Bei Schmerzen im Knie werden je nach Ursache Krankengymnastik oder eine medikamentöse Behandlung verschrieben. Die Ursache dieser Schmerzen ist meist Verschleiß, zum Beispiel durch einen vorausgegangenen Unfall oder das natürliche Altern. Halten die Schmerzen allerdings über Jahre hinweg an, hilft nur noch die Knieersatzoperation.

Wann wird eine Knieersatzoperation nötig?

Das menschliche Knie kann aus verschiedenen Gründen schneller altern, als die Natur es vorsieht – man spricht vom Verschleiß. Häufige Ursachen für Schmerzen durch den schnelleren Verschleiß sind Unfälle in der Vergangenheit, bei denen das Kniegelenk verletzt wurde. Im heutigen Zeitalter werden Knieersatzoperationen immer häufiger durch jahrelanges Übergewicht nötig, da das überschüssige Fett die Gelenke stark belastet. Seltener wird das Kniegelenk krankheitsbedingt durch eine Prothese ersetzt. Eine typische Krankheit ist Morbus Ahlbäck, bei der der Knochen im Laufe der Zeit abstirbt.

Der Gleitflächenersatz

Der Gleitflächenersatz kommt dann zum Einsatz, wenn die schützende Knorpelschicht des Kniegelenks zwischen den Knochen abgenutzt ist. Er schützt die abgeriebene Fläche der inneren und äußeren Oberschenkelrolle. Er hält durchschnittlich zehn Jahre, ist nach der Operation leicht zu versorgen, bringt aber den Nachteil mit sich, dass die umliegenden Bänder intakt sein müssen. Sind auch diese beschädigt, hilft der Gleitflächenersatz nicht.

Die Knievollprothese

Die Knievollprothese beschreibt den Ersatz des kompletten Kniegelenks. Es besteht aus zwei Stielen, die mit den Knochen verbunden werden, und dem künstlichen Gelenk. Die Vollprothese wird bei sehr starkem Verschleiß eingebaut. Dabei wird allerdings vergleichsweise viel Knochen zerstört. Eine Knievollprothese wird in der Regel nicht als Erstimplantat eingesetzt.

Was erwartet den Patienten bei der Knieersatzoperation?

Die Knieersatzoperation wird meist unter Vollnarkose im Krankenhaus vollzogen. Am Tag der Einlieferung stehen einige Routinevorgänge an: Dazu gehören beispielsweise die Blutabnahme, das Setzen einer Infusionsnadel sowie die Aufklärung über die bevorstehende Narkose. Am Vorabend bekommt man Anweisungen, bis zu welchem Zeitpunkt man noch essen und trinken darf. Danach sollte man nichts mehr zu sich nehmen.
Vor der Operation bekommt man eine Tablette zur Beruhigung verabreicht. Von dieser schläft man entweder ein oder bekommt von der eigentlichen Narkose nur noch sehr wenig mit. Es kann sich dabei je nach Patient um eine Voll- oder Rückenmarksnarkose handeln.
Nach der Knieersatzoperation steht die Rehabilitation an. Diese lehrt, im Alltag richtig mit der Knieprothese umzugehen. Einige Patienten erhalten zur Vorbeugung von Entzündungen im Anschluss an die Operation Antibiotika.

 Foto: (c) goiwara – www.pixelio.de

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