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Die Suche nach einer Immobilie, die bezahlbar ist, den eigenen Ansprüchen gerecht wird und dann auch noch günstig gelegen ist, gestaltet sich im Allgemeinen nicht gerade sehr einfach. Wenn man dann aber genau zu Semesterbeginn gegen Tausende anderer Menschen antritt, die alle zur gleichen Zeit in eine Stadt strömen und auf Wohnungssuche sind, ist es mitunter ein schwieriges Unterfangen, überhaupt eine Bleibe zu finden.

Pünktlich zum Semesterbeginn herrscht auf dem Wohnungsmarkt in München, Stuttgart, Berlin, Hamburg und den anderen großen Studentenstädten in Deutschland der Ausnahmezustand. Doch nicht nur die Studenten, sondern auch alle anderen Wohnungssuchenden tun sich schwer, in Großstädten wie München, Hamburg oder Berlin eine Immobilie zu finden: Arbeitnehmer, Rentner, Familien und Co. bekommen die immer größer werdende Zahl der Studierenden hautnah zu spüren, wenn sie das Projekt Immobiliensuche in der Zeit um den Vorlesungsstart – also zwischen August und November – angehen.

Viele Suchende und wenig Platz

Nicht nur die Seminare sind voll, sondern auch auf dem Wohnungsmarkt drängen sich die Studenten dicht an dicht und streiten um jedes noch so kleine Zimmer. Doch es geht nicht nur um die Vermietung einzelner Zimmer in Wohngemeinschaften oder kleiner Appartements. Einige Eltern beschließen aus der Not heraus kurzerhand eine ganze Wohnung anzumieten oder gar zu kaufen, in der die Sprösslinge dann eine neue WG gründen. Bei zahlreichen jungen Menschen, die in den ersten Wochen und Monaten auf Campingplätzen und in Turnhallen hausen, entspannt sich der Wohnungsmarkt erst wieder im Dezember. Dabei sind die Bedingung umso schlechter, je mehr Studenten auf einmal in das Unileben starten.

Warten auf freien Wohnraum

Bei einer solch angespannten Marktsituation macht man schnell Abstriche und wirft einige Vorsätze über Bord. Bei dem Andrang an Wohnungssuchenden wirkt ein Schlauchbad, eine sanierungsbedürftige Küche oder der alte Laminatboden plötzlich nicht mehr wie ein Ausschlusskriterium, sondern eher wie eine kleine Hürde, die man bereitwillig in Kauf nimmt, um überhaupt eine Wohnung gefunden zu haben. Doch auch wenn jeder einzelne Quadratmeter hart umkämpft ist, sollte man sich nicht auf jedes Angebot einlassen! Zahlreiche Vermieter versuchen sich die Situation zunutze zu machen und Profit aus der Notlage Anderer zu schlagen. Um am Ende nicht mit bösen Überraschungen rechnen zu müssen, sollte man sich für die Planung und die Suche nach der Wunschimmobilie genügend Zeit nehmen. Wer beispielsweise aufgrund eines neuen Jobs in eine andere Stadt ziehen muss und flexibel ist, tut gut daran vorerst zu pendeln oder in die Randgebiete auszuweichen. Das Warten lohnt sich: Als Dank für die Geduld winkt die Chance auf die Traumwohnung zum Normalpreis.

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