Leider werden Urheberrechte durch Raubkopien oder digitale Weiterverbreitung von Werken immer wieder missbraucht. Wichtig ist, seine Rechte und deren Auswertungsmöglichkeiten genau zu kennen und gegen Urheberrechtsverstöße von Seiten Dritter konsequent vorzugehen. Autoren, Fotografen, Künstler und Musiker sollten Ihre Urheberrechte schützen. Erfahren Sie hier alle wichtigen Informationen über Nutzungs-, Verwertungs- und Urheberrechte.

Urheberrechte können nicht verkauft werden

Im Hinsicht auf die Verwertung und Wahrung von Urheberrechten ist Deutschland durch sein Rechtssystems immer noch ein guter Ort für alle kreativ Schaffenden. In Deutschland gibt es ein unveräußerliches, geschütztes Urheberrecht. Damit unterscheidet sich das deutsche judikative System zum Beispiel vom Amerikanischen: In den USA können Urheberrechte verkauft werden. Damit verliert der urheberrechtliche Besitzer alle Rechte. Auch alle Nutzungen des Werkes und den sich daraus ergebenden Umsätzen stehen dem Künstler nicht länger zu. Er hat im Grunde nicht einmal das Recht, von dem Werk noch als dem seinen zu sprechen. In Deutschland hingegen nutzen Sie Urheberrechte quasi automatisch, da dort das Urbererecht nicht veräußert werden kann. Das gilt auch dann, wenn ein Künstler dies wollte und auch einen Käufer dafür gefunden hätte. Wird ein Werk als solches verkauft, etwa in Form eines Bildes, einer Skulptur, einer Musikaufnahme oder eines Buches, muss der Urheber durch eine Rundfunkausstrahlung, eine Auftritt oder einen Abdruck, an den resultierenden Gewinnen beteiligt werden. Er nutzt nämlich seine Urheberrechte, in dem er lediglich die Leistungsschutzrechte bzw. Nutzungsrechte an seinen Werken vergibt, die eine Nutzung derselben gegen Gewinnbeteiligung gestattet.

Die Verwertungsrechte

Die Nutzung der eigenen Urheberrechte sollte damit beginnen, Mitglied in der für das eigene Werk relevanten Verwertungsgesellschaft zu werden. Denn Tatsache ist, dass vor allem Musiker und Autoren schlicht nicht in der Lage sein können, einen Überblick über sämtliche Verwertungswege ihrer Werke zu behalten. In Deutschland ist  die Meldung einer Werkeverwendung durch den Nutzer Pflicht. Allerdings hat es sich eingebürgert, dass diese den Verwertungsgesellschaften und nicht dem Künstler selbst angezeigt wird. Diese wiederum unterstützen die Urheber auf vielfältige Art dabei, ihr Urheberrecht zu nutzen, und ihre Ansprüche nachhaltig geltend zu machen. Der § 1 des Urheberrechtswahrnehmungsgesetzes definiert diese Aufgabe als die “Rechnung mehrere Urheber oder Inhaber verwandter Schutzrechte zur gemeinsamen Auswertung wahr[zu]nehmen”. Die relevantesten deutschen Verwertungsgesellschaften sind die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte, die Verwertungsgesellschaft Wort, die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten und die Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst.

Nutzungsrechte

Die nächsten Schritte zur Nutzung von Urheberrechten sind abhängig von der Art der Urheberschaft. Für Autoren ist es sicherlich sinnvoll, sich einen Agenten zu suchen, der bei der Nutzbarmachung der schriftstellerischen Werke durch Verlage hilft und auch die entsprechenden Verhandlungen um die Nutzungsrechte führt. Musiker hingegen sollten sich, insoweit sie sich nicht selbst um die Verbreitung ihrer Musik kümmern, einen Musikverlag suchen. Gute Musikverlage kümmern sich schon aus Eigeninteresse um die Verwertung der Urheberrechte an den Werken der bei ihnen geführten Künstler. Als bildender Künstler ist es sinnvoll, sich auf die Suche nach einer guten Galerie und einem vertrauenswürdigen Galeristen mit guten Kontakten zu machen, der bei der Nutzung der Urheberrechte hilft.

Tipps:

Internet-Ratgeber Recht

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Foto: © insektivor212 – www.pixelio.de

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