7. Dezember 2012 at 12:56

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