Kennen Sie das: Nach einer Nacht mit eigentlich ausreichend Schlaf stehen Sie am Morgen wie gerädert auf, fühlen sich schlapp, sind schnell gereizt und es fehlt Ihnen an Konzentration und der nötigen Ausdauer, den langen Arbeitstag zu überstehen.

Haben Sie je daran gedacht, dass Ihr nächtliches Schnarchen die Ursache für diese Symptome sein kann?

Viele deutsche Männer über 50 Jahre, laut Statistik sind es zwischen 60 und 80 %, leiden unter dieser Störung. Dabei unterscheidet sich das einfache oder primäre Schnarchen, das mit lauten Geräuschen, jedoch ohne Auswirkungen auf den nächtlichen Schlafrhythmus einher geht, von dem apnoischen Schnarchen.

Apnoisches Schnarchen: Atemaussetzer

Hierbei erleiden die betroffenen Männer während des Schlafs oftmals Atemaussetzer, die bis zu 10 Sekunden andauern können. In der Entspannung erschlaffen die Muskeln der oberen Luftwege, sowie der Zunge und die weichen Gewebeteile im Nasen- und Rachenraum vibrieren bei jedem Atemzug, wodurch die typischen Schnarchgeräusche entstehen.

Die nächtliche Geräuschkulisse kann mit Spitzenwerten um 90 dz, was der Lautstärke eines vorbeifahrenden Lastkraftwagens entspricht, nicht nur für die Männer unerträglich werden.

Verengung der Atemwege

Eine Verengung der Atemwege, durch Schnupfen, Allergien oder durch eine Nasenscheidewand-Verkrümmung, führt in diesen Fällen zu vermindertem Druck im Nasen- und Rachenraum, was einen normalen Luftstrom nicht mehr möglich macht. Bei dem apnoischen Schnarchen wird die Luftzufuhr zusätzlich durch das erschlaffte Gewebe im Rachenraum verschlossen. Die dadurch entstehende Atempause führt zu einer verminderten Sauerstoffzufuhr, wodurch die natürliche Schutzfunktion des Körpers alarmiert wird.

Sie wachen auf. Diese lebenswichtige Reaktion Ihres Körpers führt allerdings dazu, dass sie mehrmals in der Nacht ihren Schlaf unterbrechen. Schlafstörungen und körperliche Erschöpfung senken Ihre Belastbarkeit, Sie fühlen sich unausgeschlafen und gereizt, zusätzlich leiden einige Männer unter Potenzproblemen.

Verzichten Sie nach Möglichkeit auf Alkohol, schlafen Sie mit erhöhtem Oberkörper und meiden Sie die Rückenlage, so kann das primäre Schnarchen gemindert werden.

Anders sieht es beim apnoischen Schnarchen aus. In diesem Fall sollten Sie einen Fachmann zu Rate ziehen.

Artikelfoto © Mirko Raatz – Fotolia.com

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