Gicht gehört zu den Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises. Wenn man die Anzeichen kennt, kann man durch gezielte Maßnahmen, wie z. B. Alkoholverzicht und entsprechende Diäten Gichtanfällen vorbeugen. Leider ist Gicht sehr schmerzhaft und entwickelt sich zu einem chronischen Leiden. Wir zeigen Ihnen, die wichtigsten Merkmale einer Gichterkrankung.

Wie entdecke ich, ob ich Gicht habe?

Als Ursache für die Gicht spielen genetische bzw. erbliche Faktoren eine Rolle. Es handelt sich um eine Stoffwechselerkrankung, bei der Purin, d. h. Harnsäure, eine Rolle spielt. Gicht ist eine schmerzvolle Krankheit, die in Schüben verläuft. Diese treten in unregelmäßigen Abständen auf.  Die Betroffenen leiden über Jahre.

Doch es gibt einige Zeichen, woran man frühzeitig erkennen kann, ob eine eventuelle Gichterkrankung vorliegen könnte. So steigt über Jahre die Konzentration der Harnsäure im Blut an, bevor die Krankheit ausgebrochen ist. Daher gehen Ärzte davon aus, dass immer dann, wenn die Messwerte sich erhöhen, sich die Wahrscheinlichkeit einen Gichtanfall zu erleiden mit diesen gesteigerten Werten ebenso erhöht.

Gichtanfälle

Wissenschaftler haben in Studien herausgefunden, dass der erste Gichtanfall meist in der Nacht auftritt, wenn man schläft. Die Patienten erwachen am Morgen mit extremen Schmerzen im großen Zeh. Die  Gelenke sind stark angeschwollen oder sie schwellen im Laufe des Vormittags stark an. Die betroffene Stelle wird rot und schmerzt sehr stark. Viele an Gicht erkrankte Patienten berichten von unerträglichen Schmerzen. Häufig tritt dieser Schmerzbeginn in der Nacht oder am frühen Morgen auf. Manchmal kündigt sich der Gichtanfall auch bereits am Vorabend an. Der Betroffene kann oft nicht mehr schmerzfrei auftreten. Ein normales Gehen ist während eines Gichtanfalles meist nicht mehr möglich. Außer dem großen Zeh können auch andere Gelenke, wie die Schulter, das Ellenbogengelenk, das Handgelenk oder das Knie betroffen sein.

Gelenkentzündung oder Gicht?

Heute geht man davon aus, dass es sich bei einer auftretenden Gelenksentzündung möglicherweise auch um einen Gichtanfall handeln könnte. Sollte die Gicht nicht behandelt werden, lagern sich Kristalle der erhöhten Harnsäurekonzentration im Blut und in der Haut ab. Diese Kristalle erzeugen Knoten, welche sich häufig über den Gelenken oder an den Ohrknorpeln festsetzen. In fortgeschrittenem Stadium verkrümmen sich die Gliedmaßen. Das liegt an einer Resorption der Knochen und an Veränderungen des Knorpels. Spätfolgen sind eine mögliche Nierenschädigung bis hin zum Totalausfall der Nierenfunktion. Man spricht dann von einer so genannten Niereninsuffizienz.

Wenn bereits mehrere Verwandte an Gicht erkrankt sind, so sollte man seine Harnsäurewerte vorbeugend vom Hausarzt oder in einer Apotheke untersuchen lassen. Dieser Wert wird mittels Blutkontrollen überprüft. Falls der Wert erhöht ist, sollten regelmäßige Überprüfungen erfolgen. Bemerkt man die Symptome eines akuten Gichtanfalles auftretenden Symptome, ist ein schneller Arztbesuch dringend erforderlich.

Normalerweise empfiehlt der behandelnde Hausarzt bestimmte Gegenmaßnahmen bei einem akuten Gichtanfall. Gicht wird auch medikamentös behandelt. Frei verkäuflich in der Apotheke bekommt man Arzneimittel mit Ibuprofen, an Heilpflanzen mit unterstützender Wirkung sind Ackerschachtelhalm, Bärlapp, Sellerie, Giersch, Herbstzeitlose, Birke oder gelber Enzian zu empfehlen.

Man kann aber auch selbst einiges tun, damit Gichtanfälle so selten wie möglich auftreten. Empfehlenswert ist der komplette Verzicht auf Alkohol, da nachweislich dieser die Beschwerden verschlimmern oder auch auslösen kann. Weiterhin raten Experten, generell Innereien, wie Leber, Nieren, Hirn oder Flecke zu meiden, wenn man Gichtpatient ist. Dazu zählen auch Leber- oder Blutwurst. Gleiches gilt für Fische und Meeresfrüchte, wie z. B. Krabben, Heringe, Sprotten, Miesmuscheln, Ölsardinen und Sardellen. Bei gebratenem Geflügel und bei Fisch sollte möglichst die Haut entfernt werden. Wer übergewichtig ist, sollte langsam sein Gewicht reduzieren, aber keine Radikalkur durchführen.

Schlägt der Betroffene einmal mit alkoholischen Getränken oder fettreicher Ernährung über die Stränge, so bemerkt er meist den sich ankündigenden Gichtanfall. Leider ist dann bereits jede Gegenmaßnahme erfolglos.

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1 Kommentar

  1. arzneimittel.de - Ihre deutsche Versandapotheke kommentierte,

    Gicht, eine Stoffwechselerkrankung, die die Gelenke

    Die Gicht ist eine Stoffwechselerkrankung die durch schmerzhafte Gelenkentzündungen gekennzeichnet ist und von der meist Männer betroffen sind. Die Gicht wurde früher als „Krankheit der Reichen“ bezeichnet und tatsächlich ist es auch heute noch so, dass Gicht eher in Wohlstandsgebieten auftritt.

    Es gibt zwei unterschiedliche Formen der Gicht die nach ihrer Ursache unterschieden werden. Bei der primären Gicht sammelt sich Harnsäure im Körper, da dieser mehr Harnsäure bildet, als er ausscheidet. Die sekundäre Gicht entsteht, wenn aufgrund anderer Erkrankungen körpereigene Zellen absterben und dadurch die Produktion der Harnsäure zunimmt. Verursachende Krankheiten können beispielsweise Niereninsuffizienz oder Leukämie sein.

    Weitere Infos unter: http://www.arzneimittel.de/blog/gicht-eine-stoffwechselerkrankung-die-die-gelenke-betrifft

    Geschrieben am 12. Juli 2011 at 09:33

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