Nicht jeder, der Marihuana raucht ist abhängig. In einigen Ländern ist der Gebrauch von Marihuana bei starken Schmerzproblemen sogar legal. Jedoch ist die Aussage, dass Marihuana nicht abhängig macht so nicht korrekt. Marihuana macht nicht körperlich abhängig sondern psychisch. Erfahren Sie hier was Marihuana bewirken kann und wie Sie eine Abhängigkeit erkennen.

So erkennen Sie eine Abhängigkeit

Stellen Sie sich selber folgende Fragen: Haben Sie sich zu Ihren Ungunsten verändert? Brauchen Sie Ihre tägliche Dosis Marihuana, um „funktionieren“ zu können. Sofern Sie diese Fragen bejahen können, liegt mit großer Wahrscheinlichkeit eine Abhängigkeit vor. Abhängigkeit wird offiziell definiert als: „Ein starkes unüberwindbares Verlangen, sich eine Substanz zuzuführen.“ Dieses Verlangen wird im Endeffekt dann negativen Einfluss nehmen auf soziales Verhalten, den familiären Bereich und auch auf die Arbeitsleistungen der betroffenen Person.
Marihuana Abhängigkeit führt im Endeffekt dazu, dass die Personen sich von Ihrem sozialen Bereich zurückziehen und in Antriebsschwäche verfallen. Ihre Gedächtnisleistung wird auf Dauer auch geschädigt. Marihuana Abhängigkeit führt sehr oft dazu, dass sich der Konsument später anderen härteren Drogen zuwendet.

Hilfe bei Marihuana Abhängigkeit einer nahstehenden Person

Besteht der Verdacht, dass der Freund oder die Freundin einer Marihuana Abhängigkeit entgegen steuert, sollte man zuerst die eigenen Motive kurz überprüfen: Will man der betreffenden Person eine Marihuana Abhängigkeit „einreden“ weil man den Marihuana Gebrauch ablehnt aus persönlichen oder religiösen Gründen oder, weil es gesetzlich verboten ist ?
Bevor man ein klärendes Gespräch mit seinen Freunden sucht, um ihre eventuelle Marihuana Abhängigkeit mit ihnen zu erörtern ist es ratsam, sich wirklich genau klar zu machen, warum man glaubt, dass die Freunde abhängig sind. Es wird sicherlich keine einfache Unterredung sein. Wenn Sie selbst Raucher sind, sollten Sie es vermeiden, auf die Gesundheitsrisiken bei Marihuana Abhängigkeit hinzuweisen. Sie machen sich unter Umständen unglaubwürdig.
Sprechen Sie offen darüber, wie es Sie persönlich berührt, dass Ihr Freund in eine Marihuana Abhängigkeit gerutscht ist. Sprechen Sie über Ihre Gefühle und wie es für Sie ist, wenn Ihr Freund die Droge nimmt.
Weisen Sie darauf, hin dass Sie es schlimm finden, dass die Droge das Leben Ihres Freunde bestimmt.
Machen Sie der Person aber keine Vorwürfe. Behandeln Sie Ihren Freund nicht von oben herab.
Helfen Sie Ihrem Freund, zu erleben, dass man sich auch ohne die Droge entspannt und glücklich fühlen kann.

Nehmen Sie medizinische Hilfe in Anspruch. Ärzte oder auch Heilpraktiker haben eine Schweigepflicht. Sie sollten sich umgehend an eine entsprechende Selbsthilfegruppen wenden.
Alle Hilfe und alle Hilfsangebote und unterstützenden Maßnahmen werden bei einer Marihuana Abhängigkeit aber nichts bewegen, wenn der Konsument nicht auch selber mit dem Marihuana aufhören will.

Tipps:

Der Buchtipp: Drogen und Sucht – Alles was Sie wissen müssen

Selbsthilfe-Gruppe für Abhängige

Foto: (c) uwest – www.pixelio.de

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