Veranstaltungstechnik ist ein Begriff, der sich auf die technische Durchführung, Organisation und Planung von Veranstaltungen in Theatern, bei Messen und Konzerten oder auch bei Feiern (oft wird hierbei auch in den deutschsprachigen Räumen ersatzweise für das Wort “Veranstaltung” eine der englischen Vokabeln “Event” oder “Gig” verwendet).

Veranstaltungstechnik als solche kann sich jedoch in klar gegliederten inhaltlichen Kategorien begreifen lassen – entsprechend werden diese so im Ausbildungsberuf des Veranstaltungstechnikers vermittelt.

  • a) Umgang mit Technik auf einer professionellen und effizienten Ebene

Veranstaltungstechnik, so wie sie auch beim Konzert- oder Theaterbesucher zu allererst auffällt, betrifft die routinierte, präzise und auch flexible Fähigkeit, (bühnen-)technische Geräte zu bedienen. So kann ein Veranstaltungstechniker mit Mikrofonen, Stellwerken, Scheinwerfern, Mischpulten, Verstärkern umgehen – und auch Szene- oder Messeaufbauten gestalten (hier werden auch Kenntnisse über den Gerüstbau erforderlich). Ausbildungsgegenstand ist es hier, den Berufsanwärtern einen effizienten und routinierten Umgang mit diesen technischen Geräten zu vermitteln.

  • b) kundenorientiertes und wirtschaftliches Handeln

Auftraggeber erwarten im Zusammenhang mit einer jeden Veranstaltung zügiges, sorgfältiges, kundenorientiertes und kostenbewusstes Handeln von Mitarbeitern. Veranstaltungstechnik ist von Zeitdruck und Sicherheitsvorschriften geprägt – dies gilt es hier, zu berücksichtigen.

  • c) gestalterisches und kreatives Können

In der Ausbildung zum Veranstaltungstechniker wird es den Berufsanwärtern vermittelt, sich den jeweiligen Veranstaltungen auch in einer emotional-ganzheitlichen Hinsicht nähern zu können. So gilt es z. B., bei der Ausleuchtung von Theaterstücken oder bei der Bühnenarbeit im Zusammenhang mit bestimmten Festakten auch die übergeordnete Stimmung im Einzelfall mit in die technischen Tätigkeiten einzubeziehen, sich sozusagen “einzufühlen”.

  • d) Veranstaltungssicherheit

Zum sind Veranstaltungstechniker mit für die Beachtung bau- und brandschutzrechtlicher Vorschriften verantwortlich. Dies betrifft die sogenannte Versammlungsstättensicherheit – und somit auch die Notfallpläne, die im Zusammenhang mit Gefahrenfällen oder Notevakuierungen in Kraft treten.

Zum anderen ist seit 2002 in die Berufsausbildung die Teilausbildung zur Elektrofachkraft im Rahmen der Veranstaltungssicherheit integriert worden. Dies trägt der Tatsache Rechnung, dass der Betrieb elektrischer Anlagen mit bisweilen hoher Volt- und Wattzahl Grundlagenwissen voraussetzt, um im Voraus bereits Gefahrenquellen auszuschließen.

  • e) Teamorientiertes Arbeiten unabhängig von Zeit und Ort

Veranstaltungen, die im Rahmen einer Tournee durchgeführt werden, erfordern die Fähigkeit, sich in unterschiedlichen Veranstaltungsräumen mit derselben Technik bzw. denselben Veranstaltungsabfolgen zurechtfinden zu können. Auch diese Fähigkeit setzt konzeptionelles Denken voraus, welches mit einer optimierten Aufgabenteilung und Verlässlichkeit einhergeht.

Veranstaltungstechniker werden im Theaterbetrieb eingesetzt – hier geht es etwa um den passgenauen Umgang mit Requisiten, mit Beleuchtung, Ton- und Bühnentechnik und auch mit sogenannten Oberbühnen. Weiterhin kann man sich die Berufsausübung auf den Konzert-, Fernseh- und Rundfunkbereich spezialisieren.

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Artikelfoto © Jürgen Fälchle – Fotolia.com

1 Kommentar

  1. Bayern CS kommentierte,

    Das sind ein paar wertvolle Tipps! Danke dafür :)

    LG,
    Bene

    Geschrieben am 11. November 2013 at 15:48

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