Wie viele von Ihnen wissen, beinhalten gute, ausgewogene, ganzheitliche und zielführende Trainingspläne immer einen, je nach individueller Zielsetzung, passenden Mix aus regelmäßigen Kraft- und Ausdauertrainingseinheiten, die durch Koordinationsübungen und Stretching ergänzt werden sollten.

Gerade bei schönem Wetter, wenn die strahlende Sonne die Menschen wieder nach draußen lockt, verspüren wir große Lust, unsere Ausdauereinheiten in freier Natur zu absolvieren. Neben dem Laufen, Radfahren oder Inline-Skating stellt auch das Nordic-Walking eine ganz tolle Möglichkeit dar, effektiv an der frischen Luft zu trainieren. Als Ganzkörper-Sportart bietet NW eine Vielzahl von äußerst positiven Effekten für

Herz-, Kreislauf-, Immun- und Atemsystem, den Stoffwechsel (insbesondere den Fettstoffwechsel), sowie für die gesamte Körpermuskulatur:

  1. Das Herz-/Kreislaufsystem wird sanft gekräftigt.

  2. Die Durchblutung und somit die Versorgung des gesamten Körpers mit Sauerstoff und Nährstoffen wird verbessert.

  3. Verstärkter Atemfluss sorgt für optimale Sauerstoffaufnahme und Kräftigung des Atmungssystems.

  4. Kräftige Tiefenatmung, Leistungsanstieg des lymphatischen Systems und Schweißfluss transportieren Schlacken aus dem Körper.

  5. Sanfter Anstieg der Körpertemperatur sorgt für ein ungünstiges Klima für Eindringlinge (Viren, Bakterien etc.), was die Immunabwehr stärkt.

  6. Der Stoffwechsel wird angeregt und sorgt über die Trainingszeit hinaus für eine verbesserte Verwertung von Nährstoffen und effektive Fettverbrennung.

  7. Die gesamte Körpermuskulatur wird wirkungsvoll gestärkt.

Um einen wirklich messbaren, möglichst optimalen Trainingseffekt zu erzielen, sollte beim Ausdauertraining neben einer gewissen Regelmäßigkeit insbesondere die Herzfrequenz beachtet werden. Sie sollte während dem Training dauerhaft bei mindestens 60% der maximalen Herzfrequenz liegen, idealerweise zwischen 65 und 75%. Die für Sie geltende maximale Herzfrequenz und die dazu passende Trainings-Herzfrequenz, die sich an Geschlecht, Alter, Fitnesszustand und Trainingsziel orientiert, sollte Ihnen jeder halbwegs geschulte Übungsleiter problemlos errechnen können.

Gerade für etwas schwerere Menschen, für die Joggen zu gelenkschädigend, Radfahren im Herzfrequenzbereich zu anstrengend und gemütliches Radeln oder einfaches Gehen zuwenig effektiv ist, stellt Nordic-Walking die ideale Alternative dar. Mit Hilfe der zahlreich eingesetzten Muskeln erreicht man die geforderten Herzfrequenzwerte spielend, ohne sich dabei allzu sehr verausgaben zu müssen.

Zu beachten ist dabei unbedingt die Ausführung der Laufbewegung in der korrekten Technik!

Falsche Lauf- und Stocktechnik, die man tagtäglich beobachten kann, vermindert den Nutzen von Nordic-Walking enorm. Gerade das Einsetzen der richtigen, großen Muskelgruppen in Schulter, Rücken und Brust sorgt für die herausragenden Effekte. Leider sehe ich häufig Leute, die neben ihren Beinen gerade mal noch ihre Armstrecker belasten und leider ihre Schultern, sowie Rücken-, Brust- und Bauchmuskeln völlig aus dem Spiel lassen.

Als ausgebildeter Nordic-Walking-Instructor habe ich des öfteren die Gelegenheit, auch mit bereits erfahrenen Läufern zu walken und siehe da: Selbst dann gibt es immer noch Potential, um eine gewohnte Lauftechnik wirkungsvoll zu verbessern, damit der Kunde auch den vollen Nutzen aus dieser wundervollen Sportart ziehen kann.

NordicWalking – geeignet für Jedermann, Überall, bei jedem Wetter!

In diesem Sinne: Get out and move!

Jürgen Scharnagl – Ganzheitlicher Ernährungsberater – Personaltrainer

Artikelfoto © Christa Eder – Fotolia.com

1 Kommentar

  1. Bettina Nowak kommentierte,

    Völlig richtig! WENN man es richtig macht, ist es eindeutig mehr als eine “Hausfrauen-Sportart”!

    Geschrieben am 2. September 2010 at 16:31

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