Aufgrund der niedrigen Anlagezinsen investieren Männer am liebsten in Immobilien. Doch die Preise in den Metropolstädten liegen ungemein hoch, weshalb zunehmend das Umland in den Fokus der Anleger gerät. Hier werden die besten Städte im Umland von Berlin, Hamburg und München vorgestellt.

In Deutschland wird gerne gespart: Die meisten Bürger erhalten schon in der Kindheit den Ratschlag, früh mit dem Sparen zu beginnen, damit sie in schweren Zeiten abgesichert sind. Es gibt daher nur wenige Länder, in denen die Sparquote so hoch wie in Deutschland liegt.

Allerdings haben Deutschlands Sparer ein großes Problem. Die Marktzinsen liegen so niedrig, dass es mit konservativen Anlagen kaum noch möglich ist, akzeptable Renditen zu erzielen. Infolge haben viele Bürger ihr Anlageverhalten überdacht. Wie gegenwärtige Untersuchungen zeigen, gibt es Änderungen bei den bevorzugten Anlageprodukten. Besonders die risikobehafteten Anlagen, wie Aktien, Aktienfonds und Zertifikate, ziehen kein großes Interesse auf sich. Zugleich ist festzustellen, dass sich das Anlageverhalten von Männern und Frauen unterscheidet.

Frauen agieren beim Anlegen überwiegend vorsichtig und setzen daher bevorzugt auf Tagesgeld- und Festgeldanlagen. Männer sind dazu bereit, höhere Risiken einzugehen, scheuen aber die bereits erwähnten Anlageklassen. Deshalb sehen sie sich zunehmend im Bereich der Immobilien um. Das klassische Immobilieninvestment gilt wieder als sehr gefragt – und zwar unabhängig davon, ob die Immobilie als Mietobjekt oder zur Eigennutzung dienen soll.

Dass gerade die Immobilie so gefragt ist, hat einen simplen Hintergrund. Immobilienanlagen gelten nämlich als inflationssicher, zumal sie auch sonst viel Sicherheit versprechen. Immerhin verkörpern sie Sachwerte, die greifbar sind und somit dem Anleger viel Vertrauen schenken.

Bei Immobilien ist die Lage entscheidend

Eine Immobilie ist allerdings nur dann ein gutes Investment, wenn auch die Lage stimmt. Weil die Menschen zunehmend in die Großstädte und Metropolregionen ziehen, sollten sich Anleger vorrangig dort umsehen. Auch in den kommenden Jahren ist dort mit einem Wachstum zu rechnen, sodass die Preise vielen Ortes als stabil gelten oder sogar noch anziehen werden.

Allerdings liegen die Immobilienpreise in zahlreichen Großstädten sehr hoch und somit außerhalb der finanziellen Möglichkeiten vieler Interessenten. Aus genau diesem Grund ist auch eine Verlagerung festzustellen: Zunehmend mehr Männer, die Immobilien erwerben möchten, sehen sich im nahen Umland der Metropolstädte um. Dort findet augenblicklich der größte Zuwachs statt und zugleich liegen die Immobilienpreise deutlich niedriger als in den Metropolen.

Smartfaktor: Wo Immobilien als attraktiv gelten

Doch gerade im Umland der Metropolen ist es nicht immer leicht, die richtige Entscheidung zu treffen. Die Betreiber der Immobilienbörse Immobilienscout24 haben deshalb eine Untersuchung des Marktes vorgenommen bzw. sich das Umland in den einzelnen Metropolregionen näher angesehen. Zugleich haben sie den so genannten Smartfaktor ermittelt. In ihn fließen verschiedene Werte ein, nämlich vorrangig die Preise sowie die Entfernung zum Zentrum der jeweiligen Metropole. Aus der Gewichtung dieser Einflussgrößen ergibt sich dann der Smartfaktor – je höher der Faktor, desto cleverer ist es, dort eine Immobilie zu erwerben.

Umland von München

Bei Blick auf die Daten von München und Umland fällt sofort auf, dass die bayerische Landeshauptstadt das teuerste Pflaster in der Republik verkörpert. Wer in die Stadtmitte ziehen möchte, muss für ein durchschnittliches Eigenheim ganze 750.000 Euro auf den Tisch legen. Da ist das Umland schon deutlich günstiger – wobei die einzelnen Orte jedoch große Unterschiede aufweisen. Am besten schneidet Bergkirchen ab. Für ein Eigenheim werden im Durchschnitt 385.000 Euro fällig und zugleich ist das Stadtzentrum von München mit dem Auto in nur 32 Minuten erreichbar.

Das Hamburger Umland

Wenn es um Immobilien im München geht, ist ein Vergleich mit Hamburg nicht weit. Im Hinblick auf die Preise schneidet die Hansestadt besser ab, denn im Herzen von Hamburg kostet eine Wohnimmobilie durchschnittlich 374.000 Euro. Den besten Smartfaktor hat sich Winsen gesichert. Die Entfernung zum Stadtzentrum beträgt 35 Kilometer, die Fahrt mit dem Auto nimmt nur 31 Minuten in Anspruch. Für ein Eigenheim werden dort im Durchschnitt 214.000 Euro fällig.

Die Bundeshauptstadt im Smartfaktor-Check

In solch einem Vergleich darf die Bundeshauptstadt selbstverständlich nicht fehlen. Doch schnell fällt auf, dass Berlin vergleichsweise günstig ist: Eine Wohnimmobilie im Herzen von Berlin schlägt mit 292.000 Euro zu Buche. Beim Smartfaktor schneiden Ahrensfelde und Blankenfelde-Mahlow am besten ab, wo Immobilien im Durchschnitt 213.000 Euro und 203.000 Euro kosten.

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