Bei Inkassobüros handelt es sich um Unternehmen, welche im Auftrag  größerer Firmen säumige Schuldner zur Zahlung bewegen sollen. Sie stellen  ein indirektes Druckmittel eines Gläubigers dar, welches meist als letzte Instanz vor der Beauftragung eines Rechtsanwalts eingesetzt wird. Leider sind nicht alle Inkasso-Büros seriös. Meist kommt es zu schwerwiegenden Problemen. Erfahren Sie hier alles über den richtigen Umgang mit Inkassobüros.

Was ist ein Inkasso-Büro?

Inkassobüros sind Unternehmen, welche hauptsächlich durch deren Geschäftszweck und durch eine meist negative mediale Darstellung über einen eher zweifelhaften Ruf verfügen. Jedoch stellen diese für viele Unternehmen die letzte Möglichkeit dar, säumige Schuldner zu einer Zahlung zu bewegen, bevor rechtliche Schritte eingeleitet werden.
Fernab von der im TV oft dargestellten Realität, es handle sich bei Inkassobüros um Firmen, welche dunkel gekleidete, breit gebaute Geldeintreiber beschäftigen, agieren die meisten Vertreter dieser Branche hauptsächlich auf schriftlichem Wege. Rechtlich gesehen ist es auch Inkassobüros nicht erlaubt säumigen Schuldnern zu drohen oder deren Persönlichkeitsrechte zu verletzen. Als Hintergrund des Einsatzes eines Inkassobüros steht immer ein Schuldverhältnis, oder eine finanzielle Verbindlichkeit, welcher nicht wie vertraglich vorgesehen nachgekommen wurde.

Kundschaft der Inkassobüros

Kunden von Inkassobüros sind häufig größere Konzerne oder Unternehmen, welche nominell hohe Schuldenbeträge eintreiben wollen. Jedoch gibt es auch zunehmend Inkassobüros, welche sich speziell auf kleinere Firmen und deren offene Forderungen spezialisieren. In diesem Zusammenhang wird häufig kein herkömmliches Leistungsfixum durch das Inkassounternehmen erhoben, sondern eine Provision. Diese wird als Bestandteil der Mahnschreiben auf die eigentliche Rechnungssumme aufgeschlagen. Der säumige Schuldner erhält also eine Zahlungsaufforderung in entsprechendem rechtlich fundiertem Tonfall, welche häufig auch von einem Rechtsanwalt ausgestellt wird.
Dieser soll unter in Aussichtstellung eventuell folgenden rechtlichen Konsequenzen zu einem schnellen Begleichen der Schulden auffordern. Die dabei durch das Inkassobüro erhobenen Gebühren werden auf den ursprünglichen Rechnungsbetrag aufgerechnet. Der Schuldner muss nun binnen kürzester Zeit de geforderten Gesamtbetrag auf das Konto des jeweiligen Inkassobüros überweisen. Das Inkassounternehmen behält sich die entsprechende Aufstockung der Rechnungssumme ein und transferiert den restlichen Betrag auf die Kontoverbindung des Auftraggebers.

Ihre Rechte gegenüber einem Inkassobüro

Beim direkten Umgang mit Inkassobüros ist darauf Acht zu geben, immer einen kühlen Kopf zu bewahren. Als Schuldner darf man in einer solchen Situation nicht die Nerven verlieren. Auch dann, wenn ein sehr deutliches Schreiben eines Inkassobüros im eigenen Briefkasten auftaucht. Vom rechtlichen Standpunkt aus, ist jegliche Art von Androhung einer Straftat, Nötigung oder Erpressung rechtswidrig. Dementsprechend hat auch das eigentlich als Mahnungserweiterung aufzufassende Schreiben keine tiefer gehende Bedeutung. Jedoch zeigt die Einschaltung einer Inkassogesellschaft durch ein Unternehmen, dass die Lage ernst wird und die Schulden so schnell wie möglich beglichen werden sollten. In den meisten Fällen bleiben in nächster Instanz nach den Inkassobüros nur noch das Gerichtsverfahren und der zugehörige Rechtsanwalt.

Was Inkassobüro-Mitarbeiter nicht dürfen

Direkt vor der eigenen Tür werden höchst selten Mitarbeiter eines Inkassounternehmens angetroffen. Sollte dies doch einmal der Fall sein, kann jenen Personen der Zutritt zum einen Grundstück oder Wohnbereich selbstverständlich verweigert werden. Tritt eine Person gegen den Willen des Eigentümers oder Besitzers auf ein Grundstück oder in eine Wohnung ein, so erfüllt sich hiermit der Straftatbestand des Landfriedensbruchs.

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