Oft hat uns schon der Gedanke beseelt, sich einmal wie ein Fisch unter der Wasseroberfläche zu bewegen.  Als Kinder haben wir davon geträumt, uns aber nie vorstellen können, dass sich dieser Traum einmal erfüllen könnte. Das sportliche Tauchen schafft eine Möglichkeit dafür und vermittelt dabei ein ganz neues Körper- und Erlebnisgefühl. Durch das Eintauchen in die Unterwasserwelt erschließt sich eine Sphäre, die wir bisher nur vom Hörensagen kannten und die unsere gesamte Gefühlswelt verändert.

Das Abenteuer Tauchen

Das Tauchen ist ein Abenteuer, auch wenn erst einmal Anfangsangst oder Skepsis überwunden werden müssen.
Was haben wir schon alles versucht, um im Schwimmbecken oder gar im Badesee auf den Grund zu tauchen. Auch heute ist noch ein Teil dieser Abenteuerlust vorhanden.Es ist eine Grundeigenschaft des neugierigen Menschen, den Dingen „auf den Grund gehen zu wollen“. Das Tauchen schafft dafür eine wunderbare Voraussetzung. Unter der Wasseroberfläche begegnen uns völlig neue Eindrücke, die wir mit allen Sinnen erfassen.

Tauschen ist spannend

Viele Überraschungen warten in den Tiefen der Gewässer auf uns. Die gesamte Wahrnehmung unter Wasser verändert sich. Man nimmt Gegenstände und Dinge in einem ganz anderen Größenverhältnis wahr.
Entfernungen werden anders wahrgenommen als an Land. Die Schallausbreitung erfolgt unter Wasser auf eine für unser Ohr ungewohnte Art und Weise. Der Schall breitet sich dort schneller aus und die Hördimensionen verändern sich. Schon beim Untertauchen im Schwimmbecken kann man das spüren.
Eine Taucherbrille verhindert, dass das Auge direkt mit dem Wasser in Berührung kommt und somit richtig fokussieren kann. Für das sportlichen Tauchen ist dies eine Grundvoraussetzung

Die Tauchausrüstung

Mit einer Taucherausrüstung ist es möglich, wesentlich tiefer und länger zu tauchen, als mit einem Schnorchel.
Mit zunehmender Tauchtiefe verändern sich auch die Lichtverhältnisse und die Farben. Je tiefer man taucht, umso mehr verschwinden die Farben rot, orange, violett, gelb und grün und man sieht alles nur noch in blauen Farbtönen.
Beim Tauchen muss man sich auf die Veränderung der Schallausbreitung einstellen. Beträgt seine Ausbreitung in der Luft etwa 343 Meter pro Sekunde, so breitet er sich im Wasser mit einer Geschwindigkeit von etwa 1480 Meter pro Sekunde aus. Der Mensch bestimmt den Ausgangspunkt. Die Schallquelle hilft bei der Bestimmung mit, da diese an Land mit dem einen Ohr etwas schneller gehört werden kann, als mit dem anderen Ohr. Unter Wasser funktioniert diese Methode nicht mehr, da der Schall sich zu schnell ausbreitet.
Die Besonderheiten und auch die Risiken des Tauchens muss man kennen, um unliebsame Überraschungen unter Wasser zu vermeiden. Nur so wird der Tauchgang zu einem wirklichen Erlebnis.

Voraussetzungen für das Tauchen

Eine wichtige Voraussetzung vor dem ersten Tauchgang sind Informationen zu den zu erwartenden neuen Herausforderungen unter Wasser. Man muss wissen, wie man sich unter der Wasseroberfläche bewegen muss und verständigen kann. Dies zu erlernen ermöglicht ein Tauchkurs durch erfahrene Tauchsportler.
Regeln für einen Tauchkurs
Der erste Tauchgang sollte im Hallenbad nach gründlicher Theorieausbildung stattfinden. Findet er im Freiwasser z.B. eines Sees statt, dann muss ein Tauchlehrer mit dabei sein. Vor Beginn der Ausbildung ist eine gründliche medizinische Untersuchung und eine Tauglichkeitsprüfung erforderlich.
Das Erlernen der Navigation unter Wasser ist besonders wichtig, um ständig die Position bestimmen zu können. Unter Wasser kann man sich ebenso verirren wie an Land. Das Tarieren ermöglicht dem Taucher, den natürlichen Auf- und Abtrieb seines Körpers für seine Tauchzwecke nutzbar zu machen und ganz bewusst einzusetzen. Für das tiefere Tauchen benutzt der Taucher das spezielles Atemgas Nitrox. Gegenüber normaler Atemluft verfügt dieses Gas über verminderten Stickstoff und hat dafür einen erhöhten Anteil an Sauerstoff.
Eine weitere Voraussetzung für sicheres Tauchen ist das Beherrschen der Zeichensprache. Sie macht die Verständigung unter Wasser möglich, besonders, wenn zu zweit oder in einer Gruppe getaucht wird oder wenn Notsituationen auftreten.

Die Sicherheit beim Tauchen

Will man sich das Element Wasser durch das Tauchen erschließen, ist Sicherheit oberstes Gebot, um auftretende Gefahren schnell zu erkennen und beherrschen zu können. Eine der Gefahren ist der Tiefenrausch. Er manifestiert sich in Schwindel, Orientierungslosigkeit und Euphorie. Das Aquascooter-Tauchen (Tauchen mit motorisiertem Antrieb) und die Unterwasser-Fotografie sind zwei zusätzliche Tauchvarianten. Sie sorgen für außergewöhnliche und abenteuerliche Taucherlebnisse.

Das Faszinierende des Tauchens

Das Tauchen in einer fremden, noch ungewohnten Umgebung ist ein einmaliges Erlebnis. Es hilft, ein gesundes Selbstvertrauen zu entwickeln. Die Faszination der Unterwasserwelt ist Triebkraft für die Auseinandersetzung mit den Tiefen der Gewässer. Erfahrene Taucher an der Seite zu haben, sollte eine Selbstverständlichkeit für jeden Anfänger sein.

Selbstüberschätzung ist lebensgefährlich

Die gründliche Vorbereitung auf den ersten Tauchgang ist enorm wichtig. Es gilt zu lernen, auf die Signale des Körpers zu achten. Überschätzen Sie sich nicht, sonst könnte der Tauchgang lebensgefährlich werden. Nur so wird der Tauchsport zu einem interessanten Hobby werden.
Wer sich nicht genau darüber im Klaren ist, ob das Hobby Sporttauchen für ihn das Erstrebenswerte ist, der sollte es einfach mit einem Schnupper-Tauchgang versuchen. Danach wird die Entscheidung viel leichter fallen.
Es gibt ein breites Netz von Tauchschulen und Tauchvereinen im Inland und am maritimen Urlaubsort.
Wer einmal einen Unterwasser-Tauchgang gemacht hat, kommt nicht mehr davon los!
Da Sie mit Aufmerksamkeit diesen Text gelesen haben, ist Ihr Interesse für den Tauchsport geweckt.
Freuen Sie sich auf Ihren ersten Tauchgang!

Tipps:

ABC-Tauchschule

Der Buchtipp: Tauchen im Roten Meer

Foto: (c) giner 1967 – www.pixelio.de

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