Der Körperfettanteil ist bei Männern anders als bei Frauen. Er ändert sich zudem auch je nach Alter und Gewicht des Mannes. Bei der US-Navy ist es eine Standard-Prozedur, um festzustellen, wie der aktuelle Fitnesszustand der Soldaten ist. Es ist wichtig, seinen Körperfettanteil zu kennen, weil sich daraus auch Risikofaktoren für bestimmte Erkrankungen ableiten. Hier erfahren Sie mehr über den Körperfett-Anteil beim Mann.

Körperfettmessungen beim Mann dienen nicht nur zur Feststellung der aktuellen Fitness, sondern helfen auch zu sehen, wie eine gesunde Ernährung anschlägt und ob man sich mit seinen Werten im optimalen Bereich befindet. Zu viel Fett im Körper ist ungesund und kann zu späteren Folgeerkrankungen führen. Aber allein die Tatsache, dass jemand schlank ist, hat nicht auch gleichzeitig zu bedeuten, dass der Körperfettanteil auch in Ordnung ist.

Kalorien werden zu Körperfett

Zu viele Kalorien werden vom Körper unheimlich schnell in Form von Körperfett eingelagert, damit diese dort als eine Reserve zur Verfügung stehen können.  Männer entsprechen bei der Verteilung des Körperfetts dem so genannten „Apfeltyp“ bei dem sich der meiste Körperfettanteil am Bauch zentriert . Dies ist den meisten Menschen auch als der typische „Bierbauch“ bekannt. Vorgesehen war die Fettverteilung ursprünglich als eine Reserve für die Jagd und andere Extremsituationen. Aus diesem Grund nehmen Männer auch in der heutigen Zeit wesentlich schneller ab als Frauen. Allerdings kann diese Einlagerung bei Männern auch gefährlich werden und zwar dann, wenn die Reserven nicht mehr geleert werden, denn auf Dauer kann dieser Bierbauch auch zu einem gesundheitlichen Risiko werden. Ab einem bestimmten Umfang entsteht ein Quelldruck durch den die Fettsäuren in die Blutbahn gedrückt werden, was dann zu einer Überschwemmung der Blutbahn und der Gefäße durch Fettsäuren führt. Dies belastet auf Dauer den Cholesterinspiegel und kann zu Folgeerkrankungen wie Diabetes, Arteriosklerose oder Herzinfarkten führen.

Messungen des Körperfett-Anteiles

Es gibt in der Medizin verschiedene Möglichkeiten um den Körperfettanteil zu messen. Am genauesten ist eine Unterwasserwiegung, bei der der Auftrieb gemessen wird. Allerdings die gängigsten Methoden zur Messung des Körperfettanteils sind die Infrarotmessung und die BIA-Messung. Bei der Infrarotmessung wird mit einem Infrarotlicht durch den Oberarm geleuchtet, wobei die übrig bleibende Reststrahlung über die Körperzusammensetzung Aufschluss gibt. Nachteil hierbei ist allerdings, dass nur ein bestimmter Körperteil gemessen wird.

Die BIA-Methode hat sich hingegen mehr durchgesetzt und verbreitet. Diese Methode wird sowohl in Arztpraxen als auch in Ernährungszentren und Fitnessstudios praktiziert. Die Methode beruht auf dem Prinzip, dass unterschiedliche Substanzen anders leiten. Fett und Wasser leiten gut, wo hingegen Muskelmasse und aktive Zellmasse eher schlechte Leiter sind. Es werden an Fuß und Hand einer Körperhälfte ein kleiner Stromimpuls hindurch geleitet und dann der Restwiderstand gemessen. Zusätzlich werden hier dann nicht nur der Körperfettanteil, sondern auch der Wasseranteil, die aktive Zellmasse und die Muskelmasse gemessen.

Wenn man in den eigenen 4 Wänden seinen Körperfettanteil mittels einer Körperfettwaage ermitteln will, so sollte man sich auch darüber im Klaren sein, dass nur der untere Teil des Körpers gemessen wird. Beim Mann ist dies also nicht besonders empfehlenswert, da die Körperfettreserven eines Mannes ja im oberen Bereich des Körpers liegen. Bei den Körperfettwaagen, die man im Handel erstehen kann, wird der Wert der unteren Körperhälfte dann auf den gesamten Körper hochgerechnet und dadurch entsteht dann das Ergebnis. Ein aktueller Richtwert für den Körperfettanteil eines Mannes ist ein Wert von 20 %. Dies gilt als vollkommen in Ordnung, der Anteil an Körperfett sollte diesen Wert aber nach Möglichkeit nicht übersteigen.

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Foto: (c) dido-ob – www.pixelio.de

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