Eingewachsene Haare sind nicht nur ein kosmetisches Problem. Bei der Entzündung des Haarbalgs bleibt es nicht immer nur bei unschönen Pickeln. Es können sich durch die Besiedelung mit Bakterien und Pilzen auch schmerzhafte Abszesse und Furunkel bilden. Im schlimmsten Fall muss der Arzt die eingewachsenen Haare operativ entfernen. Doch soweit muss es gar nicht kommen. Es gibt vorbeugende Maßnahmen. Lesen Sie hier, wie Sie eingewachsene Haare entfernen können und was Sie dabei beachten müssen.
Männer und Frauen sind gleichermaßen von diesem haarigen Problem betroffen. Bei Männern wachsen häufiger die Barthaare ein. Bei Frauen sind meist die Bikinizone, Achselhöhlen und Beine betroffen. Zu beobachten ist eine gewisse Veranlagung für eingewachsene Haare, da manche Menschen ständig darunter leiden, andere jedoch diese Probleme nicht haben.
Wie entstehen eingewachsene Haare?
Hautschuppen, die normalerweise von allein abfallen, verbleiben auf der Haut und verstopfen die Poren. So kann das wachsende Haar nicht nach außen gelangen und wächst nach innen weiter. Meist führen eingewachsene Haare zu den kosmetisch unschönen eitrigen Pickeln. Die Pickel entleeren sich nach einer gewissen Zeit von allein und damit ist in der Regel das Problem gelöst. Öffnet sich der Pickel nicht und bildet sich zu einem Furunkel aus, sollte die Behandlung wegen der Entzündungsgefahr unbedingt einem Arzt überlassen werden.
Gefahr durch die Rasur
Mit der Haarentfernung durch Rasur, Epilieren, Wachsen, Zupfen entstehen oberflächliche, für das menschliche Auge kaum sichtbare Hautverletzungen, durch die Krankheitskeime wie Bakterien, Pilze und Viren zur Haarwurzel vordringen können. Enge Kleidung an den betreffenden Stellen fördert die Entzündung. Auch Krankheiten wie Diabetes oder Akne und kortisonhaltige Medikamente können die Entzündung begünstigen.
Vorbeugende Maßnahmen
Mit gewissen vorbeugenden Maßnahmen kann man eingewachsene Haare zumindest einschränken. Eine Reduzierung der Haarentfernung mindert Mikroverletzungen der Haut und schränkt Entzündungen ein. Entdeckt man rechtzeitig eingewachsene Haare, kann man versuchen, diese vorsichtig mit einer Pinzette aus der Haut herauszuziehen. Anschließend sollte die kleine Wunde mit einer desinfizierenden Salbe behandelt werden. Sitzen eingewachsene Haare tiefer in der Haut, kann man auch mit Zugsalbe versuchen, das Haar zu entfernen. Regelmäßiges Peeling entfernt die Hautschuppen, so dass diese die Poren nicht mehr verstopfen können.
Behandlungstipps
Eine Haarbalgentzündung an eingewachsenen Haaren kann erfolgreich mit dem Antibiotikum Erythromycin oder dem Akne-Medikament Benzoylperoxid behandelt werden. Letzteres wirkt stark schälend auf die obere Hautschicht und legt so das Haar frei. Bei der Neigung zu eingewachsenen Haaren sollte auf eine Nassrasur und Epilieren verzichtet werden, da damit die Haut zusätzlich gereizt wird. Ist eine Rasur unumgänglich, empfiehlt es sich, die Haare etwa 1 mm über der Hautoberfläche abzuschneiden. Neu auf dem Markt ist Ingrow Stop, ein Mittel gegen eingewachsene Haare, das auf der Hautoberfläche exfolierend wirkt und in den tieferen Hautschichten die abgestorbenen Hautzellen löst. Das Mittel wirkt zusätzlich desinfizierend, antibakteriell, hautpflegend und -regenerierend.
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