Nach der Oldtimersaison beginnt für viele der alten Klassiker der Winterschlaf. Sie werden für Monate eingelagert. Damit Ihr Schätzchen den Winter auch gut übersteht und es im Frühjahr keine bösen Überraschungen gibt, sollten Sie dabei einiges berücksichtigen:
- Bei der Wahl des geeigneten Winterquartiers für Ihren Oldtimer sollten Sie darauf achten, dass der Abstellplatz gut belüftet und trocken ist und eine möglichst konstante Raumtemperatur hat. Temperaturschwankungen fördern die Bildung von Kondenswasser.
- Waschen und trocknen Sie Ihr Fahrzeug gründlich. Reinigen Sie dabei auch alle Wasserabläufe, Ecken und Kanten, den Unterboden und den Innenraum. Fahren Sie Ihr Liebhaberstück dann noch einmal komplett warm, damit auch letzte Wasserreste in den Ritzen ausgeblasen werden und Kondenswasser im Auspuff verschwindet. Verschließen Sie Auspuff- und Ansaugöffnungen mit einem ölgetränkten Lappen.
- Damit sich auch im Blechtank kein Kondenswasser bilden kann und Rost vermieden wird, tanken Sie voll.
- Kontrollieren Sie den Kühler-Frostschutz und füllen Sie eventuell nach. Füllen Sie auch das Wasser der Scheibenwaschanlage mit ausreichend Frostschutz oder Spiritus auf.
- Damit sich die Batterie während der längeren Standzeit nicht vollständig entlädt, sollten Sie sie unbedingt abklemmen. Laden Sie die Batterie aber trotzdem in regelmäßigen Abständen auf oder schließen sie direkt an einen Erhaltungslader an.
- Um die Gummidichtungen geschmeidig zu erhalten, können Sie diese mit Silikonfett, Vaseline oder Talkum behandeln. Die Scheibenwischer sollten nicht den ganzen Winter auf der Scheibe anliegen. Klappen Sie sie hoch und reiben Sie die Wischerblätter mit Talkum ein.
- Lösen Sie die Handbremse. Damit verhindern Sie ein Einfrieren.
- Öffnen Sie die Fenster einen Spalt für eine bessere Luftzirkulation.
- Mottenkugeln und Mausefalle sind einfache Mittel gegen ungebetene Gäste.
- Durch Aufbocken können Sie die Reifen Ihres Oldtimers entlasten und einen „Standplatten“ vermeiden.
Achtung: Bei Fahrzeugen mit Drehstabfederung (z.B. Porsche und VW) kann diese durch Aufbocken beschädigt werden. Hier ist es besser, den Reifendruck während der Standzeit um 0,5 bis 1 Bar zu erhöhen.
- Soll der Oldtimer nun noch optimal und trocken „eingemottet“ werden, ist das luxuriös in einem High-Tech-Plastikzelt mit Ventilatoren möglich, was jedoch entsprechend teuer ist.Günstiger und einfacher ist die Alternative, dem Raum durch Silikatbehälter, die es in Baumärkten gibt, Feuchtigkeit zu entziehen. Einen Behälter legen Sie in Ihr Auto und zwei in die Garage. Die Silikatbehälter können immer wieder verwendet werden, sollten aber ca. alle zwei Monate im Backofen getrocknet werden.
Haben Sie Ihren Oldtimer so auf die Winter-Standzeit vorbereitet, steht bei Saisonstart der Freude und dem Spaß mit Ihrem besonderen Automobil nichts mehr im Wege.
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