Jahr für Jahr kommen Menschen bei einem Hausbrand ums Leben. Solche tragischen Unglücke machen jedem zu schaffen, der damit in Kontakt kommt. Doch selbst wenn keine Menschen geschädigt wurden, der Schreck sitzt meistens tief und verursacht bei den Betroffenen häufig auch noch nach längerer Zeit Albträume. Auch der materielle Schaden kann schnell große Summen betragen. Selbst wenn das Feuer nur auf einen kleinen Bereich konzentriert war, ist häufig ein weitaus größerer Schaden durch Löschwasser entstanden, sodass das betroffenen Gebäude zunächst nicht mehr bewohnbar ist und grundlegend renoviert werden muss. Durch einfache Vorsichtsmaßnahmen lässt sich die Gefahr eines Hausbrandes jedoch stark vermindern.

Brandgefahr in der Küche

Um einen Hausbrand zu verhindern, sollten einige Punkte unbedingt beachtet werden. Die größte Brandgefahr besteht erfahrungsgemäß in der Küche. Für jeden Bewohner sollte klar sein, dass NIEMALS Gegenstände auf dem Herd abgestellt werden. Immer wieder ist das, die Ursache für einen Hausbrand. Auf noch heiße Herdplatten werden beispielsweise Kunststoffdosen, Geschirrtücher oder Topflappen abgelegt. Wird die Küche danach verlassen, wird der entstehende Brand zunächst nicht bemerkt. Erst wenn es dann bereits lichterloh brennt, ist der zu erwartende Schaden des Hausbrandes schon sehr groß. Ebenfalls ist darauf zu achten, dass Töpfe und Pfannen auf dem Herd während des Kochvorganges nicht allein gelassen werden. Vergessenen Töpfe oder überhitztes, brennendes Fett ist auch häufig Ursache für einen Hausbrand.

Vorsicht bei Elektrogeräten

Eine weitere Grundregel sollte sein, dass nach Gebrauch von Elektrogeräten diese stets vom Netz getrennt werden. Die Geräte sollten nicht nur abgeschaltet sein sondern der Stecker sollte aus der Steckdose gezogen werden. Immer wieder kommt es gerade bei Wasserkochern und Toastern zu einem Defekt, sodass diese sich einfach einschalten und die Heizfunktion in Betrieb genommen wird. Das kann fatale Folgen haben, die durch das Ziehen des Steckers auf jeden Fall verhindert werden. Wer sich also angewöhnt, jeweils nach Gebrauch das Gerät vom Netz zu trennen, hat schon eine Gefahr zur Entstehung eines Hausbrandes gebannt. Wem das entfernen der Stecker zu umständlich ist, der kann auch Steckdosenleisten mit Ein- und Ausschalter einsetzen. Diese Steckdosenleisten lassen sich so ganz einfach durch Umlegen des Schalters von Stromnetz trennen.

Steckdosen als Brandherd

Zahlreiche Hausbrände ließen sich ebenfalls verhindern, wenn die Verwendung von Steckdosenleisten zur Vorsicht vorgenommen würde. In der Ermangelung von Steckdosen neigen viele Menschen dazu, an eine Wandsteckdose einfach eine Steckdosenleiste mit drei oder gar fünf Steckern anzuschließen und an diese dann häufig noch eine weitere Steckdosenleiste zu legen. Sind dann mehrere Elektrogeräte gleichzeitig in Betrieb, ist eine enorme Hitzeentwicklung möglich und die Entstehung eines Hausbrandes fast schon vorprogrammiert. Hier gilt in jedem Fall, niemals Steckdosenleisten in Reihen zu schalten und verbrauchsstarke Geräte auf verschiedene Steckdosen zu verteilen und möglichst nicht alle gleichzeitig zu betreiben.

Rauchmelder retten Leben

Als letztes sei das offene Feuer erwähnt. Hier gilt es, die bekannten Vorsichtsmaßnahmen konsequent umzusetzen. Brennende Kerzen und brennende Zigaretten niemals unbeaufsichtigt lassen und natürlich sollte man niemals im Bett rauchen usw.. Für den Fall, dass trotz aller Vorsichtsmaßnahmen ein Hausbrand entstanden ist, sollten in jedem Raum Brandmelder vorhanden sein. Sie sind äußerst wirkungsvoll und schon für wenige Euro zu bekommen. Im entscheidenden Fall warnen sie schnell und zuverlässig und der entstehende Hausbrand kann zügig mit dem Feuerlöscher erstickt werden.

Tipps:

Bundesverband für den Brandschutz

Der Buchtipp: Vorbeugender Brandschutz

Foto: (c) Rolf van Melis – www.pixelio.de

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