Klar ist, dass es Unterschiede in Bezug auf Berührungen zwischen den Geschlechtern gibt. Frauen lieben das Schmusen, die Wärme und Nähe. Männer sehen die Berührung im Zuge der Verführung als Vorgeschmack, weil sie sich mehr wünschen und letzten Endes Sex haben wollen. Trotzdem ist nachgewiesen, dass Männer auch ein starkes Bedürfnis haben, berührt zu werden, um Geborgenheit zu spüren. Sie verdrängen dies jedoch gern.

Dabei ist diese Sehnsucht, berührt zu werden, seit Menschengedenken in uns. Das Lausen der Affen im Zoo ist ein Beweis dafür, dass dies nicht nur für uns Menschen gilt.

Das Berühren der Haut schafft emotionale Reize und erreicht die Seele. An sich erreicht man mit dem mechanischen Berühren mit Hilfe der Hände auch das Herz. Man fühlt sich „berührt“.

Tausend Sinneszellen liegen in unserer Haut. Mechanische Reize wie die Bewegung werden als elektrischer Impuls ans Gehirn gemeldet. Unerwünschte Berührungen setzen Stresshormone frei, angenehme Berührungen schaffen eine Vertrauensbasis.

Dafür sorgt das Bindungshormon Oxytocin, welches auch für positive Emotionen gegenüber anderen Menschen verantwortlich ist. Durch die Berührung wird das Stresshormon Cortisol ausgebremst und Konflikte können friedlich gelöst werden. Außerdem ist das Hormon verantwortlich für die „rosarote Brille“, dafür, dass Liebe blind macht und sogar Schwächen des Anderen in positivem Licht erscheinen.

Berührungen gegen Gefühle der Einsamkeit

Berühren ist jedoch mehr als nur Sexualität und Beziehungsaufbau auf sozialer Ebene. Obwohl es das Grundbedürfnis nach Geborgenheit, Nähe und Vertrauen befriedigt, ist es ganz besonderer Sex, es ist pure Erotik. Hierbei geht es um Genuss und Begierde. Berühren macht in der Beziehung zufrieden. Es kann aber auch heilenden Effekt haben, zeigen, dass der Andere nicht allein ist. Berührung hilft also auch, Einsamkeit zu überwinden.

Im Berufsalltag legen die meisten Menschen Wert darauf, nicht berührt zu werden. Da wird schon ein Schulterklopfen häufig falsch interpretiert.

Und im Gegenzug zeigen alkoholträchtige Schunkelveranstaltungen, dass es auch anders geht.

Wie und wo berührt man nun den Körper des Mannes?

Zunächst muss einmal festgestellt werden, dass jeder Mann Berührungen anders empfindet. Sowohl die Intensität als auch die zu berührenden Regionen variieren je nach Individuum. Auch die gewünschte Häufigkeit der Berührungen unterscheidet sich. Wer seinen Partner gut kennt, weiß aber in der Regel um dessen Vorstellungen und Wünsche.

  • Generell gelten neben den Geschlechtsorganen, wie Penisschaft, Eichel, Po oder Brust auch noch andere Bereiche als so genannte erogene Zonen. Dies können die Kniekehlen, die Innenseiten von Händen, Oberschenkeln und Armen, das Gesicht, der Nacken oder die Ohren sein.
  • Auch in den Leistenbeugen oder den Flanken sowie im Rückenbereich empfinden viele Männer Berührungen als besonders angenehm.
  • Selbst das Streicheln über den Kopf, am Hals oder in der Schlüsselbeinregion löst bei einigen Männern wohlige Schauer aus.
  • Daneben sind es natürlich die Brust, das Gesäß, die Hoden und hier besonders die Naht, die Eichelspitze an der Öffnung und an der Verwachsungsstelle mit dem Bändchen (empfindsamste Stelle) sowie der Penisschaft, welche zu den berührungsempfindlichsten Zonen des Mannes zählen.
  • Wichtig ist, dass sich die Partner darüber verständigen, wie und wo jeder gern berührt werden möchte.
Artikelfoto © Knut Wiarda – Fotolia.com

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