Im Regelfall geraten Menschen nicht allzu häufig in einen Rechtsstreit, der einen Anwalt erfordert. Auch für Unternehmer, die schneller in eine unklare Rechtslage hineinrutschen können, ist der Besuch bei einem Anwalt oft mit Nervosität verbunden. Das liegt daran, dass viele Menschen im Umgang mit dem Anwalt einfach unsicher sind. Hält man sich aber an einige einfache Regeln, dann kann man nichts falsch machen. Erfahren Sie hier, wie Sie erfolgreiche Gespräche mit Ihrem Anwalt führen können.

Der erste Kontakt

Hat man den richtigen Fachmann gefunden, beispielsweise im Internet, so geht es zunächst um den Erstkontakt. Per Brief, E-Mail oder am Telefon schildern sie ihm zunächst möglichst klar und unter Einbeziehung aller wichtigen Fakten den Sachverhalt. Das ist wichtig, damit er die Lage einschätzen und einen etwaigen Preis für seine Arbeit nennen kann, denn darum geht es, wenn Sie zum ersten Mal mit Ihrem Anwalt sprechen. Manche Anwälte werden danach einen Termin in ihrem Büro ausmachen, während andere den kompletten Verkehr per Telefon oder auf schriftlichem Wege abwickeln.

Bleiben Sie bei der Wahrheit

Sobald Sie sich über die Bezahlung einig geworden sind, geht es dem Anwalt darum, einen umfassenden Einblick in die Sachlage zu bekommen. Viele Menschen haben Angst vor dem Anwalt, weil sie glauben, dass er alles, was sie im Laufe des Gesprächs sagen, gegen sie verwenden könnte. Das ist aber nur vor dem Gericht der Fall. Ihr Anwalt will ihnen helfen. Damit er Sie kompetent verteidigen kann, ist es daher wichtig, dass er alles weiß, was Sie wissen. Geht es beispielsweise um eine nicht bezahlte Rechnung, die sie zwar erhalten und geöffnet, aber nicht beglichen haben, sollten Sie Ihrem Anwalt genau das sagen, und nicht, dass die Rechnung nie bei Ihnen im Briefkasten lag. Der Rechtsbeistand wird Sie dafür nicht verurteilen, sondern dafür sorgen, dass der Sachverhalt Ihnen trotzdem nicht zum Verhängnis wird.

Neuigkeiten sofort mitteilen

Wenn Sie mit ihrem Anwalt sprechen, ist es auch wichtig, ihn über die neuesten Entwicklungen in dem Fall auf dem Laufenden zu halten. Nur, wer mit seinem Anwalt über alle Neuigkeiten spricht, kann auf eine sachkundige Verteidigung hoffen. Dazu gehört beispielsweise, dass Sie Ihren Rechtsbeistand über den Eingang neuer Post zu dem Fall unterrichten und ihm die Schriftstücke übermitteln.

Erklärung und Vollmacht

Sprechen Sie für eine andere Person mit dem Anwalt, beispielsweise für den Ehepartner oder einen Freund, der durch die Arbeit oder andere Gründe verhindert ist, ist es wichtig, dass sie eine Vollmacht ausgestellt bekommen. Andernfalls darf der Anwalt mit Ihnen über diesen Fall nicht sprechen. Die entsprechende Vollmacht ist eine formlose, von der entsprechenden Person unterschriebene Erklärung, die dem Anwalt gestattet, den Fall auch mit Ihnen zu besprechen.

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Foto: (c) insektivor212 – www.pixelio.de

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