Um bei einem Arbeitsunfall zu seinem Recht zu kommen, muss man nicht nur die genaue Definition des Begriffes Arbeitsunfall kennen, sondern auch wissen, welche Unfälle unter welchen Umständen dazu zählen. Ferner  sollte man sich auch mit den rechtlichen Parametern beschäftigen, die der Staat in solchen Fällen festgesetzt hat und die unabhängig von individuellen Arbeitsverträgen und unternehmensinternen Regelungen greifen. Hier erfahren Sie weitere Informationen.

Die richtige Definition

Zunächst einmal zählt ein Unfall nur dann als Arbeitsunfall und ist damit auch in diesem Sinne versicherungsrechtlich zu behandeln, wenn der durch den Unfall beim Geschädigten zu Stande gekommene Gesundheitsschaden zurückführbar ist auf den betrieblichen Bereich. Diese Definition gilt dabei im weitesten Sinne und schließt ebenfalls den Weg zur Arbeit mit in die Definition ein.Damit Rechtliches bei einem Arbeitsunfall zu Gunsten des Geschädigten greifen kann, muss dieser der Berufsgenossenschaft gemeldet werden. Sollten sich in seiner Folge mehr als drei Tage vollständige Arbeitsunfähigkeit ergeben, ist die Berufsgenossenschaft ab diesem Zeitpunkt zuständig für alle dem Geschädigten zustehenden Folgeleistungen.
Eine wichtige Einschränkung gibt es zu bedenken, wenn Rechtliches bei einem Arbeitsunfall abgeklärt werden soll: Sollte dieser unter dem Einfluss von Alkohol-, Rauschgift- oder Tablettenmissbrauch zustande gekommen sein, greift der Versicherungsschutz in keinem Fall , unabhängig von allen anderen Umständen.

Die Art und Umstände des Arbeitsunfalles

Rechtliches bei einem Arbeitsunfall unterscheidet zusätzlich in Art und Umstände des respektiven Unfalls. Damit erfährt die Definition des Arbeitsunfalls nochmals eine Untergliederung. So sind die primären und häufigsten Arbeitsunfälle solche, die der Geschädigte auf Grund seiner beruflichen Tätigkeit am tatsächlichen Arbeitsplatz erlitten hat. Ganz entscheidend für die Diagnose, ob diese Konstellation tatsächlich der Fall war, ist die Kausalität der Unfallsituation. Der tatsächlich entstandene Gesundheitsschaden muss nämlich unmittelbar rückführbar sein auf den betrieblichen Bereich. Auch muss der Gesundheitsschaden vollständig aufgrund des Arbeitsunfalls zustande gekommen sein und darf nicht schon zuvor angelegt oder latent vorhanden gewesen sein, so dass er sich beispielsweise durch den Unfall nur noch verschlimmert hat oder wieder zu Tage getreten ist.

Arbeitsunfall und Wegeunfall

Die zweithäufigste Arbeitsunfallart, durch die Rechtliches bei einem Arbeitsunfall zu bedenken ist, sind Unfälle, die dem Geschädigten auf dem Hin- oder Rückweg zu seiner Arbeitsstätte zustoßen. Diese Form nennt die Rechtssprechung und das Versicherungswesen den sogenannten Wegeunfall.
Für Unfälle, die während der Beförderung, Reparatur, oder dem Austausch sowie der Aufbewahrung eines Arbeitsgerätes entstehen, gelten die gleichen Regelungen. Zu dieser Arbeitsgeräteregelung zählt auch der Umgang mit Schutzausrüstung. Auch Unfälle, die durch oder während der Teilnahme am Betriebssport, an einem Betriebsausflug oder einer Betriebsfeier entstehen, fallen in Bereich Arbeitsunfälle.

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1 Kommentar

  1. Lothar Weber kommentierte,

    Ich habe mich am dienstag den 25.03.14 im Lkw nach meiner Schichtzeit mit siedendem Wasser am Fuß verbrannt. Es it in meiner 11 stündigen Ruhezeit passiert, da ich die Woche im LKW verbringe ,wollte ich jetzt wissen ob dieses auch zum Arbeitunfall zählt.
    Mit freundlichen Grüßen
    Weber

    Geschrieben am 1. April 2014 at 10:46

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