Der Autokauf ist reine Vertrauenssache. Ein Händler ist verpflichtet, eine Gewährleistung für das Auto zugeben. Trotzdem kann das Fahrzeug auch hier Mängel haben. Private Verkäufer kann man nach dem Kauf nur schwer zur Verantwortung ziehen. Ersparen Sie sich diesen Ärger und prüfen Sie das Fahrzeug vor dem Kauf gründlich.
Anzeichen für einen vorangegangenen Unfall können beispielsweise Unterschiede in der Helligkeit und Regelmäßigkeit des Lacks an unterschiedlichen Stellen, Lackspuren zum Beispiel an Gummidichtungen oder auch unterschiedliche Spaltmaße an den Türen oder an der Stoßstange sein. Auch die Spalten zwischen Scheinwerfern und Motorhaube, sowie am Kofferraumdeckel sollten nicht unregelmäßig erscheinen.

Manipulation des Kilometerstandes

Eventuell vorgenommene Manipulationen am Kilometerstand lassen sich nur schwer nachweisen. Ein um einen großen Wert zurückgestellter Kilometerstand lässt sich oft bei einer Besichtigung des Innenraums des Autos feststellen. Sind beispielsweise bei einem Auto mit einem recht niedrigen Kilometerstand die Sitze durchgesessen, die Pedale schon recht blank gescheuert oder der Schaltknauf in keinem guten Zustand, kann dies ein Indiz dafür sein, dass das Auto einen manipulierten Kilometerstand hat. Wichtig zu prüfen ist bei einem Kilometerstand über 100.000 Kilometern auch, ob bereits Verschleißteile, wie zum Beispiel der Zahnriemen ausgetauscht wurden. Ist dies nicht der Fall, könnten in der nächsten Zeit schon einige Reparaturen fällig sein.

Serviceheft und Anzahl der Halter

Ein Blick ins Serviceheft zeigt, ob das Auto in der Vergangenheit regelmäßig gewartet wurde. Auch eventuell noch laufende Garantien, wie eine Rostschutzgarantie sind aus dem Serviceheft ersichtlich. Den Fahrzeugschein sollte man sich zeigen lassen. Dieser gibt Aufschluss über die Art und Anzahl der Vorbesitzer. Wechselte das Auto oft in kurzen Zeiträumen den Vorbesitzer, sollte man die Gründe der Verkäufe erfragen.

Was Sie bei einer Probefahrt beachten sollten

Machen Sie in jedem Fall eine Probefahrt. Das Radio sollte hierbei ausgeschaltet bleiben und die Fenster geschlossen, damit man ungewöhnliche Fahrgeräusche besser wahrnimmt. Es sollten alle Gänge ausprobiert werden und ruhig auch einmal in raschem oder besonders langsamem Tempo gefahren werden. Den Zustand der Stoßdämpfer und Federungen testet man am besten auf einer unebenen und holperigen Straße. Die richtige Spureinstellung des Fahrzeugs kann man durch ein kurzes Loslassen des Lenkrads testen. Hier sollte das Auto möglichst geradeaus weiterfahren. Bei einer scharfen Bremsung muss das Auto in der Spur bleiben. Allgemein sollten die Bremsen natürlich voll funktionstüchtig sein.

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Foto: claudia 35 – www.pixelio.de

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