Sex muss immer spontan sein, sagt “Mann”, nicht geplant, und “über ihn reden”, muss auch nicht unbedingt sein. In der Männerwelt ist es jedoch längst angekommen, dass Sex heutzutage mehr ist, als Leistung auf dem Bettlaken …oder wo auch immer.

Umfragen belegen, dass sich die Zahl der durchschnittlichen sexuellen Aktivitäten im Monat in den letzten Jahren jedoch halbiert hat, aber die Ausgaben für Potenzmittel steigen stetig. Mit wem jedoch redet “er” über seine Bett-Probleme? Mit seiner Frau, mit der Freundin, oder eher doch lieber mit einem Kumpel? Am liebsten redet die Mehrzahl der Männer gar nicht über Schwierigkeiten dieser Art, da dies, auch im 21 Jahrhundert, für viele immer noch ein Tabuthema ist. Erektionsstörungen? “Zu früh kommen”? Nicht gerade Umstände, die geeignet sind, das Selbstwertgefühl eines Mannes zu heben.

Dabei ist beispielsweise der vorzeitige Samenerguss die häufigste sexuelle Funktionsstörung, die bei Männern jeden Alters vorkommt. 25% – 40% der männlichen Spezies sind davon betroffen. Auf der Liste, wenn überhaupt, der Personen, mit denen Männer über diese Probleme sprechen, steht an letzter Stelle die Partnerin. Trotz nicht verstummender Mahnungen von Ärzten und Psychologen, diese Themen frei und offen, vor allem mit der betroffenen Weiblichkeit, zu besprechen, um so einer eventuellen gemeinsamen Lösung näher zu kommen, leben wir offenbar noch immer im Zeitalter, in dem “Jungen nicht zu weinen, und Mädchen rosa Kleidchen” zu tragen haben. Die gravierenden Unterschiede in der Erziehung von Kindern tragen nicht zuletzt, nach wie vor, dazu bei, Tabus, und solche sind vor allem sexuelle Störungen des Mannes, zu manifestieren, statt Verkrustungen endlich aufzubrechen. Nicht selten sind psychische Traumata und die komplette Einstellung sexueller Aktivitäten Folgen, die mit Gesprächen und einer gemeinsamen Vorgehensweise häufig gar nicht erst zu Tage treten würden.

Aber natürlich kann eine andauernde Erektionsstörung auch körperliche Ursachen haben, deren schnelle Behandlung dann dringend geboten ist. Je schneller “Mann” sich entschließt, Hilfe zu zulassen, umso besser ist es.

Untersuchungen ergaben, dass lediglich drei Prozent aller Männer über ihr gemeinsames Sexleben mit der Partnerin sprechen. Und nur ein Prozent redet lässig und völlig ungeniert über den eigenen Penis. Was aber tun Männer nun gegen Probleme psychischer Natur, die Leistungsdruck und nicht selten gesteigerte Erwartungshaltungen auslösen und der Grund für Erektionsstörungen oder vorzeitigen Samenerguss sein können? Es gibt zum einen die so genannte “Vakuumpumpe”, eine rein mechanische Erektionshilfe. Auch spezielle Hormonpflaster, aber auch Viagra und Beckenbodentraining versprechen Abhilfe. Dank seriöser Online-Stores, die speziell für solche medizinischen Probleme ausgerichtet sind, z.B. der Orga-Shop mit eigenem Therapieprogramm, bekommt man das Ganze sogar diskret nach Hause geliefert. Das typische „verruchte Image“ von Sex-Shops fehlt hier gänzlich und senkt somit auch die Hemmschwelle zum Bestellen herab.

Nichts desto trotz sind dies alles lediglich flankierende Maßnahmen. Um den Gang zum Arzt kommt man im Regelfall sowieso nicht herum, allein um physische Ursachen für die Probleme auszuschließen. Der nächste Schritt wäre für viele sicher der weitaus schwierigere: Darüber reden. Mit der Partnerin oder gemeinsam mit einem Therapeuten.

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