Beim Thema Aids wähnen sich viele Männer fälschlicherweise immer noch in Sicherheit, was die Übertragung dieser tödlichen Krankheit anbelangt. Das Vorurteil, dass Männer sich nicht so schnell anstecken, hält sich hartnäckig. Obwohl das in der westlichen Welt laut aktuellen Studien tatsächlich so zu sein scheint, sollte sich niemand darauf verlassen. Erfahren Sie hier alles Wichtige über die Immunschwäche AIDS.

Trügerische Sicherheit

In afrikanischen Ländern beispielsweise stecken sich mehr Männer als Frauen mit dem HI-Virus an. Woran das liegt, ist nicht bekannt. Dass Aids durchaus ernst zu nehmen ist, zeigen die immer noch häufig auftretenden Neu-Infektionen.
Die Studien beziehen sich im Übrigen nur auf heterosexuelle Kontakte. Für Analverkehr, vor allem zwischen Männern, sagen diese Studien überhaupt nichts aus. Die Gefahr, sich mit dem Virus zu infizieren, ist deutlich höher, wenn eine andere sexuell übertragbare Krankheit vorliegt. Dazu gehören Chlamydien, Syphilis, Gonorrhoe und Herpes genitalis.

Infektion mit dem HI-Virus wird mehrfach abgesichert

Wer den Verdacht hat, sich mit Aids angesteckt zu haben, sollte dieses so schnell wie möglich durch einen Test bestätigen lassen. Allerdings sind unmittelbar nach der Infektion noch keine Antikörper im Blut nachzuweisen. Erst nach etwa drei Monaten kann sicher festgestellt werden, ob eine Infektion stattgefunden hat oder nicht. Einen Hinweis auf eine mögliche Infektion können im übrigen grippeähnliche Symptome geben, die kurz nach der Infektion auftreten. Dieses stellt bereits die erste Phase der Erkrankung dar, die sich dann für einige Monate bis Jahre in die Ruhephase begibt, bevor es zu einer deutlichen Schwächung des Immunsystems kommt. Um eine Infektion mit HIV sicher zu bestätigen, führt der Arzt in der Regel drei einzelne Blut-Tests durch. Erst wenn die Diagnose definitiv feststeht, wird eine entsprechende Behandlung eingeleitet.

Beschnittene Männer sollen angeblich besser vor Aids geschützt sein

Vor allem Männer gehen beim Sex sehr leichtsinnig vor. Fast die Hälfte der Männer benutzen beim Geschlechtsverkehr mit einer neuen Partnerin oder einem neuen Partner kein Kondom. Das kann fatale Folgen haben. Einer neuen Studie aus den USA zufolge soll eine Beschneidung vor einer Ansteckung mit dem HI-Virus schützen. Glaubt man den Forschern, dann sind vor allem die in der Vorhaut befindlichen Zellen empfänglich für das HI-Virus. Fehlt die Vorhaut, verringert sich angeblich das Risiko, sich anzustecken, um das Sechsfache.

Belegt werden soll diese Studie durch die Untersuchung von insgesamt 2.300 indischen Männern.  Die zu Beginn der Untersuchungen gesunden Männer steckten sich nach der Beschneidung bemerkenswert selten mit dem HI-Virus an, obwohl sie wechselnde sexuelle Kontakte hatten und verschiedene Praktiken ausübten. Die Infektion mit anderen Geschlechtskrankheiten fand dennoch genauso statt. Demzufolge scheint tatsächlich eine fehlende Vorhaut das Aids-Risiko zu reduzieren.

Verlassen sollte sich aber dennoch niemand auf diese abenteuerliche Studie. Ein Kondom zu benutzen ist immer noch der sicherste Schutz und schützt überdies auch noch vor allen anderen Geschlechtskrankheiten und ungewollten Schwangerschaften.

Tipps:

Deutsche AIDS-Hilfe

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Foto: © Sternschnuppe1 – www.pixelio.de

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