Alkoholismus ist ein Thema, das in unserer Gesellschaft gerne unter den Tisch gekehrt wird. Die meisten Menschen trinken hin und wieder gerne ein Glas Wein oder Bier. Auf Feiern prostet man sich aus Geselligkeit zu und auch Feiertage bekommen durch einen edlen Tropfen ein feierliches Ambiente. In manchen Familien trinkt der Vater regelmäßig seine Flasche Bier zum Feierabend. Er hat sie sich nach einem anstrengenden Tag schlicht und ergreifend verdient. Fast alle Kinder sehen ihre Eltern daher in regelmäßigen Abständen mit einem Glas Alkohol in der Hand. Dieser Zustand scheint ganz normal zu sein. Niemand wird hier von Alkoholismus sprechen.

Der Einstieg in die Sucht

Für Kinder ist der Grad zwischen gelegentlichem Genuss und der Sucht jedoch schwer nachzuvollziehen. Schneller als man denkt können durch den Missbrauch später alkoholkranke Kinder werden. Es scheint ganz harmlos zu beginnen. Auf einer Familienfeier dürfen die Kleinen am Glas nippen. Später, im Jugendalter, sind auch ein Glas Alster oder Sekt erlaubt. Danach folgen dann Jugend-Partys bei denen die Jugendlichen ihre eigenen Getränke besorgen. Es ist sehr fraglich woher sie diese beziehen können, denn lt. Gesetzgeber darf an Minderjährige kein Alkohol verkauft werden. Die Jugendlichen merken schnell welch befreiende Wirkung das Getränk auf sie ausübt. Aus einem Glas wird ein zweites, dann ein drittes und so weiter. Aus der Party im Monat werden wöchentliche Feiern bis die Kinder jeden Tag zum Alkohol greifen.

Gehen Sie behutsam vor

Eltern erkennen oft erst zu spät, dass aus ihrem Liebling ein alkoholkrankes Kind geworden ist. Sobald sie es jedoch bemerken, müssen sie dringend handeln. Es handelt sich dabei um ein peinliches und unschönes Thema. Trotzdem sollten die Eltern ihre alkoholkranken Kinder ansprechen. Behutsam und einfühlsam sollten sie ihnen die Problematik vor Augen führen. Manchmal kann es auch hilfreich sein eine dritte Person zu den Gesprächen hinzuzuholen. Die alkoholkranken Kinder sind dann möglicherweise eher bereit zu sprechen. Wir wissen alle, dass es Themen gibt, die man mit den eigenen Eltern nicht gerne bespricht. Gleichzeitig sollte die Ursache herausgefunden werden. Es ist ganz wichtig zu erfahren warum das alkoholkranke Kind zur Flasche greift. Wo liegen seine Schwächen, seine Probleme und seine Ängste?

Geben Sie Liebe und Sicherheit

Eltern sollten ihr alkoholkrankes Kind nicht bedrängen. Es kann notwendig sein mehrmals das Gespräch zu suchen, um so nach und nach die ganze Problematik zu erkennen. Ganz wichtig ist es, dass die Eltern dem alkoholkranken Kind ein Gefühl von Liebe und Sicherheit vermitteln. Sie lieben ihr Kind trotz der Sucht und werden immer hinter ihm stehen. Egal was passiert: Das alkoholkranke Kind kann sicher sein, dass es nicht alleine ist.

Beratungsstellen und Hilfe

Wie bei jedem Suchtkranken auch, so wird wahrscheinlich nur eine Therapie helfen um das alkoholkranke Kind zu behandeln. Der Erfolg ist aber abhängig von dem Willen des Betroffenen. Wenn das alkoholkranke Kind dazu nicht bereit ist,  wird die Therapie erfolglos bleiben. Eltern sollten daher ruhig auch die Hilfe von Fachpersonal in Anspruch nehmen. In Beratungsstellen können Pädagogen auf die Bedürfnisse der alkoholkranken Kinder gezielt eingehen. Durch  gezielte Beratungshilfen werden die alkoholkranken Kinder zum Entzug bereit sein.

Tipps:

Der Buchtipp: Hilfe für Kinder aus Suchtfamilien

Das Forum für Alkoholiker

Foto: (c) treckmann – www.pixelio.de

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