Männer stehen auf sportliche und schnelle Autos. Der klassische Wagen als Grundmodell ist längst aus der Mode gekommen. Tunen heißt die Devise. Selbst der praktische Kombi oder der Familien-Van werden mit schnittigen Alufelgen und einem Spoiler aufgepeppt. Erfahren Sie hier, wie sie Ihr Auto tunen können.

Wer seinen Wagen tunen will benötigt Genehmigungen

Jede Umbaumaßnahme am Fahrzeug erfordert ein entsprechendes Schriftstück, welches die Kompatibilität des Bauteils bestätigt. Tune ich meinen Wagen mit Bauteilen, die mit keiner Genehmigung oder keinem Gutachten ausgeliefert werden, verliere ich die Betriebserlaubnis des Fahrzeugs und den Versicherungsschutz. Im Falle eines Unfalls kann dies mit schlimmen finanziellen Folgen geahndet werden. Auch das Führen des Fahrzeugs ohne Betriebserlaubnis kann bei einer Kontrolle zu einer Strafe von drei Punkten in der Verkehrssünderkartei führen und eine weitere Strafe von fünfzig Euro mit sich bringen.

Autotuning und Betriebserlaubnis

Damit man beim Tunen des Wagens nicht beim TÜV vorfahren muss, sollte man nur Produkte mit einer Allgemeinen Betriebserlaubnis verwenden. Diese Teile dürfen ohne Abnahme montiert werden. Die Vorlage der Bestätigung bzw. des Schreibens reicht bei einer Aufforderung durch einen Befugten aus. Das Tunen des Wagens mit Hilfe von Bauteilen einer ABE ist jedoch begrenzt. Je nach Fahrzeugtyp gibt es einige Alufelgen, Auspuffanlagen und Sportfedersätze die so angebaut werden dürfen. Hier geht es jedoch hauptsächlich um die Optik. Die geringfügige Tieferlegung ändert wenig im Fahrverhalten, genauso wie das Fahrzeug mit einem anderen Auspuff nur anders klingt. Einige wenige Aerodynamikteile und Leuchten besitzen ebenfalls eine ABE, spürbar eine Veränderung bewirken sie nicht.

Auto-Tuning-Teile mit Teilegutachten

Wer seinen Wagen also etwas nachhaltiger tunen will, der muss auf Bauteile mit Teilegutachten zurückgreifen. Hier sind die Veränderungen teils erheblich und machen deshalb auch eine offizielle Abnahme bei einem Gutachter nötig.
Das Tuning des Motors mit Hilfe von Chiptuning oder anderen Komponenten ist immer eintragungspflichtig, da sich die Werte der Leistung, der Höchstgeschwindigkeit und der Schadstoffklasse ändern. Dies muss entsprechend im Fahrzeugschein vermerkt werden. Gleiches gilt für komplette Sportfahrwerke mit großer Tieferlegung. Hier wird geprüft, ob das Fahrzeug aufsetzt und ob sich die Räder in allen Situationen frei drehen lassen. Beim Tuning des Wagens gibt es vor allem bei aerodynamischen Anbauteilen strenge Auflagen, da diese gewähren sollen das sich keine Teile während der Fahrt vom Auto lösen.

Wer seinen Wagen also tunen möchte, der sollte auf qualitative Bauteile mit entsprechenden Papieren zurückgreifen. Dies ist zur eigenen wie auch zur Sicherheit von Unbeteiligten nur fair. Das Tuning des Wagens kann so beliebig groß oder klein ausfallen.

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