Antike Autos sind eine echte Herausforderung. Das gilt erst Recht, wenn man die Autos in Eigenregie reparieren will. Wer technisch und handwerklich interessiert ist, der kann ein antikes Auto problemlos reparieren. Auch Laien können mit der richtigen Vorbereitung an die Sache herangehen. Erfahren Sie hier, wie Sie antike Autos restaurieren können.

Die ersten Vorbereitungen

Die erste Frage die man sich stellen sollte ist, welches Fahrzeug wähle ich für die Restaurierung aus?. Ist man weniger erfahren im Umgang mit Autos sollten nur Fahrzeuge in Betracht gezogen werden, die noch über eine gewisse Substanz verfügen. Sind nur austauschbare Teile, wie Türen, der Heckklappe, Außenspiegel etc., von Korrosion betroffen fällt der Umtausch dieser Teile natürlich in den Bereich des Möglichen. Ist eine Entscheidung getroffen worden, sollte man zuerst Informationen, in Form von Werkstattbüchern, Reparaturanleitungen, Explosionszeichnungen etc., sammeln und diese ausführlich studieren.

Entkernen Sie das Auto

Sind alle Vorbereitungen getroffen kann die eigentliche Arbeit beginnen. Vergewissern Sie sich, bestenfalls durch Fotos, wie Sie die Teile wieder zusammenbauen können und ordnen sie jedes Bauteil ein. Danach wird das gesamte Auto entkernt! Entfernen Sie zuerst das Interieur d.h. Sitze, Himmel, Mittelkonsole und Türverkleidungen. Folgend entfernen Sie die Achsen, das Getriebe und die Auspuffanlage. In den meisten Fällen sind die Komponenten festgerostet und nur mit viel Vorsicht demontierbar. Rüsten sie das Exterieur und sonstige Teile ab. Falls verfügbar sollten Sie unbedingt Reparaturleitfaden und Demontagehinweise verwenden! Wenden Sie sich folgend an das Herz des Fahrzeugs, dem Motor. Lösen sie Servolenkung- und Kühlflüssigkeitsschläuche und trennen Sie den Motor von jeglichen Halterungen. Dann heben Sie den Motor aus dem Motorraum.

Roststellen entfernen

Nun stehen sie vor einer nackten Karosserie. Entfernen sie Lack und Roststellen im Außen sowie im Innenraum durch Schmirgeln oder Sandstrahlen. Heben Sie das Auto an und entfernen Sie den Unterbodenschutz. Mit Hilfe eines Acetylenbrenners beseitigen Sie an der gesamten Karosserie die Karosseriedichtmasse. Sind danach alle Stellen entfettet worden, kann damit begonnen werden neue Dichtmasse aufzutragen. Danach tragen Sie Unterbodenschutz und Innenraumlack auf. Lackieren Sie die Karosserie und die zuvor vorbereiteten Teile.

Der Motor sollte geprüft werden

Testen Sie Motor, Getriebe, sicherheitsrelevante Komponenten etc. auf Herz und Nieren. Wägen Sie ab ob sich eine Überholung des Motors lohnt, oder ein Austauschmotor die bessere Lösung darstellt. Montieren Sie das Auto in umgekehrter Reihenfolge wieder zusammen. Ein neuer Kabelbaum und ein neuer Akkumulator wären ratsam. Befolgen Sie Alle Leitfäden und bewahren Sie Ordnung, steht einem neuen Leben Ihres Fahrzeugs nichts mehr im Wege.

Die Restauration im Überblick:

1.Wählen Sie ein Fahrzeug mit guter Substanz aus.
2.Informationen über ihr Fahrzeug. Reparaturleitfäden sammeln.
3.Dokumentieren Sie Ihre Arbeit durch Fotos und Notizen
4.Zerlegen Sie das Fahrzeug in seine Einzelteile.
5.Entfernen Sie Lack und Unterbodenschutz und ersetzen Sie diesen.
6.Sicherheitsrelevante Komponenten prüfen.
7.Motor prüfen und gegebenenfalls ersetzen.
8.Montieren Sie alle Teile in umgekehrter Reihenfolge.

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 Foto: (c) Havlena – www.pixelio.de

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