Artikel der ‘Knigge’ Rubrik

Der Abend mit Freunden oder Geschäftspartnern war ein voller Erfolg? Kein Wunder, dass es so manchem Teilnehmer schwer fällt, den Abend zu ziviler Zeit zu beenden. Doch wie verhält sich ein ermüdeter Gastgeber, dessen liebe Gäste partout noch bleiben  wollen?

Mit den folgenden Maßnahmen lassen sich auch Zeitgenossen mit viel Sitzfleisch elegant zum baldigen Aufbrechen bewegen:

1. Einen zweiten Espresso anbieten.

Diese eleganteste Art und Weise, einen Gast zum Gehen aufzufordern, wird in der gehobenen Gesellschaft praktiziert. Denn  üblicherweise gibt es immer nur einen einzigen Mokka/Espresso. Das Problem dabei: Kaum jemand versteht den zarten Wink.

2. „Es war schön, dass Sie sich heute die Zeit genommen haben,
hier zu sein.“

Ein höfliches Kompliment mit der Betonung auf der Vergangenheit. Wer stattdessen die Gegenwart akzentuiert – etwa mit „Ist das schön, dass Ihr alle da seid“ – muss mit einer weiteren Verlängerung des Abends rechen.

3. „Es war ja schön, dass es heute mit dem Treffen geklappt hat.“

Auch hier bitte in der Vergangenheit sprechen. Vielleicht hilft es auch, über einen nächsten Termin nachzudenken? Haben erst  einmal alle ihre Kalender gezückt, ertasten die Gäste eventuell auch ihren Auto- und Haustürschlüssel.

4. „Es war richtig gemütlich mit Euch heute.“

Etwas familiärere Variation von Punkt 2 und 3. Auch hier gilt Vorsicht vor Aussagen, die den Ist-Zustand loben: „Es ist so gemütlich mit Euch!“ bedeutet: „Bleibt doch noch!“

5. „Hast Du heute noch etwas vor? Ich möchte Dich nicht länger aufhalten.“

Schon etwas deutlicher in der Aussage. Ein freundliches Lächeln nimmt dem Satz seine gewisse Schärfe. Wer seinem Gast mit diesen Worten nämlich allzu ernst und auffordernd in die Augen schaut, sieht ihn womöglich gar nicht mehr wieder.

Text: Anke Quittschau und Christina Tabernig

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Wer sich beim Business-Dinner nicht den Kopf über die richtigen Tischsitten zerbrechen muss, kann sich viel besser auf den  eigentlichen Inhalt des Geschäftstermins konzentrieren.

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GeschäftsbriefKundenorientierte Korrespondenz sollte kurz, konkret und positiv sein. Die Praxis zeigt aber: Es fällt vielen Menschen schwer, beim Schreiben den richtigen Ton zu treffen. Dabei sollte sich jeder bewusst machen, dass schlecht geschriebene Briefe oder E-Mails am Ende sein Image als Profi schädigen können. Ob Projektbewerbung, Informationsbrief, Mahnung oder Akquisitionsanschreiben – jeder kleinste Fehler kann teuer werden. Die Korrespondenz doch einfach mal von einer unabhängigen Person prüfen lassen, kann sich lohnen – ebenso wie das Beherzigen von ein paar Tipps.

Neun Punkte für den Geschäftsbrief

In der Praxis schreibt man meist eine E-Mail, hin und wieder kommt man aber um die Printversion der Geschäftskorrespondenz nicht herum, z. B. bei Rechnungen oder Mahnungen. Generell sollte man geschäftliche Korrespondenz auf folgende Punkte checken:

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GeschäftsessenDamit Ihr Geschäftsessen ein voller Erfolg wird, haben wir einige Tipps für Sie zusammengestellt:

1. Überlegen Sie, welche Zielsetzung sich aus Ihrer Restaurantwahl ablesen lässt. Teures Sternerestaurant kann bedeuten, dass sich die Wahl in Ihren Preisen niederschlägt.

2. Prüfen Sie (eventuell über die Sekretärin), in welchem Umfeld Ihr Gast sich wohlfühlt. Lassen Sie sich auch über die Lieblingsspeisen informieren. Ist Ihr Kunde eventuell Vegetarier oder Diabetiker?

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Die Form

Im Gegensatz zum Privatleben, wo man Einladungen häufig von Hand schreibt oder telefonisch ausspricht,Veranstaltungen werden geschäftliche Einladungsschreiben meist gedruckt oder als persönlicher Einladungsbrief mittels PC gestaltet. Die Entscheidung, welche Form gewählt wird, hängt als erstes von der Art der Veranstaltung ab. Je offizieller eine Feier ist, umso eher wird einer gedruckten Einladungskarte der Vorzug gegeben. Für Geschäftsjubiläen oder Festakte beispielsweise wählt man fast immer die gedruckte Form. Selbstverständlich hängt diese Entscheidung auch von der Art der Firma ab. Zur Eröffnung eines Computerladens zum Beispiel ist der auf dem PC erstellte persönliche Einladungsbrief im Sinne der Corporate Identity bestimmt nicht falsch. Eine Druckerei hingegen wird mit einer außergewöhnlich gestalteten gedruckten Einladung zum Firmenjubiläum gleichzeitig die eigenen qualitativen Möglichkeiten beweisen wollen.

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1. Blickkontakt während des Gesprächs

Verbale Kommunikation

In unserem Kulturkreis ist der Blickkontakt während eines Gespräches ungeheuer wichtig. Wer einem Gesprächspartner in die Augen schauen kann, gilt als offen, selbstsicher und ehrlich. Das permanente Vorbeischauen am anderen erweckt hingegen ein Gefühl von Unsicherheit und Desinteresse. Wird der Blick anstatt auf die Augen und das dazugehörige Gesichtsdreieck auf den Mund gelenkt und verweilt er dort gar, dann fühlt sich der so Angeschaute zumindest irritiert, wenn er nicht sogar verärgert ist.

Auch ein zu lange gehaltener Blickkontakt kann abwehrende Gefühle erwecken, wobei die nach ungeschriebenen Gesetzen tolerierte Zeitdauer von Situation zu Situation unterschiedlich ist. Auf der Straße beispielsweise erwarten wir von fremden Menschen, dass sie schnellstens wieder wegschauen. Blickt uns dort jemand länger an, erweckt das in uns sofort die Frage: Kennt die oder der mich? oder Muss ich die oder den kennen? Ein zu lange gehaltener Blickkontakt kann dort sogar bedrohlich wirken. In vielen Situationen erwarten wir auch, dass überhaupt kein Blickkontakt hergestellt wird. Dies ist besonders in engen Räumen der Fall, die wir mit Fremden teilen müssen. Ein anschauliches Beispiel dafür ist ein Fahrstuhl. Wir bemühen uns, unsere Augen auf Dinge wie die Stockwerkanzeige oder das unvermeidliche Schild “Aufzug im Brandfall nicht benutzen” zu lenken, obwohl es absolut langweilig ist, darauf zu schauen. Treffen sich wider Erwarten doch zwei Augenpaare, sehen wir so schnell wie möglich weg und versuchen zusätzlich oft durch ein flüchtiges Lächeln anzudeuten: Entschuldigung, ich will gar nichts von lhnen. Das war nur ein Versehen. weiterlesen »

Sie ist im Beruf genauso wichtig wie privat. Jemanden warten zu lassen, vermittelt in vielen Ländern das Gefühl von Missachtung. Außerdem kommt im geschäftlichen Ablauf noch hinzu, dass ganze Tagespläne durcheinandergeraten können, wenn nur ein einziger der nacheinander geplanten Termine unpünktlich beendet wird. Dies bedeutet, dass auch höfliche Kunden pünktlich sind und nicht nur Geschäftspartner, die beispielsweise das Ziel vor Augen haben, etwas zu verkaufen.

busy businessmanAuch bei bester Planung und stetem Bemühen um Pünktlichkeit ist es nicht immer zu vermeiden, dass es zu Verschiebungen kommt. Das Mindeste ist dann eine Entschuldigung, besser noch eine Information vorab. Sobald abzusehen ist, dass eine Verabredung nicht mehr zeitgerecht eingehalten werden kann, sollte der Gesprächspartner benachrichtigt werden. Freundlicherweise bietet der sich Verspätende von sich aus an, einen neuen Termin zu vereinbaren, falls die zeitliche Verschiebung den Terminplan des anderen zu sehr durcheinander bringt. Bei unvorhersehbaren Schwierigkeiten wird der Empfangende selbstverständlich versuchen, trotz Verzögerung den Termin noch irgendwie dazwischen zuschieben. Hat sich beispielsweise eine Besucherin aus einer anderen Stadt wegen schlechter, winterlicher Straßenverhältnisse entschlossen, den Zug zu nehmen, um trotzdem mit Sicherheit pünktlich zu sein, und hat genau dieser nun eine beträchtliche Verspätung, kann das wirklich nicht mehr auf das Konto Nachlässigkeit gebucht werden.

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Wie eingangs schon erwähnt, gibt es seitens des Kunden eine gewisse Erwartungshaltung in Bezug auf die Kleidung bestimmter Berufsgruppen. Dementsprechend herrschen in vielen Betrieben ungeschriebene “Kleidergesetze“, die zu übertreten für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht sonderlich klug ist.businessman suit & tie

Zum Glück bietet die Vielfalt der heutigen Mode trotzdem die Chance, dass sich jeder individuell dem persönlichen Typ entsprechend kleiden kann, ohne den gewünschten Rahmen zu sprengen. Dieser ist natürlich sehr unterschiedlich. Während der Besitzer einer Modeboutique für junge Leute vielleicht wünscht, dass seine Verkäuferinnen und Verkäufer so supermodisch wie eben möglich bis hin zu “flippig” gekleidet erscheinen, um dem Geschäftsimage zu entsprechen, würde das gleiche Outfit, getragen von der Sekretärin des Generaldirektors eines Großkonzerns, diesen voraussichtlich entsetzen und auf viele Kunden nicht minder schockierend wirken.

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