AuslandsgeldIn den meisten Ländern können Sie problemlos ein Konto eröffnen. Dies gilt auch für Steueroasen. Auch der deutsche Fiskus hat nichts dagegen. Sie dürfen aber nicht vergessen, Zinserträge und sonstige Einkünfte Ihrem Finanzamt bekannt zu geben. Wenn nicht, begehen Sie Steuerhinterziehung. Solange das Bundesministerium für Finanzen nichts vom Konto in einer Steueroase weiß, ist alles in Ordnung. Aber wehe, es erfährt davon. Und das kann durchaus passieren. In einigen Staaten gibt es Kontrollmitteilungen an das Ministerium. Folgende Länder versenden keine Kontrollmitteilungen nach Deutschland: Andorra, Belgien, Dänemark, Jersey, Guernsey, Lichtenstein, Luxemburg, Monaco, Niederlande, Österreich und Schweiz.

Steuern sind nicht der einzige Grund für ein Konto im Ausland

Im Rheinland werben beispielsweise belgische Banken regelmäßig in Tageszeitungen mit ihren kundenfreundlichen Öffnungszeiten am Wochenende und mit Diskretion. Doch nicht nur wer die Steuer scheut, liebäugelt mit einem Konto im Ausland. Es gibt noch viele andere gute Gründe: Das kann die Ferienwohnung in Spanien sein, ein längerer beruflicher Aufenthalt oder Ihr Schatz oder die Erbtante wohnen dort. Nicht selten zwingen die Behörden sogar Banken ohne begründeten Verdacht, Kontobewegungen ihrer Kunden offen zu legen. Zum Glück wird nicht alles so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Die Handhabung von Auslandskonten ist nicht komplizierter als bei ortsansässigen Banken. Wird für Überweisungen zum oder vom Konto das internationale Zahlungssystem SWIFT verwendet, entsteht eine Laufzeit von 1 bis 3 Tagen. Die Konten können also mit normalen Inlandszahlungen durchaus mithalten. Über Internet und Telefon haben Sie zudem jederzeit Zugriff auf alle Kontoinformationen und können Transaktionen wie gewohnt vornehmen.

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