Wohnen für 3.800 Euro oder ein Fressnapf für 189 Euro – Marmor und Edelsteine können auch für Hunde verarbeitet werden.

Im Frankfurter Laden bei Christine Kallnik sind Luxusartikel für Tiere allgegenwärtig. Der Luxus für Tiere ist eine ganz besondere Hinwendung für die Vierbeiner, der modebewusste Hund bekommt im “Poochieglamour” alles was sein Herz begehrt.

Nicht umsonst heißt der Slogan “For Lifestyle Dogs”, denn der Edel-Fressnapf oder das mit Diamanten besetzte Halsband trägt nicht etwa zum Wohlbefinden des Tieres bei, lässt den Besitzer aber einen optisch schönen Hund vorführen.

Christine Kallnik war bereits immer für Schmuck zu haben, nach eigenen Versuchen mit modischen Accessoires für Hunde war ihr Entschluss schnell gefasst.

Die Anfänge ihres Geschäfts fanden in den USA statt, dort wurden ihre ersten entworfenen Leinen und Mäntel verkauft. Auf der Straße wurde Kallnik des Öfteren angesprochen, wo die Accessoires für ihren Hund erworben werden könnten. So kam die Geschäftsidee auf.

Keine Spur von Krise

Die außergewöhnlichen Artikel können gegen einige hundert Euro in ihrem Laden erworben werden. Da der Hund zumeist als Familienmitglied betrachtet wird, kann Christine Kallnik die Finanz- und Bankenkrise nicht spüren. Für Familienmitglieder wird schließlich nicht gespart.

Der Luxus für Tiere ist deutschlandweit vertreten, der Gesamtumsatz von Heimtierbedarf stieg im letzten Jahr um 0,6 Prozent. Hier kann ein neuer Trend beobachtet werden, auf der einen Seite werden wesentlich mehr Billigprodukte angeboten, andererseits werden jedoch auch mehr Luxusartikel angeboten.

Dies spiegelt nach Expertenmeinung unter anderem auch die gesellschaftliche Entwicklung wieder. Der Aufschwung von Premium-Produkten hält allgemein an, so werden auch bei anderen Tierarten steigende Umsätze beobachtet.

Für Mäuse und Hamster können mittlerweile Terrarien erstanden werden, welche für eine Zwei-Zimmer-Wohnung zu groß sind. Deren Preisspanne reicht bis zu 5.000 Euro, wobei auch preiswerte Varianten für 80 Euro gekauft werden können.

Die Veränderungen attestieren unter anderem auch den hohen Stellenwert der Tiere und deren Schutz. Die Grenze liegt laut Christine Kallnik genau dort, wo die Produkte den Tieren schaden. Eine automatische Waschmaschine oder Parfüm könnten den Tieren schaden, in ihrem Frankfurter Geschäft werden daher nur Produkte zum Wohl des Tieres verkauft.

Popularity: 4% [?]

Kommentar schreiben:


© 2009 Media Innovation GmbH