Schubalu – Pixelio

Wenn das Gehalt nicht ausreicht: Viele Deutsche gehen neben ihrer eigentlichen Arbeit noch zusätzlich jobben. Worauf Sie achten sollten, damit von Ihrem Zuverdienst am Ende auch möglichst viel übrig bleibt, erklären wir in den folgenden Absätzen.

Immer mehr Deutsche gehen zusätzlich zu ihrer Vollzeitstelle noch nebenbei arbeiten. Die Gründe zur Aufnahme eines Nebenjobs sind vielfältig: Viele tun es des Geldes wegen, andere um sich ein weiteres Standbein aufzubauen und wieder andere suchen nach einer Abwechslung zu ihrem Berufsalltag.

Worauf sollten Sie achten?

Bevor Sie sich einen Zweitjob suchen, sollten Sie unbedingt einen Blick in Ihren Arbeitsvertrag werfen, damit Sie mit einem Nebenjob nicht sogar Ihren eigentlichen Job gefährden. Hier finden sich oft Klauseln, nach denen Sie verpflichtet sind, Ihrem Arbeitgeber die Aufnahme einer Nebentätigkeit mitzuteilen. Mitunter muss ein zusätzlicher Job auch ausdrücklich genehmigt werden. Allerdings darf Ihr Chef Ihnen Zweitjobs keineswegs pauschal verbieten. Verbieten darf er Ihnen jedoch die Tätigkeit für eine konkurrierende Firma und auch wenn nächtliches Arbeiten Ihre Leistungsfähigkeit am Tage einschränken könnte, darf der Chef intervenieren.

Nicht nebenbei arbeiten dürfen Sie während einer Krankschreibung. Die Arbeitsunfähigkeit gilt dann auch für die Ausübung des Nebenjobs. Während Ihres Urlaubs darf der Nebenjob zwar weiterlaufen, er darf aber nicht genutzt werden, um Vollzeit im Zweitjob zu arbeiten. Die freien Tage sollen schließlich der Erholung dienen und werden von Ihrem ersten Arbeitgeber auch bezahlt. Verstoßen Sie gegen diese Regelungen, so riskieren Sie eine Abmahnung und im schlimmsten Fall sogar die Kündigung.

Laut Arbeitszeitgesetz sind pro Woche maximal 48 Stunden und höchstens acht Stunden Arbeit pro Tag erlaubt, das gilt für alle Ihre Jobs zusammen gerechnet.

Wie viel dürfen Sie verdienen?

Im Idealfall sollte Ihr Zweitjob ein Mini-Job sein. In dem Fall bleibt Ihr Verdienst für Sie abgaben- und steuerfrei. Der zweite Arbeitgeber zahlt hier pauschal 15 Prozent in die Renten-, 13 Prozent in die Kranken- und Pflegeversicherung und zwei Prozent an das Finanzamt. Damit sich der Zweitjob für Sie am Ende auch finanziell lohnt, sollten Sie darauf achten, monatlich unter der 400 Euro-Grenze zu bleiben, ansonsten gilt die Abgabefreiheit nicht.

Bedenken Sie, dass auch Einmal-Zahlungen wie Boni und das Weihnachtsgeld in diesem 400 Euro-Rahmen berücksichtigt werden müssen. Sobald Sie im Monat mehr als 400 Euro nebenbei verdienen, müssen Sie in Ihrem Zweitjob eine zweite Steuerkarte der Klasse IV abgeben. Nach Abzug aller Abgaben bleibt dann oftmals nicht mehr besonders viel vom Zusatzgehalt übrig.

Sollten Sie Ihren Zweitjob selbstständig ausüben, dann müssen Sie Ihre Gewinne am Jahresende mittels einer Einnahmen-Überschussrechnung ermitteln und diese in der Steuererklärung angeben. Sie werden dann wie die Einnahmen aus Ihrem Hauptjob versteuert.

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