Wer Schuppen hat, den plagt zumeist eine juckende, spannende und trockene Kopfhaut. Zudem sind sie mehr als unansehnlich: jedes Kämmen der Haare wird mit einem „Rieseln“ belohnt. Die Folge ist, dass das Haupt und die Kleidung mit kleinen, weißen Krümeln bedeckt, die nicht zuletzt auch von den Mitmenschen bemerkt werden. Immerhin 20 Prozent der Erwachsenen leiden unter sichtbaren Kopfschuppen. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Dabei sind Schuppen Teil eines natürlichen Regenerationsprozesses der Haut. Allerdings kann auch dieser aus der Balance geraten.
Wie Schuppen entstehen
Die menschliche Haut ist stets bestrebt, alte Zellen durch neue zu ersetzen. Maßgeblich finden diese Prozesse auf der Hornhaut statt. Deren Zellen teilen sich, wobei tote Zellen abgestoßen werden. Bei einer geregelten Funktion der Haut sind diese Bestandteile für das menschliche Auge nicht sichtbar. Liegt allerdings eine Störung der Hautfunktion vor, produziert die Haut vermehrt Talg. Zu viel Talg bietet einen guten Nährboden für Hefepilze, die sich vermehren und letztlich die Kopfhaut reizen können. Als Folge dessen stößt die Hornhaut verstärkt Zellen ab. Der Talg wirkt in diesem Fall als Kleber, der die abgestorbenen Hornzellen zu großflächigen Zellverbänden zusammenfügt. Diese sind sichtbar und werden schließlich als Schuppen bezeichnet.
Gesunde Ernährung hilft gegen Schuppen
Die beste Prävention gegen Schuppen ist ein gesunder Lebensstil. Dazu ist es dienlich, den Körper mit allen Nährstoffen zu versorgen, die er für die Gesunderhaltung der Haut benötigt. Es sollte auf eine ausreichende Zufuhr von Zink, Omega-3-Fettsäuren und den Vitaminen B und E geachtet werden. Ebenso ist für ein gutes Stressmanagement und genügend Bewegung an der frischen Luft zu sorgen.
Pflege der Kopfhaut und Haarwäsche
Weiterhin ist die geeignete Pflege der Kopfhaut von Bedeutung. Der Einsatz von Hairstyling Produkten ist grundsätzlich einzuschränken. Sie enthalten unweigerlich chemische Zusätze, welche die Kopfhaut reizen und austrocknen können. Eine mögliche Alternative sind Produkte, die auf den Einsatz natürlicher Zusatzstoffe setzen. Entgegen der oftmalig vertretenen Meinung, dass häufiges Haare waschen ursächlich für Schuppen ist, spielt dieses jedoch keine Rolle. Gegen das regelmäßige Haare waschen mit klarem Wasser ist nichts einzuwenden. Viel eher sind es Shampoos mit aggressiven Zusätzen, die die Schuppenbildung fördern. Stattdessen sind milde Produkte oder Kindershampoos vorzuziehen. Menschen mit einer fettigen Kopfhaut sollten es dennoch mit dem Haare waschen nicht übertreiben, da dieses Unterfangen die Talgproduktion zusätzlich fördert. Außerdem sollten sie die Haare sanft trockenreiben.
Natürliche Hilfe gegen Schuppen
Leidet man bereits an einer ausgeprägten Schuppenbildung, kann eine Behandlung mit Hausmitteln erfolgreich sein. Dazu bietet es sich an, die Haare regelmäßig mit Lindenblütentee oder verdünntem Zitronensaft zu waschen. Des Weiteren kann Klettwurzelöl oder Kokosöl auf die Haut aufgetragen werden. Bewirken Hausmittel keine Besserung, sind Anti-Schuppen-Shampoos zur Behandlung heranzuziehen.
Anti-Schuppenmittel
Anti-Schuppenmittel sollten vorzugsweise milde Substanzen enthalten, um die Problematik nicht zu verschlimmern. Zur Linderung eignen sich mit Harnstoff angereicherte Produkte. Harnstoff versorgt trockene Haut mit Feuchtigkeit, da es Wasser bindet. Um den Feuchtigkeitshaushalt der Haut zu stabilisieren, werden Anti-Schuppen-Shampoos häufig mit Lipiden versehen. Diese verhindern eine Austrocknung, in dem sie einen Schutzfilm über die Haut legen. Auch Produkte mit Naturstoffen erweisen sich als vorteilhaft. Namentlich ist Huflattich hervorzuheben. Dieser wird aufgrund seiner entzündungshemmenden und reizlindernden Wirkung in Lotionen und Shampoos verwendet.
Pflege nicht übertreiben
Im Sinne einer Besserung ist es zu berücksichtigen, die Pflege nicht im Übermaß zu betreiben. Das einmalige Haare waschen mit einem Anti-Schuppen-Shampoo genügt pro Tag. Die Kopfhaut regeneriert sich nicht während des Waschens, sondern in den Zeiträumen dazwischen. Shampoos können allenfalls Symptome behandeln. Der Einsatz von derartigen Pflegeprodukten ist außerdem nicht über eine Dauer von einem Monat ratsam, um den Stoffwechsel der Haut nicht gänzlich aus dem Lot zu bringen. Im Vordergrund sollte ein für die Haut gesunder Lebensstil stehen. Dazu bilden die Hinweise zur Schuppenprävention einen guten Ausgangspunkt.
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Foto: (c) AFB – www.pixelio.de
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4 Kommentare
Hut ab, der Artikel kann echt was, und das sagt eine, die sich fast täglich mit diesem Problem konfrontiert sieht!
Bei mir juckt es einige Tage mehr, und dann wieder weniger, aber am meisten geht mir der “Schnee” auf meinen schönen schwarzen T-Shirts und Sweatern am Wecker!
Doch gibt es ein Shampoo, dass du mir empfehlen kannst und wie lange soll ich nach dem empfohlenen Monat eine Pause einlegen?
Geschrieben am 23. Juni 2010 at 16:33
Am besten ein Shampoo finden das zu einem passt und gut wirkt, ich kann jetzt aus meiner Erfahrung die Antischuppen von nivea emfpehlen, ich nutze halt das mit Colorationsschutz – wie gesagt, probieren geht über studieren und Schuppen sind kein Muss, ich versteh auch wie lästig das ist, vor allem man vermeidet dann alles Schwarze, und wäscht sich die Haare meist auch öfter als man sollte.
Geschrieben am 13. Juli 2010 at 22:28
Vielen Dank für den Tipp!
Geschrieben am 14. Juli 2010 at 14:19
[...] der Industrie wird eine unüberschaubar große Zahl an Pflegeprodukten für das Haar und die Kopfhaut angeboten, wovon viele Prodkute tatsächlich das Haarwachstum stärken. Um sich im Produktchaos [...]
Geschrieben am 29. September 2010 at 15:05
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