Zu fettiges Essen und übermäßiger Alkoholkonsum führen häufig zu Leberproblemen. Im schlimmsten Fall kommt es zu einer Leberzirrhose. Wir geben Informationen zur Leberzirrhose und ihren Auswirkungen. Welche Ursachen und Symptome hat die Krankheit?  Gibt es gute Therapiemöglichkeiten und kann Leberzirrhose überhaupt geheilt werden? Wann ist die Leber unheilbar erkrankt und wann ist der letzte Ausweg eine Transplantation.

Die Leberzirrhose

Unter dem Begriff Leberzirrhose werden mehrere Erkrankungen der Leber zusammengefasst,wobei es sich mindestens um eine Krankheit im fortgeschrittenen Stadium oder um eine im Endzustand handelt. Dabei wird durch bestimmte Einflüsse, die ständig auf die Leber wirken, die Leberstruktur zerstört, das Gewebe verhärtet sich und die Leber schrumpft und vernarbt. Daher spricht man auch von einer Schrumpfleber, einem Leiden, welches normalerweise nicht rückgängig zu machen ist.

Ursachen für eine Leberzirrhose

Die häufigste Ursache für mehr als 50 Prozent der Zirrhose-Erkrankungen der Leber ist Alkoholmissbrauch. Außerdem kann eine frühere Hepatitis (Leberentzündung) der Formen B, C oder D Auslöser für eine Schrumpfleber sein. Auch dauerhafte Schädigungen durch bestimmte Chemikalien oder Medikamente rufen eine Leberzirrhose hervor. Selten kommt es durch ungünstige erbliche Voraussetzungen zur Erkrankung. So können zum Beispiel die Eisenspeicherkrankheit Hämochromatose (Erkrankung des Stoffwechsels), eine Störung der Kupferausscheidung (Morbus Wilson) oder die Mukoviszidose (Erkrankung der Lungen mit übermäßiger Schleimproduktion) ursächlich für eine Leberzirrhose sein. Tropenkrankheiten, wie Ruhr oder Cholera kommen eher selten als Ursachen für eine Leberzirrhose in Betracht.

Symptome der Leberzirrhose

Je nach Art der Erkrankung verläuft die Leberzirrhose entweder vollkommen frei von Symptomen oder mit verschiedenen, oft recht allgemeinen Anzeichen. So können Müdigkeit, Minderung der Leistungsfähigkeit, Übelkeit, Gewichtsverlust und ein geschwächtes Konzentrationsvermögen auf eine Schrumpfleber hindeuten.
Manche Patienten bemerken auch ein Völle- oder Druckgefühl in der Oberbauchregion. Bestimmte  Hautzeichen signalisieren eine mögliche Erkrankung, dazu gehören rote Gefäßpünktchen an Oberkörper, Hals und/oder Gesicht, die wie Spinnen aussehen, rötliche Fingerballen an Daumen und kleinem Finger sowie eine scharlachrote, glänzende Zunge und Lippen (Lackzunge, Lacklippen). Die Finger- und Fußnägel können bei Leberzirrhose weiß verfärbt sein, die Haut dünn und knittrig.

Einige an einer Leberzirrhose Erkrankte beklagen einen starken Juckreiz. Manche Patienten haben auch Fieber und Schmerzen im Bereich der Leber. Die Blutgerinnung ist bei einer Leberzirrhose gestört. Hinzu kommen bei Männern Potenzprobleme und bei Frauen Menstruationsstörungen.

Verfärben sich das Weiß der Augäpfel sowie die Haut gelb, so sind dies nicht unbedingt sichere Symptome für eine Leberzirrhose, denn dies tritt erst auf, wenn die Leber in ihrer Funktion deutlich eingeschränkt ist.
Diagnose: Leberzirrhose

Zunächst führt der Arzt eine Tastuntersuchung durch, der eine weitere mittels Ultraschall folgt. Labortests bringen dann endgültige Gewissheit. Der Patient muss gegenüber dem Arzt genaue Angaben zu seiner beruflichen Vorgeschichte, möglicher Medikamenteneinnahme sowie zu seiner Lebensweise machen. Damit lassen sich mögliche Risikofaktoren für eine Leberzirrhose ermitteln, wobei eine genaue Ursachenangabe erst nach einer umfangreichen und speziellen Diagnostik möglich ist. Der Arzt stellt auch eine Prognose für den Verlauf der Erkrankung auf, die mit Buchstaben von A bis C bewertet wird, wobei C für die ungünstigste Prognose steht.

Als Therapiemöglichkeiten kommen der unbedingte Verzicht auf Alkohol und/oder bestimmte Medikamente in Betracht. Weiterhin wird die Ursache der Krankheit bekämpft, die Leberzirrhose selbst ist nicht heilbar.

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Foto: (c) mara l – www.pixelio.de

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