Schon seit vielen Jahren gibt es Windpocken-Impfungen. Das Nutzen der vorgeschriebenen Impfungen im Kindesalter schützt vor einer Erkrankung. Doch nicht alle Menschen sind gegen Windpocken geimpft. Das kann böse Folgen haben. Gerade ältere Menschen unterschätzen die Gefahr einer Windpocken-Erkrankung. Eine Impfung ist und bleibt die beste Vorsorge.
Dank der seit ein paar Jahren auf dem Markt befindlichen Impfstoffe gegen Windpocken sind die Zeiten der so genannten Windpocken-Partys, die gern unter Müttern veranstaltet wurden, endgültig vorbei. Eine Empfehlung für diese Impfung durch die STIKO besteht seit dem Jahr 2004. Die Zahl der Neuerkrankungen nimmt durch die Impfbereitschaft deutlich ab. Das ist auch gut so, denn obwohl es sich bei den Windpocken um eine so genannte Kinderkrankheit handelt, muss diese nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Auch bei dieser vermeintlich harmlosen Erkrankung kann es zu Komplikationen kommen. Ganz zu schweigen von dem Risiko, das für Schwangere besteht, wenn sie mit einer an Windpocken erkrankten Person in Kontakt kommen. Allein schon aus diesem Grund sollte jedes Kind gegen Windpocken geimpft werden, um das Risiko einer Ansteckung möglichst zu minimieren.
Impfung im Kindesalter
Die Impfungen im Kindesalter finden normalerweise im Rahmen der Vorsorge statt. Es sind zwei Impfungen nötig, um einen kompletten Impfschutz zu erhalten. Die erste Impfung sollte ab dem 11. Lebensmonat stattfinden und bis zum 14. Lebensmonat auf jeden Fall erfolgt sein. Nach einem Abstand von mindestens sechs Wochen erfolgt dann die zweite Impfung. Diese findet dann ab dem 15. Lebensmonat statt und sollte bis zum 23. Lebensmonat erfolgt sein. Der Arzt wird die Impfung in der Regel zusammen mit der in diesem Alter erforderlichen Masern-Mumps-Röteln-Impfung durchführen, weil diese Impfungen als Kombinationsimpfstoff zusammen mit der Windpockenimpfung gegeben werden können und das Kind jeweils nur einmal gepiekst werden muss.
Impfungen auch für Erwachsene
Bei dem Impfstoff gegen Varizellen handelt es sich um einen Lebendimpfstoff. Das bedeutet, dass die Erreger der Windpocken in schwächerer Form in dem Impfstoff enthalten sind. Ohne dass es zu einem Ausbruch der Erkrankung kommt, bildet der Körper nach und nach Antikörper gegen diese Erreger und ist damit dauerhaft vor der Erkrankung geschützt. Neben der Impfung für Kinder gibt es Personengruppen, die auch im Erwachsenenalter gegen diesen Virenstamm geimpft werden sollen-. Dazu gehören Schwangere, außerdem Menschen, die eine Immunschwäche aufweisen sowie Personen, die im Gesundheitswesen tätig sind.
Viren der Herpes-Gruppe
Bei den Varizellen handelt es sich um Viren aus der Herpes-Gruppe. Unabhängig davon, ob jemand bereits an Windpocken erkrankt war oder gegen diese geimpft worden ist, besteht immer die Möglichkeit, im Erwachsenenalter eine Gürtelrose zu entwickeln. Diese Herpes-Zoster-Viren entstammen derselben Virenfamilien wie die Viren, die für die Windpocken verantwortlich sind und bleiben ein Leben lang im Körper erhalten. Eine Impfung schützt somit zwar vor den Windpocken selbst, aber nicht davor, an einer Gürtelrose zu erkranken. Patienten mit Gürtelrose sollten sich aufgrund der Ansteckungsgefahr von Schwangeren fernhalten.
Tipps:
Bücher zum Thema “Windpocken” gibt es hier
Foto: (c) andrmorl – www.pixelio.de
Popularity: 2% [?]


Kommentar schreiben: