Es gibt aber viele Mythen, die das Offshore Banking umgeben, ich zerstreue hier einige der allgemeineren.

Steurparadies

Mythos 1: Offshore Konten sind nur für Millionäre

Multinationale Unternehmen, Künstler und Filmstars sind in ihren Bankverbindungen global geworden. Warum? Leute und Geschäfte gehen offshore, um Gesetze auszunutzen, die zu ihren Gunsten arbeiten. Es kann leichter sein Geschäfte zu machen, es gibt weniger Papierkrieg und oft niedrigere oder keine Steuern auf bestimmte Konstruktionen. Dies gilt insbesondere für Holdings. Offshore Konten ermöglichen auch eine größere Portfoliodiversifikation für die Investition in Währungen oder Fonds. Eine der größten Anziehungskräfte ist aber die Vermögenssicherung. Offshore Konten können Ihr Vermögen vor Angriffen durch leichtfertige Prozesse und habgierige Ex-Ehegattinnen schützen.

Mythos 2: Man braucht keine Steuern auf Offshore Konten zahlen

Obwohl es einige Steuervorteile gibt, ist die Offshore Bewegung von Vermögenswerten nicht länger die magische Steuersparlösung, die sie war. Natürlich müssen Sie auch bei einem deutschen Wohnsitz auf ausländische Kontenerträge Steuern zahlen. Dies lässt sich aber durch einen Auslandswohnsitz, z.B. in Andorra, vermeiden (Buchtipp: Andorra – Ihre Zukunft im letzten freien Land in Europa, bestellbar über den Verlag).

Die meisten Steuervorteile sind abgeschafft worden, aber es gibt drei Wege Steuern zu sparen. Erstens, die Gründung einer Offshore Company, zweitens die Trust-Lösung (Stiftungen), und drittens können Sie einen Auslandstrust für Ihre Erben gründen und auf diese Art einen ungeheuren Betrag an Steuern sparen. Allerdings gilt es hierbei vieles zu beachten und Sie sollten dies unbedingt mit Ihrem Steuerberater beraten. Eine Gründung ins Blaue hinein kann schnell in den Bereich der Illegalität führen.

Unternehmen, die Gewinne in verschiedenen Ländern erwirtschaften, halten Offshore Banken oft für eine bessere Alternative zu amerikanischen oder europäischen Banken. Teledesic, ein von Bill Gates mit gegründetes Unternehmen, wurde beispielsweise auf den Bermudas gegründet. Wäre Microsoft dort gegründet worden, wären die Steuerersparnisse für das Unternehmen enorm.

Mythos 3: Offshore Konten sind für Geldwäscher

OK, darin steckt ein wenig Wahrheit. Der International Monetary Fund berichtete, dass sich etwa 500 Milliarden Dollar “schmutziges Geld“ jedes Jahr durch die Bankensysteme der Welt bewegen. Wie auch immer . . .

“Die Häufigkeit ist verglichen mit der Anzahl von Dollars klein”, sagt Robert Whitney CEO von der Atlas Financial Group mit Sitz auf den Turks & Caicos Inseln, “es gibt Billionen von Dollars in Offshore Gebieten, die Mehrheit davon ist legitim.”

Internationale Verträge haben viele Offshore Zentren gezwungen, ihre Bankgesetze zu verschärfen. Suspekte Konten und Kontoinhaber unterliegen genaueren Überprüfungen und müssen Regierungsstellen gemeldet werden. Das Bankgeheimnis ist, bis auf wenige Ausnahmen, nicht mehr das, was es mal war. Interessanterweise wurde das Bankgeheimnis eingeführt, weil skrupelloses Verhalten es nicht schützte. Um den jüdischen Bürgern einen Platz zu geben, an dem sie ihr Bargeld während der Hitlerzeit verstecken konnten, erließ die Schweizer Regierung 1933 ein Gesetz, das den Leuten ermöglichte, anonym Geld in Nummernkonten zu deponieren.

Mythos 4: Sie geben Ihr Geld in die Hände von Kokosnussbauern und Fischern

Es ist wahr, dass viele Offshore Bankenzentren sich an tropischen Standorten befinden, besonders in der Karibik. Es gibt jedoch auch Offshore Zentren wie die Kanalinseln (Jersey, Guernsey, Sark, Alderney, Herm) in Europa. Es sind aber im Allgemeinen hochentwickelte Zentren mit multinationalen Banken und Institutionen. Allein auf Grand Cayman in der Karibik gibt es etwa 580 Banken mit geschätzten Vermögenswerten von 600 Milliarden Dollar. Die meisten der größten Banken der Welt haben dort Zweigstellen und alle Top 100 US Banken sind in Grand Cayman registriert.

Mythos 5: Es ist zu riskant

Nur weil Ihr Geld offshore ist, bedeutet das nicht, dass es von jemandem offshore verwaltet wird. Viele amerikanische und europäische Firmen verwalten die internationalen Konten ihrer Kunden durch Onshore Verwalter. Offshore Banking und Finanzzentren wurden geschaffen, um die Konjunkturen der Gastgeberländer zu stimulieren. Sie verdienen Geld durch Gründung, Administration und anderes – und sie wollen die kommenden Jahre weiterhin so Geld verdienen.

Für viele internationale Konzerne und international operierende Personen bieten Offshore Zentren die Art von Absicherung und Steuerersparnis, die sie anderswo nicht bekommen können. Mit ein wenig Bilanzkosmetik sind ein paar freie Tage, in denen Sie Ihren freundlichen Bankier im sonnigen Bermuda treffen, sogar abzugsfähig.

Empfehlenswert sind Länder, die nicht über- und auch nicht zu unterentwickelt sind, ABER die strikte Geheimhaltungsgesetze haben, d.h. verschiedene karibische Länder, andere lateinamerikanische Länder wie Panama sowie Andorra, die eine sichere Umgebung für Offshore Bankkonten bieten. Abschließend empfehle ich Ihnen meine im Verlag erschienene Publikation Auslandskonto 2005 – Anonym- und Offshore-Konten (nur über den Verlag bestellbar).

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