Es ist ein strahlender Tag, sie laufen die Straße entlang. Sie kommen gerade vom Friseur, Ihre Schuhe – ein italienisches Fabrikat – frisch gecremt, perfekt, in Ihrem passgenauen Designer-Hemd strahlen Sie Selbstvertrauen aus, der animalische Fünf-Tage-Bart ist millimetergenau gestutzt, Ihre Sonnenbrille setzen Sie lässig ab, um die vorbeigehenden Frauen besser auschecken zu können. Und entdecken auch prompt eine Dame, die ihren Blick lächelnd an Ihnen hinabgleiten lässt. Jackpot. Doch dann verzieht sie auf einmal ihr Gesicht. Und schaut weg. Sie sehen an sich hinunter und können nichts entdecken, was diese Reaktion provoziert hätte.

Die Frauen schon – nämlich Ihre viel zu locker sitzende Drei-Viertel-Hose. Zum Beispiel. Es hätte auch schlimmer kommen können: Wenn Sie eine kurze Baggy-Pants getragen hätten. Denn so klischeehaft das oben beschriebene Szenario auch ist, so oft trifft es zu: Kurze Männerhosen sind, wenn sie den falschen Schnitt haben und nicht zur Figur passen, aus Frauensicht zu Recht ein Abtörner. Doch keine Angst, mit Ihrer Vorliebe (oder besser, Ihren modischen Fehlgriffen) sind Sie nicht allein. Auch renommierte Modedesigner machen mal Fehler. „Wir sehen völlig wilde Kreationen wie Drei-Viertel-Shorts von Designern wie Marc Jacobs, die man nicht abtun kann“, sagt GQ-Mode-Experte Jan Kirsten Biener, „denn eigentlich ist die die Drei-Viertel-Shorts der Super-GAU der Männermode.“

Bei hohen Sommertemperaturen kommen auch die standhaftesten Jeansträger nicht um die kurze Hose herum. Am wichtigsten bei der Wahl der Shorts ist die Selbsteinschätzung der Figur. Bevor Sie sich in einen Shopping-Rausch stürzen, sollten Sie diese Fragen im Vorhinein klären:

  • Welchen Body-Mass-Index besitzen Sie?
  • Wie groß sind Sie, und wie ist dabei das Verhältnis vom Oberkörper zu den Beinen?
  • Sind Sie von Natur aus eher schmächtig gebaut oder muskulös?
  • Haben Sie dünne oder dicke Waden?
  • Welchen Umfang hat Ihre Hüftgegend?
  • Haben Sie einen Schnitt, den Sie favorisieren? Schauen Sie sich auf Internetportalen um. Im speziellen Blog für kurze Hosen von Esprit, beispielsweise, können Sie sich umfassend informieren

Halten Sie sich an den anhaltenden Trend: Mit einer kurzen Chino-Hose machen Sie nichts falsch. Achten Sie unbedingt darauf, dass die Shorts oberhalb des Knies enden. Wie wir bereits erwähnten, sind über die Knie gehende Drei-Viertel- oder gar Sieben-Achtel-Hosen im Schlabber-Look ein absolutes No-Go. Da Chinos zurzeit modisch-schmal geschnitten sind, sollten Sie diese Shorts-Art lieber meiden. Greifen Sie besser zu lockereren Bermudas und achten Sie dabei auf einen höheren Bund. Dadurch sitzt die Hose auch bequemer,

Ein lästiges Thema blieben die weißen Waden. Bei starker Behaarung wirken sie besonders unattraktiv. Mit der richtigen Shorts-Farbe können Sie das Beste aus der Blässe machen. Vermeiden Sie weiße und beige Töne und seien Sie mal mutig: Weinrot oder tiefblau sind die richtige Wahl, vor allem, wenn der gleiche Farbe in Ihrem Outfit noch an einer anderen Stelle auftaucht. Ihre Bekleidung soll nämlich nicht beliebig zusammengewürfelt aussehen sondern als beabsichtigte Fashion-Entscheidung für sich stehen. Setzen Sie zusätzlich ein modisches Statement, indem sie dazu dünne und kurze Strumpfe mit einem auffälligen, kreativen Retro-Muster tragen, die farblich zur Hose passen. Weiße Tennissocken oder schlecht im Schuh sitzende Füßlinge sind hierbei tabu.

Mit dieser Kombination sind Sie auf der sicheren Seite – und werden auf jeden Fall zum Magneten für Frauenblicke.

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