Photographien und Kunstobjekte online verkaufen – © Auctionata

„World without Men“ – Eine Welt ohne Männer. Das klingt nach feministischer Utopie und Kampfansage vermeintlicher Frauenrechtlerinnen, ist es aber nicht. Es ist der Titel einer Doppelausstellung im Berliner Museum für Photographie, die sich dem deutsch-australischen Photographen und Frauenliebhaber Helmut Newton widmet. Zwar tauchen auch in Newtons Bildern gelegentlich Männer auf, sie spielen meist jedoch nur eine Nebenrolle. Der Fokus liegt eindeutig auf den Körpern der abgebildeten Frauen. Und genau das sorgte zu Lebzeiten des legendären Modephotographen immer wieder für Kontroversen. Seine Photos, auf denen vor allem Frauen viel Haut zeigen, stießen vor allem bei Vertreterinnen der Frauenbewegung sauer auf. Warum? Nun, die Hauptzutaten für seine weltberühmten Aktbilder sind die langen Beine, vollen Brüste und die geölte Haut seiner Models. Inszenierte Traumfrauen, scheinbar zu Objekten degradiert, die den Puls vieler Männer schneller werden lassen.

Newton – Schrecken der Feministinnen

Einer Feministin wie Alice Schwarzer kommt so etwas natürlich gerade recht, kann sie sich doch auf so etwas richtig einschießen. Dass allen Betrachtern, Männern wie Frauen, bewusst sein dürfte, dass es sich bei den abgebildeten Frauen um Idealvorstellungen handelt und nicht um tatsächliche Menschen, scheint sie vergessen zu haben. Dass die Models Schlange standen, um von Newton abgelichtet zu werden, dient Frau Schwarzer wohl eher als Beweis für die Übermacht des Patriarchats, nicht jedoch als Beweis für das handwerkliche Können und die Ästhetik seiner Bilder. Seine streng inszenierten Akte wurden von ihr sogar als „faschistoid“ bezeichnet, was letztendlich eine gerichtliche Auseinandersetzung nach sich zog, die Newton gewann. Diese Debatte tut der Beliebtheit der Bilder des in Berlin geborenen Photographen absolut keinen Abbruch, ganz im Gegenteil. Keine Frage, besonders die Aktphotos irritieren und provozieren viele Betrachter, jedoch stellte Helmut Newton als Meister der modernen Aktphotographie gerade zu Beginn der 90er Jahre die Frauen so dar, wie sie in der öffentlichen Debatte selbst gerne auftraten – als begehrenswertes Subjekt, dass die Regeln macht und über ihren eigenen Körper bestimmt. Als antifeministisch kann an diesem Ansatz eigentlich nichts bezeichnet werden.

Unbekannte Schätze

Originalphotographien von Helmut Newton gehören zu den teuersten Objekten, die der Kunstmarkt inzwischen anzubieten hat. Seine „Big Nudes“ (überdimensionale Abzüge seiner Aktphotos) sind heutzutage für Normalsterbliche unbezahlbar. Aber auch Originalabzüge von Bildern anderer zeitgenössischer Photographen bringen auf dem Kunstmarkt mehrere tausend Euro ein – wenn es sich um einigermaßen bekannte handelt. Zwar werden die Wenigsten einen echten Newton ihr Eigen nennen können, dennoch kommt es vor, dass man im Besitz ungeahnter Schätze ist. Vielleicht hat man zu Studentenzeiten einem befreundeten Photographen mal ein Bild abgekauft, oder auf dem Flohmarkt günstig eine schöne Lithographie erstanden. Oder aber man hat mehr oder weniger wertvolle Lithographien, Kunstdrucke oder Antiquitäten geerbt, die jedoch weder dem eigenen Einrichtungsstil noch dem persönlichen Geschmack entsprechen. Anstatt solche Dinge auf dem Dachboden verstauben zu lassen, lohnt sich vielleicht doch die Überlegung, diese Objekte zu verkaufen – und in Zeiten der Digitalisierung bietet sich das online geradezu an.

Kunstobjekte online verkaufen

Es gibt neben dem größten Internet-Auktionshaus Ebay auch konventionellere und vertrauenswürdigere Alternativen wie z.B. Auctionata. Hier kann man seine Antiquitäten verkaufen, bisher kaum beachtete Erbstücke schätzen lassen und Kunstgegenstände kaufen. Potentielle Verkäufer können bei Auctionata ihre Kunstobjekte schätzen lassen (die ersten 5 Schätzungen sind kostenfrei) und dann überlegen, ob sie sie für den Schätzbetrag verkaufen wollen oder eben nicht. Natürlich kann man auch auf traditionellem Wege seine Antiquitäten veräußern, das jedoch kostet deutlich mehr Zeit. Die Experten im Internet sind in der Lage, einen Wert angesichts eines Photos zu schätzen. Der lokale Antiquitätenhändler will das Stück mit Sicherheit vor Ort begutachten, wofür ein Termin ausgemacht und Zeit eingeplant werden muss. Bei Auctionata bedarf es in vielen Fällen lediglich einer Email mit einem Photo im Anhang. Über das Internet wird außerdem eine breitere Masse an Interessenten für das Objekt erreicht, was sich letzten Endes auch auf den Verkaufserlös auswirkt. Ein herkömmlicher Kunsthändler oder Antiquar hat einen deutlich reduzierteren Pool an Kunden und Sammlern, dementsprechend sind die zu erwartenden Preise oftmals niedriger.

 

Für Verkäufer als auch Sammler lohnt sich der Blick in die Galerie des Internetauktionshauses, denn das Angebot an unterschiedlichen Objekten und Sammlerstücken ist riesig und bietet Verkäufern einen interessanten Überblick über die Preise ähnlicher Objekte. Und wer weiß, vielleicht wird demnächst auch ein echter Abzug einer Photographie von Helmut Newton angeboten.

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