Den eigenen Arbeitsplatz markieren:

Wie kann man sich das vorstellen? Inwiefern tun wir dies und warum eigentlich?

Ein Blick ins Tierreich bringt uns da nicht viel weiter. Der Platzhirsch zum Beispiel schlägt zur Reviermarkierung mit Geweih und Klauen Brunftkuhlen, in die er nässt und sich darin niederlässt, um brunftiges Kahlwild zu erwarten. Andere Tiere schubbern sich an markanten Stellen im Gelände und hinterlassen dort Drüsensekrete.

Zwar haben wir mit alldem nicht wirklich etwas gemein, aber auch wir hinterlassen unsere Kontroll-, Identitäts- und Verteidigungsmarken, die aus persönlichen Kleidungsstücken, Kaffeetassen, Familienfotos sowie aus dem persönlichen PC-Passwort bestehen können.

Diese symbolischen Barrieren haben das Ziel, den eigenen Arbeitsbereich zu personalisieren und zu begrenzen, um einem möglichen Eindringling zu zeigen: Das hier ist mein Territorium.

Gefühl von Sicherheit mit Motivationsfaktor

Studien besagen, dass über 90 Prozent der Arbeitnehmer ihre persönlichen Marken setzen. Auf der einen Seite gibt es ihnen Geborgenheit und Sicherheit, auf der anderen Seite werden sie durch das Wohlgefühl produktiver.

Es gibt Untersuchungen, die zeigen, dass Mitarbeiter, die ihren Arbeitsplatz mit persönlichen Dingen ergänzt haben, in ihrem Job mehr Verantwortung übernehmen.

Enorm aussagekräftig: Persönliche Dinge am Arbeitsplatz

Mit den persönlichen Indizien im Büro kann der Mensch unwissentlich oder beabsichtigt viel über sich selbst aussagen.

So schickte ein Psychologe Probanden in diverse Büros abwesender Angestellter und ließ sie über die Persönlichkeit der Abwesenden mutmaßen. Treffender als die Meinung des besten Freundes sollen diese Einschätzungen gewesen sein.

Ihr Schreibtisch verrät also eine ganze Menge über Sie.

Artikelfoto © sk_design – Fotolia.com

Popularity: 3% [?]

Kommentar schreiben:


© 2009 Media Innovation GmbH