Ameisen sind nützliche Tiere. Sie können uns Menschen aber zur Verzweiflung bringen. Das gilt ins besondere, wenn Ameisen sich in Haus und Keller ausbreiten. Im schlimmsten Fall verursachen Ameisen Schäden an der Bausubstanz und es kann sogar zu Gebäudeeinstürzen kommen. Lesen Sie mit welchen Mittel Ameisen am besten bekämpft werden und wie sie Ihre Probleme mit den Ameisen langfristig lösen können.
Schwerwiegende Folgen
Ameisen können ein sehr hartnäckiges Problem im Haus oder Garten sein. Haben sie sich einmal eingenistet, ist es sehr schwer, sie wieder los zu werden. Und die Folgen können unangenehm sein. Pflanzen im Garten können angegriffen werden und wenn sich der Ameisenbau im Inneren eines Gebäudes befindet kann sogar die Bausubstanz beschädigt werden. Außerdem gibt es Ameisenarten, die beim Kontakt mit dem Menschen sehr schmerzhaft sein können. Insbesondere wenn Kinder im Garten spielen können Ameisen ein großes Problem darstellen.
Heißes Wasser
Der Kampf gegen die Insekten kann mühsam sein. Sie sind sehr widerstandsfähig und erscheinen immer wieder aufs Neue. Sie finden in einem schwer erreichbaren Winkel einen neuen Unterschlupf und belästigen den Haus- oder Gartenbesitzer erneut. Es gibt viele verschiedene Methoden zur Ameisenbekämpfung. So kann man versuchen, das Nest ausfindig zu machen und zu zerstören und die Ameisen mit natürlichen Mitteln wie zum Beispiel kochendem Wasser zu töten. Diese Methode ist jedoch nicht sehr zu empfehlen, da man so im Regelfall nur einen Teil der Ameisen vernichten kann. Die überlebenden Tiere können einen neue Kolonie aufbauen und das Problem beginnt schon nach wenigen Wochen erneut.
Chemische Mittel
Eine andere Möglichkeit, die Ameisen zu bekämpfen ist die Verwendung von Insektiziden, die als Sprüh- Streich oder Stäubemittel erhältlich sind. Diese wirken als Kontaktgift und töten daher die Schädlinge, die direkt in Kontakt mit dem Gift kommen. Jedoch ergibt sich auch hier nur ein vordergründiger Effekt. Wenn man diese Mittel nur außerhalb des Ameisenbaus verwendet, werden nur wenige Arbeitstiere bekämpft. Die Kolonie bleibt bestehen, auch wenn die behandelten Flächen für einige Zeit nicht mehr aufgesucht werden. Die Behandlung des Ameisenbaus mit solchen Mitteln ist schon deutlich wirksamer, doch auch hier ist es beinahe unmöglich, die gesamte Kolonie zu vernichten, so dass das Problem nach einiger Zeit wieder auftritt.
Ameisenköder
Eine Methode, die etwas mehr Geduld erfordert, langfristig jedoch besser zum Ziel führt ist die Verwendung von Ameisenködern. Diese sind in Form von Köderdosen oder als Gel erhältlich. Diese Präparate führen nicht sofort zum Tod der Ameise, sondern entfalten ihre Wirkung erst nach einigen Tagen. In dieser Zeit wird der Köder, den die Ameisen als Futter wahrnehmen, an die anderen Mitglieder der Kolonie weitergegeben. So gelangt der Wirkstoff auch an die Larven und die Königin. Dadurch wird die die ganze Ameisenkolonie vernichtet und es kommt zu keinem erneuten Befall. So werden Sie Ameisen wieder los.
Wichtig für die Wirksamkeit dieser Methode ist die Beachtung einiger einfacher Regeln. Wichtig ist, dass man dieses Langzeitpräparat nicht in Verbindung mit einem Kontaktgift verwendet. Sonst werden die Ameisen direkt getötet und können nicht mehr ihre Kolonie infizieren. Außerdem muss überprüft werden, ob die Insekten den Köder annehmen. Sollte dies nicht der Fall sein, sollte der Standort oder das Präparat gewechselt werden. Bringen Sie die Köder möglichst nahe am Nest an, so dass die Ameisen schnell in Kontakt kommen. Mit ein wenig Geduld werden Sie so die Ameisen wieder los.
Tipps:
Der Buchtipp: Ameisen – Biologie und Verhalten
Ameisenhaltung.de – Das Infoportal über Ameisen
Foto: (c) alf1e – www.pixelio.de
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