© pixabay.com

Einen neuen Camcorder zu kaufen ist nicht einfach, denn es hat sich einiges bei diesen Geräten verändert. Das wichtigste Kriterium ist sicher, dass der Camcorder eine HD-Auflösung bietet. Damit diese Auflösung auch voll zum Tragen kommt, sollte man sich einige Gedanken über das Gerät machen und bestimmte Kaufkriterien festlegen.

Was sollte der Camcorder bieten können?

Der Bildchip ist ein wichtiges Kaufkriterium. Je größer der bei einem Camcorder ist, umso mehr Licht kann erfasst werden. Dasselbe gilt auch für den Bildsensor. Mehr Helligkeit bedeutet, das sich die Qualität der Bilder verbessert und Details schärfer wiedergegeben werden. Die Größenangaben werden hier in Zoll ausgedrückt. Ein 1/8″ Chip ist eher klein. Wer eine gute Bildqualität unbedingt voraussetzt, der sollte wenigstens 1/3″ nehmen, am besten allerdings wäre bei Chip und Sensor 1/4″. Das schlägt sich natürlich auch im Preis des Camcorders nieder.

Ein zweiter wichtiger Punkt ist der Bildstabilisator. Besonders beim Camcorder benötigt man eine ruhige Hand um Aufnahmen zu machen, die nicht verwackelt sind. Der Stabilisator bietet dabei eine ausgezeichnete Unterstützung. Gute Geräte haben heute alle einen Bildstabilisator. Voraussetzen darf man dies allerdings nicht und sollte sich vor dem Kauf daher unbedingt genau erkundigen. Nur wer ständig mit einem Stativ arbeitet, kann auf so einen Stabilisator verzichten.

Punkt drei ist die Brennweite. Sie bestimmt, wie flexibel der Camcorder eingesetzt werden kann, und wird als Intervall angegeben. Der erste Wert ist für Weitwinkelaufnahmen und sollte so niedrig wie möglich sein. Aufnahmen in Innenräumen werden damit perfekt. Liegt der Wert unter 30 mm, ist er ideal. Der zweite Wert entscheidet darüber, wie dicht man an das Filmobjekt zoomen kann. Einsteiger Camcorder sind hier meist nicht besonders gut ausgestattet. Der große Zoomfaktor geht hier meist zulasten der Qualität der Bilder.

Damit man die Aufnahme noch nachträglich gut bearbeiten kann, sollte man auf verschiedene Anschlüsse Wert legen. So bleibt man flexibel und muss bei der Bild- und Tonbearbeitung keine Kompromisse eingehen. Die günstigen Geräte lassen meist bei der Tonqualität zu wünschen übrig. Normale Aufnahmen von Stimmen sind kein Problem. Musik- oder Naturgeräusche allerdings müssen dann mit einem separaten Mikrofon aufgenommen werden. Wir trennt sich die Spreu vom Weizen, denn nur wenige Camcorder bieten überhaupt einen Anschluss für ein Mikrofon.

Wer auf diesen Anschluss verzichtet um Kosten zu sparen, der sollte zumindest einen USB-Anschluss wählen. Damit ist man in der Lage, Tonaufnahmen später digital zu überarbeiten. Zur Übertragung der eigenen Clips auf das Fernsehgerät benötigt man einen HDMI-Ausgang. Bei guten Camcordern gehört dieser heute zum Standard. Alles, was man jetzt noch zusätzlich am Camcorder findet, kann als Extras bezeichnet werden. So kann eine Foto-Funktion sehr hilfreich sein. Auch eine WLAN-Schnittstelle wird in ein paar Jahren schon Standard bei dem Camcorder sein. Heute ist es noch ein sehr hilfreiches Extra, wenn man Filme im sozialen Netzwerk oder bei YouTube hochladen möchte.

Auch kaufentscheidend ist meist der Preis. Bei Geräten unter 200 Euro darf man nicht zu viel erwarten. Die Tests der Verbrauchermagazine zeigen, dass gute Geräte bei 300 Euro liegen. Nach oben hin ist die Skala offen und bietet natürlich auch für den Profi Spitzengeräte für mehr als 1000 Euro. Entscheidend sind letztendlich die Vorstellungen, für welche Zwecke der Camcorder gekauft werden soll.

Kommentar schreiben:


© 2013 Media Innovation GmbH