Nachdem es in Teil 1 unseres Artikels bereits um die Punkte “Garderobe”, “Sitzplatz” und “Unpünktlichkeit” ging, widmen wir uns nun den folgenden Bereichen und geben weitere Tipps, wie Sie sich in der Oper perfekt verhalten:

  • Während der Vorstellung:

Auch hier gilt absolute Rücksicht gegenüber Künstlern und Publikum. Bleiben Sie ruhig, auch wenn es Ihnen nicht gefällt. Die Oper ist kein Kino, deshalb haben Speisen und Getränke im Zuschauerraum nichts zu suchen.

Einzige Ausnahme: ein Hustenbonbon, das ein Kratzen im Hals lindert. Husten lässt sich letztendlich nicht vermeiden – wenn Sie es versuchen, wird es nur noch schlimmer. Wer krank ist, sollte den Opernbesuch einfach absagen, um andere Zuschauer nicht zu stören.

Applaudiert wird grundsätzlich, wenn der Dirigent ans Pult tritt und wenn er sich zum Publikum umdreht beziehungsweise sich der  Vorhang senkt. Szenenapplaus ist in der Oper nicht angebracht. Verleihen Sie Ihrer Begeisterung am Ende der Vorstellung Ausdruck.

Wenn es Ihnen nicht gefallen hat, sind Buhen und Pfiffe nicht angebracht, Ihren Unmut können Sie schriftlich gegenüber der   Intendanz äußern. Bleiben Sie ruhig sitzen und verlassen Sie nicht die Räume, während die Künstler noch den Applaus entgegennehmen.

  • Störenfriede:

Wenn sich andere Zuschauer nicht an die genannten Regeln halten und Sie sich gestört fühlen, dürfen Sie sie leise darauf aufmerksam machen. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an das Ordnungspersonal.

  • Pause:

Rauchen Sie nur dort, wo es erlaubt ist, stehen Sie geduldig an der Toilette an und geben Sie Trinkgeld. Es lohnt sich Snacks und  Getränke vorzubestellen, das ist bei den meisten Opernhäusern möglich, so ersparen Sie sich längere Wartezeiten.

  • Die schlimmsten Fauxpas:

Handyklingeln und jegliche andere Geräuschbelästigung sollten Sie dringend vermeiden, wenn Sie erhobenen Hauptes aus der Oper gehen möchten. Auch Fotografieren, besonders mit Blitz ist absolut unangebracht, denn es kann die Künstler erschrecken.

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Artikelfoto © leungchopan – Fotolia.com

1 Kommentar

  1. Gerda Koppensteiner kommentierte,

    Was den Applaus nach Szenen betrifft, muss ich widersprechen. Zumindest in der Wiener Staatsoper (die bei Künstlern u.a.deswegen beliebt ist, weil die Zuschauer hier die Künstler wirklich schätzen) wird nach gelungenen wichtigen Arien geklatscht und Bravo gerufen (was Juan Diego Florez z.B.regelmässig veranlasst, z.B. “Una furtiva lagrima” zu wiederholen.
    Warum soll man seine Emotionen und seine Begeisterung nicht zeigen? Wir sind ja nicht auf einem Begräbnis. Gerda Koppensteiner

    Geschrieben am 19. September 2014 at 16:08

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