– Wie Sie mit einer Firma im Ausland Ihr Einkommen verdoppeln

Vor einiger Zeit stand in einigen Zeitungen eine kleine Meldung, Ingvar Kamprad sei jetzt reichster Mann der Welt. Manchem von Ihnen wird dieser Name nichts sagen. Ingvar Wer? Den Namen seiner Firma dagegen kennen Sie sicher: Ikea!Firmengründung

Ein Möbelschreiner soll reichster Mann der Welt sein? Bevor Sie jetzt anfangen, darüber nachzudenken, ob Sie womöglich irgendeinen Fehler gemacht haben, will ich Sie beruhigen: Allein mit Ex-und-Hopp-Möbeln wird niemand Milliardär. Und ein Schwede schon gar nicht!

Dass der Ikea-Erfinder an seinen Billigmöbeln so viel verdient, verdankt er zwei Dingen: Erstens seinem Wegzug aus dem Land der Elche in die Schweiz. Und zweitens einem Geflecht aus über 300 Firmen. So viele Betriebstätten, Briefkastenfirmen, Stiftungen, Holdings etc. unterhält der Schwede in aller Welt. Nur so wirft sein Geschäft etwas mehr ab als die paar lumpigen Cents, die Schwedens Unternehmern übrig bleiben, wenn die Umverteiler, die ihr Land regieren, mit ihnen fertig ist.

Also: Wenn Sie reichster Mann der Welt werden wollen, dann melden Sie Ihre Möbelschreinerei nicht einfach beim Gewerbeamt der Stadt an, in der Sie gerade wohnen. Machen Sie es wie der Erfinder von Ikea. Oder wie Tankerkönig Onassis, der für jedes seiner Schiffe eine Billigfirma in Panama gründete – und damit so viel verdiente, dass er sich sogar eine Luxuslady wie die Präsidentenwitwe Kennedy aus der Portokasse leisten konnte.

»Ja die…«, denken Sie jetzt vielleicht, »die sind leider alle ein paar Nummern größer…«

Darauf fällt mir nur ein Spruch von Börsenguru André Kostolany ein, in diesem Fall etwas abgewandelt: »Wer viel Geld verdient, sollte Steuern sparen. Wer wenig verdient, muss Steuern sparen!«

Wenn Sie also irgendein Geschäft oder Unternehmen planen, welcher Art auch immer, dann machen Sie sich als erstes Gedanken über die richtige Strategie. Über das richtige Land für Ihre Firma. Denn nur so macht es überhaupt Sinn, mit dem Arbeiten anzufangen.

Egal, ob Sie Unternehmer sind oder ob Sie von Ihrem Vermögen leben, das Sie irgendwo verwalten: An der Gründung einer oder mehrerer Firmen im Ausland führt heute kaum ein Weg vorbei, wenn Sie nicht vermeiden wollen, dass Ihr sauer verdientes Bares in den tiefen Taschen eines Finanzministers landet.

Viele Briefkastenfirmen funktionieren nur bis zur nächsten Steuerprüfung

Die meisten Leute, oft sogar Unternehmer, die in ihrer Branche absolute Spitze sind, haben von der Thematik Steueroasen, diskrete Auslandskonten etc. völlig falsche Vorstellungen. Die Faxen dick hat jeder von der schleichenden Enteignung in Deutschland in Form völlig überzogener Steuern. Gar nicht selten fällt so einer dann auf eine dieser Kleinanzeigen in der Welt, der FAZ oder der Süddeutschen herein, in denen Firmen in Gibraltar, Liechtenstein, Jersey oder Delaware angeboten werden, mit denen er angeblich Steuern sparen könne.

Er kauft also so eine Firma. Im Nachhinein meistens gar nicht so billig, wie es auf den ersten Blick aussah, nebenbei bemerkt. Über diese Firma schreibt er dann seiner eigenen Firma in Deutschland Rechnungen über Provisionen, Lizenzen oder Beratung. Oder er ver- kauft seine Produkte, die er vorher von Deutschland aus teuer und gewinnbringend in ein anderes Land exportiert hat, jetzt spottbillig an seine eigene Auslandsfirma, und die gibt sie teuer an die früheren Kunden weiter.

Theoretisch ist das alles logisch: Die Firma in Deutschland macht weniger Gewinn und zahlt dadurch niedrigere Steuern. Die echten Gewinne sammeln sich jetzt alle auf den Konten der Auslandsfirma.

Wie das geht, machen uns alle Multis vor. Großbanken, Pharmariesen, Autohersteller, alle haben sie Firmen in Ländern, wo sie keine Steuern zahlen. Dort machen sie ihre Gewinne. In einem Land wie Deutschland wird kaum etwas versteuert. Länder wie Deutschland sind dazu da, um die Verluste abzuschreiben.

Aber diese Konzerne haben entscheidende Vorteile: Erstens spielt Geld da keine Rolle. Also richten sie in Niedrigsteuerländern richtige Betriebsstätten ein. Und noch wichtiger: Wenn sich mit denen ein Steuerprüfer anlegen würde, dann würde der schnell von der Politik zurückgepfiffen. Solche Konzerne haben sich längst ihre Abgeordneten und Minister in die Tasche gesteckt. Wenn sie ihre Politiker nicht direkt auf der Gehaltsliste haben, wie jetzt bei VW aufgedeckt, dann reicht der Wink mit dem Zaunpfahl der gefährdeten Arbeitsplätze.

Glauben Sie also bloß nicht, Sie können es genauso machen, wenn Sie nur ein mittelständischer oder womöglich gar ein Kleinunternehmer oder Freiberufler sind. Da haben Sie keine Lobby in Berlin. Und für den Kauf eigener Abgeordneter reicht das Geld nicht. Natürlich, eine gewisse Zeit kann das schon gut gehen mit so einer Oasenfirma, die in Wirklichkeit nur ein Briefkasten ist. Bis zur nächsten Steuerprüfung, um genau zu sein.

Deshalb brauchen Sie einen Wohnsitz im Ausland

Da wird der Mann vom Finanzamt den Inhaber der deutschen Firma als Erstes fragen, wem denn diese Firma in Gibraltar gehört, mit der neuerdings so viele Geschäfte gemacht werden, oder die von ihm so viele Beratungsaufträge erhält. Wenn dem Mann dann nicht eine überzeugende Erklärung einfällt, dann hat er ganz schlechte Karten.

Dann dreht sich die Beweislast um. Das heißt, nach deutschem Recht muss nicht der Fiskus dem Unternehmer beweisen, dass er hinter der Auslandsfirma steckt. Sondern der Unternehmer muss bewei-sen, dass er nicht dahinter steckt. Kann er dies nicht, werden die Umsätze dieser Firma geschätzt und so behandelt, als ob sie die deutsche Firma selbst gemacht hätte. Wenn er Pech hat, droht außer der Nachzahlung der hinterzogenen Steuern obendrein eine Anklage wegen gewerbsmässigen Steuer-betrugs. Darauf steht neuerdings Gefängnis. Und bei so einem Vorwurf geben auch Schweizer Banken Auskunft…

Wer ernsthaft darüber nachdenkt, seine Geschäfte über eine Firma in einem steuergünstigen Land abzuwickeln, der muss sich über eines im Klaren sein: Wenn er nicht gleichzeitig seinen Wohnsitz in Deutschland auflöst und zumindest in ein Land umzieht, das es mit der Besteuerung der dort lebenden Ausländer nicht so genau nimmt, der macht sich nicht nur strafbar in Deutschland, er geht obendrein ein hohes Risiko ein, erwischt zu werden.

Deutschlands Steuergesetze sagen klipp und klar: Jeder, der seinen Wohnsitz in Deutschland hat, ist hier unbeschränkt steuerpflichtig. Und zwar mit allem, was der auf der ganzen Welt verdient. Es ist also keineswegs strafbar, Firmen im Ausland zu gründen und damit Geld zu verdienen. Aber nur, wenn diese Gewinne auch in der deutschen Steuererklärung auftauchen.

Was Sie aus dem Fall Boris Becker lernen

Natürlich kann der Inhaber einer diskreten Auslandsfirma weiter in Deutschland wohnen und hoffen, dass sein Finanzamt niemals von seiner Firma erfährt. In der Praxis geht mancher deutsche Unternehmer dieses Risiko ein. Nach dem Motto, wird schon nichts passieren. Diese Leute stehen mit einem Bein im Gefängnis. Mit gleichem Tempo, mit dem Technik und internationaler Informationsaustausch immer perfekter werden, wird das Risiko immer größer, dass solche Harakiri- Konstruktionen auffliegen.

Machen Sie sich also mit der Idee vertraut, Ihren deutschen Wohnsitz in Deutschland aufzugeben, wenn Sie mit einer Firma in einem Steuerparadies liebäugeln. Die Chancen, dass Sie Ihre Geschäfte künftig völlig unter Ausschluss eines Finanzamtes machen, sind je nach Branche gar nicht schlecht. Sie dürfen nur keine halben Sachen machen.

Was das deutsche Steuerrecht als Wohnsitz auslegt, dass konnte ganz Deutschland hautnah beim Fall Boris Becker mitverfolgen. Der bekam nicht etwa ein Problem, weil er in Monaco wohnte. Ganz im Gegenteil: Ärger gab es, weil er sich nicht lange genug dort aufhielt und zu oft in München gesehen wurde. Seine berühmte Dachkammer in Bogenhausen war für den Fiskus ein deutscher Wohnsitz – und führte dazu, dass er mehrere Millionen Steuern nachzahlen musste. Und obendrein fast im Gefängnis gelandet wäre.

Natürlich: Bei einem Prominenten wie Becker ist so etwas besonders leichtsinnig. Da muss ein Steuerprüfer ja nur die Klatschspalte der Bildzeitung lesen, um zu erfahren, wie oft sein Opfer in der Stadt ist. Für so einen Beamten ist das wie ein Sechser im Lotto. Kein Wunder, dass so einer auf die Idee kommt, da könne er sich einen Orden verdienen. Und womöglich selbst berühmt werden.

Was der deutsche Fiskus unter einem Wohnsitz versteht Egal, ob berühmt oder nicht: Wer bei seinem Finanzminister kündigen will, der darf künftig weder seinen Wohnsitz noch seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben. Und möglichst auch keine inländischen Einkünfte, die er sich dann ins Ausland überweisen lässt. Darunter fallen:

  • Einkünfte aus selbständiger Arbeit, die in Deutschland ausgeübt oder verwertet wird
  • Einkünfte aus Kapitalvermögen, wenn der Schuldner die Geschäftsleitung in Deutschland hat
  • Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung
  • Renten, sofern diese der Steuer unterworfen sind
  • Spekulationsgewinne im Zusammenhang mit Grundstücken

Angenommen, Sie ziehen zwar aus Deutschland weg, haben hier aber noch ein Haus, das Sie künftig vermieten. Auf diese Miete sind Sie in Deutschland beschränkt steuerpflichtig. Wenn Sie nicht in einem Land wohnen, mit dem Deutschland ein Doppelbesteuerungs- abkommen unterhält, dann müssen Sie auf diese Miete 25 Prozent Steuern zahlen. Und besonders schlimm: Sie dürfen in diesem Fall nicht einmal Ihre Kosten, Reparaturen etc. absetzen.

Der deutsche Fiskus geht von einem Wohnsitz aus, wenn Sie in Deutschland über eingerichtete, zum Wohnen geeignete Räume besitzen oder gemietet haben, die Ihren Verhältnissen angemessen sind. Keine Wohnung sind Betriebs- oder Geschäftsräume, Gemeinschaftslager oder einfache Notunterkünfte, die zur vorübergehenden Nutzung eingerichtet sind. Ein Hotelzimmer begründet keinen Wohnsitz.

Ob ein gewöhnlicher Aufenthalt vorliegt, prüft das Finanzamt nur, wenn Sie keinen Wohnsitz in Deutschland haben. Halten Sie sich zusammenhängend mehr als 6 Monate im Land auf, wird auf jeden Fall von einem gewöhnlichen Aufenthalt ausgegangen.

Beachten Sie folgende Punkte, damit Ihnen der Fiskus weder einen Wohnsitz noch einen gewöhnlichen Aufenthalt unterstellen kann:

  • Melden Sie sich bei Ihrem Einwohnermeldeamt ab. Wenn im Abmeldeformular nach Ihrem neuen Wohnsitz gefragt wird, geben Sie ein EU-Land an, das es mit der Überwachung von Ausländern nicht so genau nimmt, wie Italien, Spanien, Griechenland.
  • Beantragen Sie vorher noch einen neuen Pass, damit dieses Problem nicht in den nächsten 10 Jahren auf Sie zukommt.
  • Lösen Sie Ihre Wohnung auf. Kündigen Sie Ihren Mietvertrag, bzw. verkaufen oder vermieten Sie Ihre Wohnung oder Ihr Haus. Und zwar langfristig und möglichst nicht an nahe Verwandte.
  • Melden Sie sich postalisch bei der alten Adresse ab. Melden Sie Ihr Telefon ab. Kündigen Sie Mitgliedschaften und Abos von Zeitungen und Zeitschriften.
  • Ihr Auto verkaufen Sie am besten, oder Sie besorgen Sie sich bei Ihrer Zulassungsstelle ein Ausfuhr-Kennzeichen.
  • Wenn Sie Freiberufler bzw. Inhaber oder Teilhaber einer Firma sind, dann verkaufen Sie Ihre Anteile, Ihre Kundenkartei oder was auch immer Sie zu Geld machen können. Oder Sie stellen Ihre Tätigkeit einfach ein. Lassen Sie dies durch Ihren Steuerberater Ihrem Finanzamt mitteilen, verbunden mit der Abmeldung wegen Wegzug ins Ausland.
  • Achten Sie darauf, dass die letzten Rechnungen bezahlt sind und die letzten Steuererklärungen bis zu dem Tag, an dem Ihre Steuerpflicht in Deutschland endet, korrekt abgewickelt werden.
  • Vermeiden Sie alles, was auf einen gewöhnlichen Aufenthalt schließen lassen könnte. Mietverträge sowieso. Aber auch Hotelrechnungen über längerfristige Aufenthalte, laufende Belastungen Ihrer ausländischen Kreditkarte in immer der gleichen Stadt, langfristige Leihwagen-Rechnungen, Strafmandate wegen falschen Parkens immer in der gleichen Straße etc.
  • Ziehen Sie dorthin, wo Sie schon immer leben wollten

Wie Sie es besser machen, erzähle ich Ihnen am besten am Beispiel von Reinhard Z. Der war 12 Jahre Exportleiter einer großen Maschinenbaufirma, ehe er sich selbständig machte. Dass jeden Monat die Hälfte seines Gehalts ans Finanzamt ging, hatte ihn schon immer gewaltig geärgert. Als dazu plötzlich ein neuer Vorgesetzter kam, war für ihn Schluss. Er kündigte. Seitdem lebt er nicht nur viel zufriedener, auch sein Einkommen hat sich verdoppelt.

Sein erster Schritt nach der Kündigung war der Umzug. Statt in einem Vorort von Frankfurt lebt er jetzt dort, wo er sonst immer Urlaub machte: In Marbella! Seine Wohnung im Nobelort an der Costa del Sol hat er gemietet. Angemeldet hat er sich nicht in Spanien. Ebenso wenig wie unzählige andere Ausländer, die in diesem Land leben.

In Marbella ist Reinhard Z. nur Tourist. Wer will ihm schon nachweisen, dass er seine im Lauf der Jahre aufgebauten Beziehungen weiter nutzt und dass er seine Kunden jetzt aus Spanien betreut. Dafür braucht er nicht mehr als Telefon und Fax. Internet und E-Mail erleichtern ihm vieles, wären aber nicht mal unbedingt nötig.

Etwa alle 2 Wochen setzt er sich in sein gemietetes Cabrio und fährt eine Stunde Richtung Süden. Im Grenzort La Linea stellt er den Wagen im Parkhaus ab, geht über die Strae und hält seinen Pass griffbereit. Die Zöllner der britischen Kronkolonie Gibraltar winken ihn durch.

In Gibraltar sind die Einnahmen der Firma steuerfrei

Hier hat die Firma ihren Sitz, über die Reinhard Z. seinen internationalen Handel abwickelt. Eine »Limited Corporation«, gegründet für weniger als 1.000 Pfund. Da er als Inhaber nicht in Gibraltar wohnt und die Firma keine Geschäfte im Land macht, zahlt sie nur etwa 200 Pfund an Pauschalsteuern und Gebühren im Jahr. Völlig unanhängig davon, wie viel die Firma im Jahr umsetzt oder Gewinne macht.

Für einen, der vorher über 50 Prozent Steuern gezahlt hat, ist das so viel wie eine Gehaltserhöhung um über 100 Prozent!

Weitere ca. 1.000 Pfund werden für den Anwalt fällig, der jedes Jahr die nötigen Papiere fertig macht, und unter dessen Adresse die Firma ihren offiziellen Sitz hat. Denn ein eigenes Büro braucht Reinhard Z. an seinem Firmensitz überhaupt nicht.

Gibraltar erinnert an ein englisches Hafenstädtchen. Nur viel lebhafter. Die Hauptstraße ist gesäumt von Läden, Banken und Bürohäusern. In einer dieser Banken hat Reinhard Z. sein Firmenkonto. Wenn er nicht persönlich kommt, gibt er die Aufträge per Fax. Jetzt hebt er soviel Bargeld ab, dass es wieder ein paar Wochen reicht. Denn seine von dieser Bank ausgestellte Visa-Kreditkarte benutzt er in Marbella so wenig wie möglich.

Alle paar Monate, wenn der Betrag auf dem Firmenkonto hoch genug ist, überweist er einen Teil davon auf sein Privatkonto. Das hat er bei der Bank in einem anderen diskreten Land eingerichtet. In seinem Fall in Andorra. Liechtenstein wäre dafür ebenso gut geeignet. Bevor er mit dem Taxi die fünf Minuten zurück zur Grenze fährt, nimmt er noch zwei Flaschen vom besten Malt-Whisky zum Duty-Free-Preis mit nach Marbella.

Theoretisch müsste Reinhard Z. seine Einnahmen mit der Firma in Gibraltar an seinem Wohnsitz versteuern. Aber wo ist dieser Wohnsitz? In Deutschland sicher nicht mehr. Da hat er sich vorschriftsmäßig abgemeldet. Seine Wohnung hat er aufgelöst. Und die Besuche bei alten Freunden und Verwandten werden immer seltener.

Auch in Spanien kommt niemand auf die Idee, von ihm eine Steuererklärung zu verlangen. An der Costa del Sol ist er nur einer von vielen tausend Ausländern, von denen niemand weiß oder wissen will, wie lange sie sich da aufhalten. Solange sie nur genug Geld ausgeben.

Diese Variante mit Gibraltar und der Costa del Sol wird tausendfach mit Erfolg praktiziert. Sie bietet sich wegen der geografischen Nähe an. Natürlich können Sie, um eine preiswerte Gibraltar-Firma zu nutzen, wohnen wo Sie wollen – nur nicht in Gibraltar selbst.

Ihren Wohnsitz wählen Sie nach zwei Kriterien aus: Wo es Ihnen am besten gefällt, und wo der Fiskus die wenigsten Steuern von Ihnen haben will. In einigen Ländern, wie Andorra oder Monaco, ist vom Gesetz her keine Einkommensteuer vorgesehen. Andere, wie Spanien oder Italien, sind Hochsteuerländer wie Deutschland. Nur kümmert sich dort eben kaum einer um die vielen Ausländer im Land.

Das letzte echte Steuerparadies in Europa

Fassen wir zusammen: Wenn Sie legal der deutschen Steuer- pflicht entgehen wollen, müssen Sie Ihren Wohnsitz hier aufgeben. Für Ihre Geschäfte brauchen Sie eine Firma in einem Land, das Unternehmensgewinne nicht besteuert. Und leben müssen Sie in einem Land, das Ihr persönliches Einkommen nicht anrührt. Einige Länder gibt es, die bieten dafür eine Komplettlösung an. In Europa finden Sie diese Situation nur noch in Andorra vor. Auch als Ausländer haben Sie gute Chancen, von diesen in Europa einmaligen Vorteilen zu profitieren. Wenn Sie darüber Einzelheiten wissen wollen, empfehle ich Ihnen unser Andorra Dossier: im Internet unter www.coin-sl.com/andorra.

In der Karibik gibt es mehrere Länder, die sich für diesen Zweck anbieten. Die Bahamas zum Beispiel, aber die sind sehr teuer. Übertrieben teuer meiner Meinung nach, ohne dass das Angebot im Verhältnis dazu steht. Besser sieht das Preis-Leistungs-Verhältnis in Belize aus und am allerbesten in Panama. Das modernste aller mittelamerikanischen Länder ist meiner Meinung nach heute die beste Alternative, wenn Sie angenehm und preiswert wohnen und Geld ver- dienen wollen.

Wenn Sie Ihr Geld im Ausland verdienen, zahlen Sie keine Steuern. Das Leben ist preiswert in Panama. Kleine Wohnungen bekommen Sie ab 30.000 Dollar, seit nach der Rückgabe des Kanals 50.000 Amerikaner abgewandert sind. Wenn Sie ans Meer wollen, haben Sie die Auswahl zwischen Karibik und Pazifik.

Wenn Sie keine Tropenhitze vertragen, finden Sie Bergstädtchen mit ewigem Frühling. Und wenn Sie ein Pensionisten-Visum beantragen, gibt’s überall Rabatt, ob im Kino oder beim Arzt. Wobei der Status des Rentners nicht vom Alter abhängt, sondern von regelmäßigem Geldeingang. Mehr zum Thema Panama lesen Sie unter der Web- Adresse www.coin-sl.com/panama.

Wie Sie Kontrollmitteilungen und Zinssteuer vermeiden

Andorra und Panama sind für mich die beiden besten Länder der Welt, wenn Sie alle Vorteile an einem Ort suchen. Wenn beides nicht Ihr Fall ist, müssen Sie eben verschiedene Standorte kombinieren. Ein Patentrezept gibt es da nicht. Die ideale Lösung hängt jeweils ganz von jedem Einzelfall ab. Von der persönlichen Situation.

Die erste Frage ist, müssen Sie auch künftig Geschäfte machen und Geld verdienen, oder können Sie von dem Geld leben, dass Sie verdient, ererbt, erheiratet oder sonstwie bekommen haben. Dann brauchen Sie nur einen günstigen und diskreten Bankplatz sowie ein Land, wo sie steuerfrei und unbehelligt als Privatier leben können.

Nicht einmal dafür ist Deutschland der richtige Wohnort, nachdem spätestens ab Juli der europaweite Informationsaustausch eingeführt wird, ersatzweise anonymer Quellensteuerabzug in der Größenordnung um die 15 Prozent, Tendenz steigend. Auch die bei diskreten Geldanlegern aus Deutschland so beliebte Schweiz macht da mit, und gar nicht ungern, nachdem ein Teil dieser Zinssteuer zur Deckung der Unkosten in die Schweizer Staatskasse fließt.

Natürlich, Sie können Ihr Konto jetzt statt auf Ihren eigenen Namen auf den einer Firma in Panama oder Belize führen, wie es Ihnen Ihre Bank selbst anbietet (und noch mal daran verdient, indem sie Ihnen statt realistischer Kosten um die 1.500 Euro oft das Fünffache in Rechnung stellt) und damit europaweite Auskunftspflicht und Zinssteuer vermeiden. Legal ist das allerdings nicht, und das Risiko, dabei erwischt zu werden, wird von Tag zu Tag größer.

Ein Weg, aus dieser Klemme zu entkommen, besteht darin, dass Sie sich für Finanzprodukte entscheiden, die zunächst einmal ertrags- frei sind. Denn wo es keine Zinserträge gibt, gibt es auch keine Kontrollmitteilungen. Wen dies interessiert, dem empfehlen wir die Lektüre des Reports von Hans-Peter Holbach »Wege aus der Schwarzgeld-Falle«, die Sie im Internet unter www.coin-sl.com/schwarzgeld erhalten.

Auf einen Blick: Der richtige Firmensitz und Wohnsitz

Einziges Land in Europa, wo weder Firmen noch persönliche Einkommen besteuert werden, ist Andorra. Wenn Sie es lieber wärmer wollen, wählen Sie Panama.

Die diskretesten Banken in Europa finden Sie in Liechtenstein und Andorra.

Wenn Sie nur eine Firma brauchen, um Ihr diskretes Konto auf deren Namen zu führen (was Kontrollmitteilungen bzw. Zinssteuer umgeht), dann reicht eine preiswerte aus Panama oder Belize. Als Länder für eine Firmengründung (ohne Wohnsitz) eignen sich in Europa am besten Gibraltar, die Kanalinseln und Liechtenstein.

Wenn Sie in diesen Ländern wohnen würden, müssten Sie dort Einkommensteuer zahlen. Und zwar in durchaus unbescheidener Höhe um die 30 Prozent. Wenn Sie also dort eine Firma gründen oder kaufen, brauchen Sie einen Wohnsitz an einem anderen Ort.

Zum Beispiel in Monaco, wenn Ihr Geld reicht, und wenn Sie ein Schickimicki-Leben zwischen Yachtclub und Casino lieben. Bei Fürst Rainier ist persönliches Einkommen steuerfrei. Nachteile sind teure Immobilien und die Tatsache, dass genau überwacht wird, ob Sie sich auch wirklich überwiegend im Land aufhalten.

Eine Art Schmalspur-Monaco ist die italienische Enklave Campione am Luganer See in der Schweiz. Ein Casino gibt’s dort auch. Immobilien sind etwas preiswerter als in Monaco. Und Ihren Mini- Steuersatz handeln Sie mit dem italienischen Finanzamt in Como aus.

Oder Sie ziehen auf die kleine Kanalinsel Sark. Deren 550 Einwohner kennen überhaupt keine Steuern. Wichtigste Voraussetzung: Ein eigenes Haus (ab ca. 150.000 Pfund) oder ein langfristiger Mietvertrag. Nachteil: Bei Daueraufhalthalt besteht die Gefahr, auf 9 Quadratkilometern trübsinnig zu werden. Aber im Gegensatz zu Monaco zwingt Sie hier niemand, ein halbes Jahr zu bleiben.

Der Autor verrät Ihnen als Mitarbeiter des Newsletters

»International Living«, was Sie schon immer über steuergünstige Geschäftsmodelle wissen wollten, aber lieber nicht Ihren Sachbearbeiter beim Finanzamt fragen sollten. Ein kostenloses Probeexemplar erhalten Sie im Internet unter http://www.coin-sl.com/schwarzgeld.

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Artikelfoto © Andreas Fischer – Fotolia.com
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2 Kommentare

  1. gentleys » Blog Archive » 33 Tipps für eine sichere Geldanlage kommentierte,

    [...] Firmengründung im Ausland [...]

    Geschrieben am 7. September 2010 at 13:45

  2. Sorgenfrei24 kommentierte,

    Ich empfehle die Anschaffung eines Zweitnamens unter dem Sie VÖLLIG LEGAL alle Geschäfte tätigen, Verträge eingehen, Bankkonten eröffnen, Flugzeuge, Autos und Yachten registrieren können u.v.m.

    Liebe Grüsse aus dem grosszügigen Vereinten Königreich
    an alle zu Hause gebliebenen!

    Geschrieben am 18. April 2012 at 08:03

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