Etwa zwei Drittel unseres Körpers sind flüssig. Ohne dieses Wasser im Körper würde der Mensch nicht funktionieren, Zellen und Organe könnten nicht mit Sauerstoff und Nahrung versorgt werden. Eineinhalb bis zwei Liter Wasser pro Tag verbraucht der Körper beim Stoffwechsel bzw. gehen durch die Atmung, über die Haut und bei der Schweißbildung verloren, bei extremer Anstrengung kann der Verlust bis zu zehn Litern betragen. Führen wir dem Organismus die ihm entzogene Wassermenge nicht oder nicht in ausreichenden Mengen wieder zu, dann kommt es zur Austrocknung des Körpers, der Dehydration.

Nicht erst den Durst löschen

Das erste Anzeichen einer Austrocknung ist Durst. Soweit sollte man es aber gar nicht erst kommen lassen! Der Körper ist zu diesem Zeitpunkt bereits ausgetrocknet, das Blut dickflüssiger und es kommt zu ersten Mangelversorgungen der Zellen und Organe mit Nährstoffen und Sauerstoff. Anstatt also nur den Durst zu löschen, sollte man die Austrocknung des Körpers vorbeugend verhindern, indem man über den Tag verteilt mindestens zwei Liter Wasser zu sich nimmt, bei erhöhtem Flüssigkeitsverlust entsprechend mehr. Bei Erkrankungen der Niere oder des Herzens sollte die Trinkmenge aber mit dem Arzt abgesprochen werden. Nicht nur schwere körperliche Arbeit oder sportliche Aktivitäten bewirken einen Mehrverbrauch an Wasser, auch übermäßige Verwendung von Kochsalz sowie Erkrankungen entziehen dem Organismus mehr Flüssigkeit als im Normalfall.

So erkennt man die Austrocknung des Körpers

Neben dem oben bereits erwähnten Durstgefühl sind auch trockene Haut, Probleme beim Kauen oder Schlucken sowie dunkler Urin unmissverständliche Zeichen, dass der Körper sich auf dem Weg zur Austrocknung befindet. Es kann bereits zu Kopfschmerzen, Schwindelgefühlen oder Muskelkrämpfen kommen. Ferner werden die Zellen und Organe durch reduzierte Nährmittelversorgung nachhaltig geschädigt. Die Haut zeigt mehr Falten, Körperteile werden nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt.

Austrocknung des Körpers nach Plan verhindern

Lassen Sie ein Durstgefühl also gar nicht erst entstehen. Beginnen Sie den Tag mit einem großen Glas Wasser oder Obstsaft. Machen Sie es sich zur Gewohnheit, in einem festen Rhythmus Wasser zu sich zu nehmen, ohne erst darauf zu warten, dass Sie Ihr Körper daran erinnert, dass er Flüssigkeit braucht. Zur Kontrolle, dass Sie die erforderliche Menge auch tatsächlich zu sich nehmen, sollten Sie sich Ihre „Tagesration“ in Flaschen oder sonstigen Trinkbehältern aufteilen und leicht erreichbar aufbewahren. Aber nicht nur Wasser ist gegen die Austrocknung des Körpers geeignet. Neben den meisten Obstsorten gibt es auch viele Gemüsearten, die zum größten Teil aus Flüssigkeit bestehen und die man roh und ohne Zusatzmittel wie Öl oder Essig essen kann. Tomaten beispielsweise haben eben so viel Wassergehalt wie Melonen. Auch Gurken bestehen zu 97 % aus Flüssigkeit und sind darüber hinaus gehaltvoller an Elektrolyten als die meisten Energiedrinks. Sie können also eine Austrocknung Ihres Körpers in vielfältiger Weise verhindern und dabei Ihre Vitalität erhöhen.

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Foto: (c) berwis – www.pixelio.de

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